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Zurück nach Jerusalem

 

Von Hanspeter Obrist

Um 1940 gab Gott einer Gruppe von chinesischen Christen eine neue Vision ins Herz. Unter dem Motto „Back to Jerusalem“ (Zurück nach Jerusalem) bekamen sie das Anliegen, das Evangelium allen Menschen auf dem Weg zurück nach Jerusalem zu bringen. Unterdessen hat diese Bewegung Kreise gezogen. Koreaner beteiligen sich ebenso daran wie die Bewegung „Taiwan to Jerusalem“, und unlängst formierte sich auch eine afrikanische Bewegung mit dem Namen „Operation Samaria“.

 

Auf dem Weg von Afrika

Tausende Evangelisten werden aus ihren Ländern auf den Weg nach Jerusalem gesendet – dorthin, wo das Evangelium seinen Ursprung genommen hat. Sie alle wollen die Liebe von Christus zurück in die Länder auf dem Weg nach Jerusalem bringen. „Operation Samaria“ führt durch Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, den Niger, den Tschad, Mali, den Sudan und Ägypten. Obwohl die Evangelisation in vielen dieser Länder nicht leicht sein wird, sind sie davon überzeugt, dass die Zeit reif ist, das Evangelium hinauszutragen. „Operation Samaria“ wurde von NEMA (Nigeria Evangelical Missions Association) ins Rollen gebracht. Dieser Verband betreut bereits 5200 Missionare in 56 Ländern. Das Ziel ist, dass sich in den kommenden 15 Jahren 50'000 Nigerianer auf den Weg machen.

 

Auf dem Weg vom Fernen Osten

Seit die Idee, das Evangelium auf dem Weg zurück nach Jerusalem zu verkünden, in den 1940er Jahren entstand, erwuchs gleichzeitig durch den Kommunismus in China das Problem, dass keine chinesischen Missionare ins Ausland gesandt werden konnten. Doch die Kirche in China war sich immer bewusst, dass die Erweckung nur anhält, wenn sich die Christen in der ersten Liebe aufmachen und das Evangelium weitersagen. Sie sind überzeugt, dass ihre Bewegung zusammenbrechen würde, wenn sie sich auf sich selbst konzentrierten. Die chinesischen Christen ermutigen uns, uns nicht um uns selbst zu drehen. Es ist Gottes Prinzip, dass wir selbst gesegnet werden, wenn wir andere segnen.

 

Selbst gesegnet

Ein Geheimnis dabei ist, dass die sendende Gemeinde durch diese Aktionen selbst herausgefordert und ermutigt wird, mit ganzer Hingabe für Jesus zu leben, wenn sie zuhause täglich für die Botschafter Jesu betet und die Berichte über Rettung, Verfolgungen und Hingabe bis in den Tod hört. Wer hinausgeht, rechnet nicht mit seiner Rückkehr, sondern weiß, dass er vielleicht für Jesus sterben wird.

Doch die Menschen Chinas haben selbst eine 50-jährige Geschichte der Verfolgung hinter sich. Sie wurden geschlagen, ins Gefängnis geworfen, mussten Hunger und Folter erleiden. Die chinesischen Christen von Back to Jerusalem sind der Meinung, Gott hätte sie auf diese Weise vorbereitet. Das Ziel sei den Einsatz wert: „Wir wollen, dass jeder Mensch, egal ob Muslim, Hindu oder Buddhist, die Botschaft hört. Sie sollen glauben können, bevor Jesus wiederkommt.“

 

Wie finanziert sich diese Bewegung?

Diese Christen sind sich bewusst, dass sie einen hohen persönlichen Preis bezahlen werden. Ein Finanzierungssystem als solches gibt es nicht. Sie glauben, dass Gott jedem geben wird, was er braucht. Sie haben auch erlebt, wie Gott sie in China versorgt hat. Sie sind überzeugt, dass Gott für sie sorgen wird, wenn sie nach seinem Willen handeln. Wir im Westen hätten zwar Silber und Gold, aber wir stehen nicht auf und machen uns nicht auf den Weg im Namen Jesu. Da der Wohlstand in China noch nicht so verbreitet ist wie in unserem Teil der Welt, hält diese Gruppe von Christen nichts von ihrem Vorhaben zurück.

 

Die Herausforderung

Back to Jerusalem fordert uns heraus, über unsere eigene Hingabe nachzudenken. Vor 200 Jahren waren es die europäischen Christen, die sich unerschrocken in alle Welt aufmachten und ebenso wenig mit ihrer Heimkehr rechneten. Heute haben wir viel mehr Möglichkeiten, unsere Geschwister mit Gebet und Gaben zu begleiten. Nutzen Sie dazu auch die wöchentliche Gebetsmail der amzi. Eine treue Beterin für unsere Arbeit ist eine über 90-jährige Frau, deren Sohn regelmäßig die Mail für sie ausdruckt. Auch in Ihrer Gemeinde gibt es sicher jemanden, der Ihnen diesen Liebesdienst tun kann – zum Segen für alle. Gott kann sein Werk auch ohne uns tun, doch er möchte uns an seinem Segen teilhaben lassen.

 

Quelle: www.backtojerusalem.com

 

 

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