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Aktuelle Tagesnachrichten:

Wer die israelischen Nachrichten sehen und hören will,

kann dies in Englisch unter www.jerusalemonline.com tun.

 

Zeitungen und Nachrichten (Englisch):

HaAretz- News aus Israel ohne Einschränkungen

The Jerusalem Post - Net Edition

Ynet News - Homepage

Deutsch: Israelnetz Homepage

Jer2

amzi focus israel Nachrichten:

Auszüge aus der wöchentlichen Gebets- und Info-E-mail

 

22. Juni 2017

Protest gegen messianischen Verlag

Anlässlich der Woche des Buches fanden in Jerusalem, Tel Aviv und Rishon LeZion vergangene Woche Buchmessen statt. Dass sich daran auch der messianische HaGefen-Verlag beteiligte, verärgerte jedoch orthodoxe Juden. Die Antimissions-Bewegung Yad LeAchim beschwerte sich offiziell bei der Polizei, nachdem sie auf der Buchmesse in Rishon LeZion den HaGefen-Verlag entdeckt hatte. Er bietet unter anderem eine Reihe mit dem Titel „Das Testament“ an, eine moderne Übersetzung der Bibel für israelische Jugendliche. Yad LeAchim sieht darin „Hetze und eine Aufforderung an Minderjährige, zu konvertieren“. Am meisten stört Gruppen wie Yad LeAchim dabei, dass solche Bücher nicht als „christlich“ zu erkennen sind. Sie akzeptieren nicht, dass messianische Juden ein Teil des jüdischen Volkes sind. HaGefen entgegnete, der Verlag sei bereits seit 42 Jahren als Non-Profit-Organisation in Rishon Le Zion registriert, und wies darauf hin, dass die kritisierte Reihe „Das Testament“ fast ausschließlich eine moderne Übersetzung der Bibel beinhaltet.

 

15. Juni 2017

Auserwählt und ausgegrenzt

„Auserwählt und ausgegrenzt: Der Hass auf Juden in Europa“ lautet der Titel eines Arte-Dokumentarfilms. Der Fernsehsender entschied, die Dokumentation zum Thema Antisemitismus nicht auszustrahlen und löste damit eine Debatte aus. Der Film wirft unter anderem Hilfswerken und linken Verbänden vor, Antisemitismus zu befördern. Die starke Kontroverse erklären sich Historiker unter anderem damit, dass der Film Antisemitismus nicht nur als Phänomen der Rechten begreift. Der Film wurde von Arte in Auftrag gegeben und vom WDR produziert – dann aber nicht ausgestrahlt. Aus formalen und redaktionellen Gründen, wie der deutsch-französische Sender mitteilte: Der Film verfehle das Thema und sei nicht ausgewogen. Nun ist der Film auf YouTube zu sehen, so dass man sich selbst eine Meinung bilden kann.

https://vimeo.com/221951374

 

8. Juni 2017

Diskriminierung?

Als Israels Premierminister Benjamin Netanjahu im vergangenen Monat gegenüber US-Präsident Trump betonte, Israel sei der Glaubensfreiheit für alle Glaubensrichtungen verpflichtet, fragten sich wohl viele messianische Juden, die nach Israel einwandern möchten, wie ihr Glaube in dieses Bild von Demokratie und Toleranz passe. Denn vielen von ihnen wird das Recht auf Einwanderung wegen ihres Glaubens an Jeschua verweigert. Israel ermutigt zwar Juden in aller Welt zur Einwanderung und bietet ihnen viele Vergünstigungen für die ersten Jahre an. Doch Juden, die an Jeschua glauben, werden als „Christen“ betrachtet und verlieren ihr Recht auf die israelische Staatsbürgerschaft. Anspruch darauf hat, wer beweisen kann, jüdisch zu sein oder zumindest von einem jüdischen Großelternteil abzustammen.

Kehila News 05.06.2017

 

1. Juni 2017

Trockenheit in Israel

Der israelische Wetterdienst meldet, dass sich Israel in einem Trockenheitsjahr befindet, da in diesem Jahr erst 71 Prozent der durchschnittlichen Niederschläge für diesen Zeitraum gefallen sind. Da auch die Langzeitprognosen für den Norden Israels in den nächsten Jahren immer weniger Regenfälle vorhersagen, denkt die Wasserbehörde darüber nach, Millionen Kubikmeter von entsalztem Wasser in den See Genezareth zu pumpen, um ihn vor dem Austrocknen zu bewahren. Der Plan der Wasserbehörde hat zwei Haken: Erstens könnte das Wasser versickern, bevor es den See erreicht. Zweitens enthält das entsalzte Wasser keine Mineralien, und es ist noch kaum erforscht, welche Auswirkungen dies auf den See und seine Flora und Fauna hat.

 

24. Mai 2017

Günstigerer Kaffee für freundliche Kunden

Die israelische Café-Kette „Café Café“ senkte Anfang Mai den Preis für ihren Kaffee zum Mitnehmen von 8 Schekel (2 Euro) auf 6 Schekel (1,50 Euro) – verbunden mit einer Kampagne für respektvollen Umgang miteinander. Diese wirbt dafür, dass nur diejenigen Kunden den Kaffee günstiger erhalten, die bei der Bestellung „Bitte“ und „Danke“ sagen. Geschäftsinhaber Ronen Nimni will die Israelis damit zu einem höflicheren Umgangston ermutigen. Auf die Frage, ob die anderen Kunde wirklich mehr bezahlen müssen, meint er: „Nein, aber der Angestellte wird sie darauf hinweisen.“ „Café Café“ gehört mit 157 Filialen zu den größten Café-Ketten in Israel.

 

18. Mai 2017

Tourismus im April auf Rekordniveau

Der April 2017 hat dem Tourismus in Israel ein Allzeithoch beschert: 374’000 Besucher sind ins Land gekommen, die höchste jemals erreichte Zahl für einen Einzelmonat seit Staatsgründung.

Zwischen Januar und April 2017 haben 1,09 Millionen Übernachtungstouristen Israel besucht, 28% mehr als im selben Zeitraum 2016. Die Besucher kommen aus der ganzen Welt, die drei Länder mit den meisten Touristen in Israel sind bisher in diesem Jahr die USA, Russland und Frankreich; Deutschland liegt auf Platz vier. Das größte Wachstum verzeichnet der Tourismus aus China, das bisher noch auf Platz sieben liegt – in den ersten vier Monaten des Jahres 2017 hat sich die Zahl der chinesischen Touristen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt.

 

11. Mai 2017

Beeindruckende Vergebungsbereitschaft

Im ägyptischen Fernsehen wurde ein Interview gezeigt, in dem eine Reporterin mit der Witwe eines Mannes sprach, der bei einem der beiden Anschläge auf koptische Kirchen am Palmsonntag getötet worden war. Die Frau sagte, sie vergebe dem Täter. Unter Tränen erklärte sie: „Ich bin nicht wütend auf denjenigen, der das getan hat. [...] Ich bitte den Herrn, ihm zu vergeben und ihn zum Nachdenken zu bringen. Denke nach! Du wirst feststellen, dass wir dir nichts Falsches angetan haben. [...] Möge Gott dir vergeben, und wir vergeben dir auch. Glaube mir, ich vergebe dir.“

Diese Vergebungsbereitschaft bewegte den bekannten muslimischen Moderator der Sendung, Amr Adeeb, sehr. Er schwieg einige Sekunden, bevor er meinte: „Ägyptische Christen sind aus Stahl gemacht. Seit Hunderten von Jahren ertragen sie Grausamkeiten und Katastrophen. Die ägyptischen Christen lieben dieses Land innig. Die ägyptischen Christen ertragen alles um der Nation willen.“ Dann fügte Adeeb die Frage an: „Wie groß ist eure Vergebung? Wenn euer Feind wüsste, wie unglaublich groß eure Vergebung für ihn ist, würde er es nicht glauben. Wenn das mein Vater gewesen wäre, könnte ich das nie sagen.“ Im weiteren Verlauf hob der Moderator die Vergebungsbereitschaft der Christen hervor: „Diese Menschen haben so viel Vergebung – dies ist ihr Glaube und ihre religiöse Überzeugung. Diese Menschen sind aus anderem Stoff gemacht!“

https://vimeo.com/212755977

 

4. Mai 2017

Nur gut die Hälfte der Juden in Israel betrachtet sich als religiös

Zum israelischen Unabhängigkeitstag am vergangenen Dienstag präsentierte das Statistikamt aktuelle Zahlen: 8,68 Millionen Menschen leben in Israel, zehnmal so viele wie bei der Gründung 1948. Laut dem Statistikamt sind 6,48 Millionen der Israelis Juden (74,7 Prozent der Bevölkerung), 1,8 Millionen Israelis sind muslimische und christliche Araber (20,8%), knapp 390’000 Personen sind nicht-arabische Christen, Mitglieder anderer Religionen oder Konfessionslose. In Israel leben 183’000 Menschen mit ausländischer Nationalität. Seit dem vergangenen Unabhängigkeitstag ist die Bevölkerung um 159’000 Menschen gewachsen. Das ist eine Wachstumsrate von 1,9 Prozent. Im vergangenen Jahr gab es im Land 174’000 Neugeborene, 30’000 Menschen sind eingewandert, 44’000 Menschen starben.

Die Mehrheit der jüdischen Israelis betrachtet sich als religiös: 9 Prozent sind ultra-orthodox, 11 Prozent religiös, 12 Prozent traditionell-religiös und 24 Prozent bezeichnen sich als „traditionell, aber nicht zu religiös“. 44 Prozent der Juden definieren sich als säkular lebend.

 

27. April 2017

Ausnahmen vom Ruhetagsgesetz

Am 19. April entschied das Oberste Gericht Israels, dass in Tel Aviv Geschäfte auch am Schabbat geöffnet haben dürfen. Das Gericht gestand den Stadtbehörden zu, für kleinere Geschäfte, die sich an eine mehrheitlich säkulare Kundschaft richten, eine Ausnahmebewilligung vom allgemeinen Ruhetagsgesetz zu gewähren. Vertreter religiöser Parteien kritisierten den Entscheid, weil er ihrer Ansicht nach jüdische Werte gefährde. Außerdem befürchten sie, das Verdikt könnte Signalwirkung auf das ganze Land haben. Ron Huldai, der Bürgermeister von Tel Aviv-Jaffa, hingegen zeigte sich befriedigt: „Wie ich schon vor vier Jahren sagte, war und bleibt unsere Stadt frei.“

 

20. April 2017

Familienfreundliche Maßnahmen angekündigt

Finanzminister Mosche Kahlon hat am Dienstag angekündigt, familienfreundliche Maßnahmen für Israel umsetzen zu wollen. Unter anderem sollen die Unterstützung für Nachmittagsbetreuung von Kindern ausgebaut, steuerliche Vergünstigungen für arbeitende Eltern und die Aufhebung der Mehrwertsteuer auf Babykleidung durchgesetzt werden. Das soll laut der Tageszeitung Yediot Aharonot die Lebenshaltungskosten der Israelis reduzieren. Der Schritt des Finanzministers war allerdings nicht mit Premierminister Benjamin Netanjahu abgestimmt. Auf der Pressekonferenz kündigte Kahlon auch an, die Steuer auf importierte Mobiltelefone und Schuhe abzuschaffen. Die Umsetzung dieses Planes soll jedes Jahr umgerechnet 200 Millionen Euro kosten. Das Haushaltsdefizit soll laut dem Finanzminister aber dadurch nicht belastet werden, da durch die Maßnahmen Mehreinnahmen durch die Einkommenssteuer zu erwarten seien.

 

7. April 2017

Deutscher Olympischer Sportbund streicht palästinensisches Förderprogramm

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) distanziert sich von einem Fußballförderprogramm für die palästinensischen Autonomiegebiete. Das vom Simon-Wiesenthal-Zentrum kritisierte Projekt für Nachwuchskicker steht in Verbindung mit einem Generalmajor, der einen zweifelhaften Ruf genießt. Ein deutscher Fußballtrainer sollte zur Jugendförderung in die palästinensischen Autonomiegebiete reisen. Für das Förderprogramm des DOSB war der deutsche Trainer Gert Engels vorgesehen, der zwei Jahre lang die Professionalisierung des Fußballs in den Autonomiegebieten vorantreiben sollte. Das Auswärtige Amt in Berlin hatte dafür 400.000 Euro bereitgestellt. Engels hätte seinen Fokus vor allem auf die Jugendarbeit gelegt. Die deutsche „Tageszeitung“ meldete, der höchste Sportfunktionär der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Dschibril Radschub, sei gleichzeitig auch ein Generalmajor mit zweifelhafter Vergangenheit, dem Mord und Folter nachgesagt werden. Fußballspiele zwischen Israelis und Palästinensern lehne Radschub kategorisch mit der Begründung ab, dass die Israelis „Nazis“ seien.

29.03.2017 Israelnetz

 

30. März 2017

Messianische Juden und Christen gehören zusammen

Der Hauptvorstand der Deutschen Evangelischen Allianz hat sich bei seiner Frühjahrssitzung einstimmig hinter die Erklärung der württembergischen ChristusBewegung Lebendige Gemeinde zu Israel und zu messianischen Juden gestellt. Sie trägt den Titel „Die Wurzel trägt dich“. Zur Begründung erklärte der Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz, Ekkehart Vetter, dass eine Ausgrenzung messianischer Juden, wie sie in weiten Teilen der Evangelischen Landeskirchen geschehe, und die Nicht-Zulassung zum Deutschen Evangelischen Kirchentag nicht länger still hingenommen werden dürfe. In der Erklärung selbst heiße es zu recht, dass die „Ausgrenzung messianischer Juden, ihrer Gemeinden und Organisationen“ eine „tiefe Verletzung ökumenischer Verbundenheit“ sei und „ein nicht hinnehmbarer Skandal“.

Die Erklärung im Wortlaut:

http://www.ead.de/uploads/media/2017-03-07_Christen_und_Juden_-_Erkla__rung_02.pdf

 

23. März 2017

Christlicher Sender „SAT-7“ verdoppelt Zuschauerzahl

Immer mehr Menschen im Nahen Osten empfangen christliches Fernsehen. Der christliche Fernsehsender „SAT-7“ hat die Zahl seiner wöchentlichen Zuschauer seit 2011 von etwa 11 Millionen auf inzwischen 21 Millionen erhöht. Diese Erhebung präsentierte der Nordeuropa-Direktor des Senders, Kurt Johansen. Die Zahl enthalte nicht die zwei 24-Stunden-Fernsehkanäle von „SAT-7“ in Türkisch und Persisch, die ebenfalls für ein großes Publikum zugänglich sind.

Die Zahlen sind das Ergebnis einer Befragung von 57’000 Haushalten im Nahen Osten einschließlich Saudi-Arabiens und Nordafrikas. „SAT-7“ sei ein Fernsehsender von Christen aus dem Nahen Osten und Nordafrika für die Christen in diesen Ländern. Dessen Ziel sei es, der christlichen Minderheit eine Stimme zu geben und in der arabischen Welt ausgewogen über Jesus, die Bibel und ihren Glauben zu informieren, erklärte Johansen.

16.03.2017 Israelnetz

 

16. März 2017

Gericht ordnet Entschädigung für messianisches Paar an

Kehila News

Ein israelisches Gericht hat die Eigentümer eines Hochzeitsaales dazu verurteilt, einem messianischen Paar 10'000 Schekel (2500 EUR) zu bezahlen. Der Grund: Sie hatten sich geweigert, dem Paar die Einrichtung zu vermieten, nachdem sie erfahren hatten, dass bei der Zeremonie aus dem Neuen Testament vorgelesen werden soll. Das Paar erzählte Kehila News, ein Angestellter habe den Kaschrut-Aufseher (Rabbi, der darüber wacht, dass in der Einrichtung alle religiösen Gebote eingehalten werden) mit den Worten zitiert, eine Hochzeit, bei der Bibelstellen aus dem Neuen Testament vorgelesen werden, „grenze an Terrorismus“, und „messianisches Judentum sei Götzendienst“.

Das Paar erklärte, die geringe Höhe der Entschädigung ärgere sie nicht. Ihnen sei wichtig, für die Rechte der messianischen Gläubigen einzustehen und die Situation für die Zukunft zu klären.

 

23. Februar 2017

Chinesische Tunnelbohrmaschine in Tel Aviv

In Tel Aviv wurde am Sonntag in 30 Metern Tiefe mit den Bohrarbeiten für die zukünftige U-Bahn begonnen. Die Arbeiten werden von einer chinesischen Firma ausgeführt, die auf den Bau von Untergrundbahnen spezialisiert ist. Die erste Strecke soll bis zum Jahr 2021 fertig gestellt werden. Die Kosten des Projekts liegen bei ungefähr 750 Millionen Euro.

 

9. Februar 2017

Raketen auf Eilat abgefangen

Das israelische Abwehrsystem Eisenkuppel hat am späten Mittwochabend drei Raketen abgefangen, die auf die Küstenstadt Eilat gefeuert wurden. Eine weitere Rakete schlug in unbewohntem Gebiet ein. Es entstand kein Sachschaden. Fünf Israelis erlitten jedoch Angstattacken; einer von ihnen kam deswegen in ein Krankenhaus.

Einige der Geschossteile fielen in den Swimmingpool eines Hotels. Die Touristenhochburg Eilat am Roten Meer ist derzeit gut besucht. Kurz nach dem Angriff teilte die Armee den Stadtbehörden mit, dass die Bürger wieder zur Routine zurückkehren können.

Laut Armeebericht wurden die Raketen auf der Sinaihalbinsel abgefeuert. Ägyptischen Medienberichten zufolge reklamierte die „Provinz Sinai“ des „Islamischen Staates“ den Angriff für sich. Die Terroristen kämpften bislang vor allem gegen Einrichtungen des ägyptischen Staates.

Israelnetz 09.02.2017

 

26. Januar 2017

Warmes Wasser vor Hadera zieht Haie an

Behörden in Nordisrael haben die Menschen dazu aufgerufen, auf das Tauchen im Mittelmeer nahe der Stadt Hadera vorerst zu verzichten. In dem Gebiet tummeln sich derzeit auffällig viele Schwarz- und Sandbankhaie. Laut israelischen Meereskundlern sind in den Monaten Dezember bis März bis zu 32 verschiedene Haiarten vor der israelischen Küste zu finden. Die Tiere zieht es in dieser Zeit vom kühlen Atlantik und dem westlichen Mittelmeer ins wärmere östliche Mittelmeer. Dutzende der bis zu drei Meter langen Haie halten sich derzeit im Wasser vor der Entsalzungsanlage von Hadera auf. Der israelische Fernsehsender „Kanal 2“ spricht von rund 150 Tieren. Die Anlage nutzt Meerwasser, um ihre Turbinen zu kühlen. Das durch den Vorgang erwärmte Wasser fließt ins Meer zurück. Die Wassertemperatur in dem Gebiet ist daher höher als in anderen Teilen des Mittelmeeres und bei den Tieren äußerst beliebt. Die erhöhten Temperaturen fördern zudem die Bildung von Plankton und kleinen Meerestieren, was die Haie mit Nahrung versorgt.

http://spon.de/vhscp

 

19. Januar 2017

Mehr Touristen als im Vorjahr

Rund 2,9 Millionen Touristen kamen im Jahr 2016 nach Israel, etwa 4 Prozent mehr als 2015. Mit 648’310 kamen die meisten Touristen 2016 aus den USA, wie das Wirtschaftsmagazin Globes berichtet. Rang zwei belegte Russland (440'358), gefolgt von Frankreich (287'450), Großbritannien (181’346) und Deutschland (164’076). Bis auf Frankreich sind die Zahlen in allen Ländern gegenüber 2015 gestiegen.

Tourismusminister Jariv Levin führt den Anstieg auf verstärkte Kampagnen seines Ministeriums zurück; man sei auf Veränderungen im Reiseverhalten eingegangen. Mittlerweile reisten etwa 60 Prozent der Israel-Urlauber individuell und nicht mehr mit organisierten Gruppen ins Land. Erstmals hat das Tourismusministerium zudem in Indien und China um Urlauber geworben. Das indische Magazin „Reise und Freizeit“ zeichnete Israel als bestes Reiseziel für Geschichte und Kulturerbe aus. Auch mehrere chinesische Medien kürten Israel als bestes Reiseziel 2016. Im April eröffnete Chinas größte private Fluggesellschaft Hainan zudem die Strecke Peking – Tel Aviv. Der Erfolg zeigte sich prompt: China war das Land mit dem meisten Zuwachs an Israel-Touristen (69 Prozent) gegenüber 2015.

 

12. Januar 2017

Häufigste Todesursache bei Soldaten: Suizid

Am vergangenen Sonntag veröffentlichte die israelische Armee Zahlen über die im vergangenen Jahr verstorbenen Soldaten. 2016 sind insgesamt 41 israelische Soldaten ums Leben gekommen. 15 von ihnen nahmen sich selbst das Leben. Damit ist die Selbsttötung Todesursache Nummer eins bei israelischen Soldaten. Vier Soldaten verloren ihr Leben bei Militäreinsätzen, neun starben bei Unfällen in ihrer Militärbasis. Weitere sieben Soldaten kamen bei Unfällen außerhalb ihres Dienstes ums Leben und sechs durch Krankheit oder aus medizinischen Gründen.

Alle Soldaten, die Suizid begangen haben, waren männlich. Bereits 2015 und 2014 nahmen sich laut einem Bericht der Onlinezeitung Times of Israel 15 Soldaten das Leben. Im Vergleich zum Vorjahr mit 36 toten israelischen Soldaten ist 2016 deren Zahl auf 41 gestiegen. Weitere 43 Soldaten wurden während des vergangenen Jahres schwer verletzt.

 

5. Januar 2017

Menora- und Kreuz-Felsgravur entdeckt

Hobbyhöhlenforscher haben im judäischen Hügelland in einer Zisterne einen in den Fels geritzten siebenarmigen Leuchter sowie ein Kreuz entdeckt. Sie informierten die israelische Altertumsbehörde, die die Gravuren nun untersucht. Die Menora habe eine Basis mit drei Füßen und entspreche dem symbolischen Leuchter des Jerusalemer Tempels vor 2000 Jahren, heißt es von der Altertumsbehörde. In der Nähe der Menora war auch ein Kreuz eingraviert. Dieses Kreuz sei erst nach der Gravur der Menora in den Stein geritzt worden, sagen Archäologen. Neben der Zisterne gebe es ein Kolumbarium mit Dutzenden Nischen, in denen in der Antike Tauben für Opferriten im Tempel gehalten wurden.

Sa'ar Ganor, Bezirksarchäologe der Altertumsbehörde in Aschkelon, erklärte, dass es in der Gegend viele Gebäude und Verstecke aus der Zeit ab dem Bar-Kochba-Aufstand im zweiten Jahrhundert nach Christus und bis zur byzantinischen Periode gebe. Wandgravuren einer Menora seien jedoch selten.

 

22. Dezember 2016

Zusätzliche Arbeitsgenehmigungen für Palästinenser

Israel will die palästinensische Wirtschaft fördern und dadurch auch Gewalt verhindern. Deshalb erhalten weitere 22’000 Palästinenser eine Arbeitsgenehmigung, damit sie in Israel im Baugewerbe, der Landwirtschaft und der Industrie arbeiten können. Dies berichtet die Tageszeitung „Ma'ariv“ und beruft sich dabei auf eine arabische Mitteilung des Armeesprechers vom Montagabend.

Den Daten des Sicherheitsapparates zufolge arbeiten derzeit jeden Tag etwa 60’000 Palästinenser legal auf israelischem Gebiet. Hinzu kämen rund 30’000 palästinensische Angestellte in den Industriezonen des Siedlungsgebietes. Ferner wird die Zahl der Palästinenser, die illegal in Israel arbeiten, auf mehrere Tausend geschätzt.

Der Sicherheitsapparat hält es für richtig, Palästinensern Arbeitsgenehmigungen zu erteilen. Es liege im israelischen Interesse, dem palästinensischen Wirtschaftssystem nicht zu schaden. Denn das könne Unzufriedenheit schüren und zu Gewalt führen. Deshalb hätten die Israelis in jüngster Zeit auch dann keine Ausgangssperre verhängt, wenn es eine Welle von Anschlägen gab. Die Gehälter aus israelischen Erwerbszweigen kommen laut Schätzungen zwischen 600’000 und 800’000 Palästinensern zugute.

20.12.2016 Israelnetz

 

15. Dezember 2016

Hetze gegen christliche Soldaten untersuchen

Die israelische Justizministerin Ayelet Shaked lässt Hetze gegen christliche Soldaten untersuchen, wie sie anlässlich der Weihnachtsfeier des „Rates für die Stärkung der Christen“ in Nazareth bekannt gab. Sie wies die Staatsanwaltschaft an, entsprechende Fälle zu prüfen. Betroffen von der Hetze sind etwa Araber, die am Wochenende in Uniform in ihre Heimatorte zurückkehren. Shaked nannte die christlichen Soldaten „Partner im Schutz des Landes“. Sie würden die Mauern zwischen Juden und Christen, die gemeinsam hier im Land leben, niederreißen.

Für das Jahr 2016 rechnete die Armee mit 200 christlichen Armeedienstleistenden. Das Potenzial schätzt sie auf 1500 Freiwillige aus der Gemeinschaft der christlichen Araber oder Aramäer. Seit dem Jahr 2014 hat die Armee im christlichen Sektor bewusst für den Armeedienst geworben; ein von der Regierung eingerichtetes Forum bietet entsprechende Informationen.

 

8. Dezember 2016

Freiwilligenarbeit in Israel

Zum Internationalen Tag des Ehrenamts veröffentlichte das israelische Statistikamt am Montag eine Studie zum Umfang der Freiwilligenarbeit durch Israelis. Während des vergangenen Jahres waren 1,1 Millionen Israelis in irgendeiner Weise freiwillig sozial aktiv. Das sind rund 21 Prozent der Gesamtbevölkerung. In der Statistik stechen die Ultra-Orthodoxen positiv hervor. 39 Prozent von ihnen leisteten in irgendeiner Form 2015 Freiwilligendienst. Im Vergleich dazu machte jeder Dritte national-religiöse Jude (33 Prozent) eine soziale Arbeit. Bei den traditionellen Juden waren es 22 Prozent und bei den säkularen Juden war es jeder Fünfte. Insgesamt beteiligten sich damit rund 23 Prozent der israelischen Juden an einem freiwilligen sozialen Dienst. Bei den israelischen Arabern waren es 8 Prozent.

 

17. November 2016

Geburtenrate: Jüdische und arabische Kinder gleichauf

Zum ersten Mal in der Geschichte des Staates Israel sind die Geburtenraten von jüdischen und arabischen Frauen identisch. Das zeigen Zahlen, die das Zentrale Statistikamt am Dienstag anlässlich des bevorstehenden Weltkindertages veröffentlichte. Die Angaben beziehen sich auf das Jahr 2015.

Im Durchschnitt bekamen im vergangenen Jahr jüdische und arabische Frauen 3,13 Kinder, zitiert die Online-Zeitung „Times of Israel“ den Bericht. Im Jahr 2000 sah das anders aus: Da lagen arabische Frauen bei durchschnittlich 4,3 Kindern und jüdische Frauen bei 2,6. Über die Jahre hätten sich die Raten stetig angeglichen. Die Geburtenrate in Deutschland lag im Vergleich dazu im Jahr 2015 bei 1,5 Kindern – ein Höchstwert, der seit 33 Jahren nicht mehr erreicht wurde.

Im Jahr 2015 gab es knapp 2,8 Millionen Kinder in Israel, die unter 17 Jahre alt waren. Das sind 33 Prozent der Gesamtbevölkerung. In absoluten Zahlen sind das knapp 2 Millionen jüdische, rund 718’000 arabische und rund 84’000 Kinder anderer Ethnien. In der Stadt Jerusalem machen Kinder demnach sogar 40 Prozent der Bevölkerung aus.

16.11.16 Israelnetz

 

10. November 2016

Ermutigung für Christen in Gaza

Der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz von England und Wales, Kardinal Vincent Nichols, besuchte am Sonntag Christen im Gazastreifen. Er wollte die christliche Minderheit, die unter der Herrschaft der radikal-islamischen Hamas lebt, damit ermutigen.

Vor der Übernahme der Macht durch die Hamas im Jahr 2007 lebten im Gazastreifen rund 3000 Christen, manche Quellen sprachen von bis zu 5000. Heute sind es noch rund 1200 Christen in dem Gebiet. Christliche Führer machen die zerbrochene Wirtschaft, den Konflikt mit Israel sowie die israelisch-ägyptische Abriegelung des Gazastreifens für das Abwandern der Christen verantwortlich. Doch christliche Gemeindemitglieder in dem Gebiet haben sich auch über die Hamas-Herrschaft beschwert, unter der sie sich nicht wohl fühlten. Immer wieder kommt es laut dem Bericht der Times of Israel zu Übergriffen auf Christen oder deren Eigentum. Es sei jedoch unklar, ob Mitglieder der Hamas oder anderer radikal-islamischer Gruppen dahinter stecken. Die Hamas selbst weist Vorwürfe zurück, sie misshandle Christen.

 

3. November 2016

Den Spagat schaffen

Die Zeitung Haaretz berichtete anlässlich des Laubhüttenfestes über die samaritanische Minderheit, die auch Sukkot feiert. Der samaritanische Hohepriester, Abdullah Wasef Tawfiq, empfing zu Sukkot sowohl eine Gruppe Palästinenser als auch jüdische Besucher. Die Samaritaner schaffen es meistens, den Spagat zwischen den beiden Gesellschaften zu halten und zu Juden wie Palästinensern gute Beziehungen zu pflegen. Da sie sowohl eine israelische wie eine palästinensische Identitätskarte besitzen, haben sie mehr Bewegungsfreiheit als die meisten anderen Bewohner. Dies kann aber auch zur Bürde werden, wenn Palästinenser sie für Juden halten oder umgekehrt. Die samaritanische Gemeinschaft in Israel und den palästinensischen Gebieten umfasst etwa 700 Personen, die in der Nähe von Nablus und bei Tel Aviv leben.

Quelle: Caspari Medienrückschau

 

27. Oktober 2016

Verhaftung nach Sukkotfeier

Eine Sukkotfeier hatte für vier Palästinenser ernsthafte Folgen: Sie wurden verhaftet. Zusammen mit weiteren knapp 30 Gästen aus dem Raum Bethlehem und Hebron waren sie der Einladung in die Laubhütte des Bürgermeisters der jüdischen Siedlung Efrat gefolgt. Dies erregte den Unmut ranghoher palästinensischer Vertreter. Die palästinensischen Behörden waren durch Bilder, die in sozialen Netzwerken verbreitet wurden, auf die Besucher der Laubhütte, die dort neben israelischen Soldaten standen, aufmerksam geworden. Der stellvertretende Gouverneur von Bethlehem, Muhammed Taha, kritisierte den Besuch in Efrat am Donnerstag im Gespräch mit dem palästinensischen Sender Wattan TV. Alle Palästinenser verurteilten den Besuch, sagte er. „Siedler zu besuchen, ist völlig inakzeptabel.“ Am Donnerstagabend wurden die vier Palästinenser festgenommen. Erst nach israelischer Intervention kamen sie wieder frei.

 

20. Oktober 2016

Kritik an UNESCO-Resolution

Nachdem die UNESCO, die Kultur-Organisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Paris, in einer Resolution am vergangenen Donnerstag dem Judentum jede historische Verbindung zur Klagemauer und zum Jerusalemer Tempelberg abgesprochen hatte, meldete sich auch UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon zu Wort. Er kritisierte die Resolution und bekräftigte am Sonntag „die Bedeutung der Jerusalemer Altstadt und ihrer Mauern für die drei monotheistischen Religionen“, hieß es in einer Mitteilung der Vereinten Nationen. Er betonte „die Bedeutung der religiösen und historischen Verbindung von Juden, Muslimen und Christen zu der heiligen Stätte“. Die Resolution verwendet nur die muslimische Bezeichnung für den Tempelberg, „Haram al-Scharif“ (das ehrwürdige Heiligtum). Den jüdischen Bezug lässt sie aus. Ban ließ hingegen verlauten: „Die Al-Aksa-Moschee / Al-Haram al-Scharif, der heilige Schrein der Muslime, ist auch der Har HaBait – oder Tempelberg –, dessen Westmauer die heiligste Stätte im Judentum ist. Sie ist nur ein paar Schritte entfernt von der Grabeskirche und vom Ölberg, die von Christen verehrt werden.“ Jegliche Unternehmung, „die unstrittige gemeinsame Verbindung zu diesen Stätten zu leugnen, dient nicht den Interessen des Friedens und wird nur Gewalt und Radikalismus nähren“.

 

29. September 2016

Rosch HaSchana

Am kommenden Sonntagabend, 2. Oktober, beginnt das jüdische Jahr 5777. Das jüdische Neujahr wird aber erst seit dem babylonischen Exil an diesem Tag gefeiert. Ursprünglich und bis heute ist Rosch HaSchana das Fest der Posaunen, an dem das Schofar (Widderhorn) zu einem Weckruf ertönt. Dies bildet den Auftakt zu einer zehntägigen Zeit der Einkehr und Buße, die am Abend des Jom Kippur, des Versöhnungstags, endet.

Wir beten für die vielen Juden, die in dieser Zeit Gott suchen, dass sie eine persönliche Begegnung mit Gott haben und auf den Messias Jesus aufmerksam werden.

Weitere Informationen zu den jüdischen Festen finden Sie in unserem Israelkalender.

 

22. September 2016

Polizei und Gerichte: mangelnde Gleichbehandlung

Das Zentrale Statistikamt Israels veröffentlichte am Montag die Ergebnisse einer Umfrage, wie die Arbeit der Polizei und der Gerichte beurteilt wird. Dabei zeigte sich, dass 56 Prozent der jüdischen Israelis und 62 Prozent der arabischen Israelis der Ansicht sind, die Polizei behandle nicht alle Bürger gleich.

Etwas besser schnitten die Gerichte ab. Diese bewerteten 41 Prozent der Befragten positiv. Unter den Teilnehmern mit persönlichen Erfahrungen lag der Anteil bei 47 Prozent. Hingegen gaben 51 Prozent dieser Israelis den Gerichten eine negative Bewertung. Von den Juden, die persönliche Erfahrungen mit dem Gerichtswesen haben, bezeichneten es 44 Prozent als „gut“ oder „sehr gut“. Bei den betroffenen Arabern lag der Anteil bei 60 Prozent, also deutlich höher. Auch hier wurde nach der Gleichbehandlung gefragt. 42 Prozent der Teilnehmer und 52 Prozent derjenigen mit persönlicher Erfahrung bejahten dies. Hingegen sprachen 29 Prozent der Befragten und 40 Prozent der persönlich Betroffenen von einer Ungleichbehandlung.

 

15. September 2016

Autonomiebehörde bestimmt jetzt selbst über den Strom

Erst die Post, jetzt der Strom: Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) bestimmt in Zukunft erstmals selbst über die Stromverteilung in ihrem Verwaltungsgebiet. Das haben Vertreter der PA und Israels am Dienstag in einem Abkommen vereinbart. Dieses sieht auch einen Zahlungsplan für die palästinensischen Stromschulden von umgerechnet rund 472 Millionen Euro vor. Der Vereinbarung zufolge schaffen die Palästinenser ein eigenes Stromunternehmen. Sie zahlen zudem einmalig 134 Millionen Euro an Israel, während Israel auf die Begleichung von 117 Millionen Euro Stromschulden verzichtet. Der Rest der Schulden wird in 48 Raten bezahlt.

Die Autonomiebehörde ist fortan auch für die pünktliche Zahlung der Stromrechnungen verantwortlich. Ihr ist es als einziger Behörde erlaubt, Strom von den Israelis zu kaufen und diesen zu verteilen. In den vergangenen Jahren sah die Autonomiebehörde die Verantwortung für die Zahlungen bei lokalen Energieunternehmen.

14.09.2016 Israelnetz

 

8. September 2016

Verkehrschaos

Ein Streit um die Auslegung der Sabbatruhe, im Hintergrund angeheizt durch einen innenpolitischen Machtkampf, führte am vergangenen Sonntagmorgen zu einem riesigen Verkehrschaos, von dem über 250'000 Israelis zwischen Tel Aviv und Haifa betroffen waren. Grundsätzlich ist unbestritten, dass Infrastrukturarbeiten an Schienen und Straßen auch am Schabbat ausgeführt werden dürfen, wenn die Arbeiten an Werktagen wegen des Verkehrs zu gefährlich sind. Nachdem ultra-orthodoxe Juden eine Drohne entdeckt hatten, die am Schabbat die Bauarbeiten an der neuen U-Bahn in Tel Aviv dokumentierte, übten sie Druck auf Premierminister Benjamin Netanjahu aus. Weil gleichzeitig Verkehrsminister Israel Katz bekannt gab, die Infrastrukturarbeiten fortzusetzen, schaukelte sich die Sache weiter hoch. Zehn Minuten vor Beginn des Schabbat am Freitagabend verfügte Netanjahu einen sofortigen Baustopp bei der Bahn – mit verheerenden Folgen. Kurz zuvor hatten Bauarbeiter einige Gleise nördlich von Tel Aviv herausgerissen, um sie während des Schabbats zu erneuern. Da die Arbeiten erst am Sonntag fortgeführt werden konnten, blieb die Zugstrecke bis Sonntagabend unterbrochen, was zu einem riesigen Verkehrsstau führte.

 

1. September 2016

Petition zur Entfernung der Judensau

Empfehlung von Pfr. Paul Veraguth

Es ist erstaunlich, wie vielen Christen nicht bewusst ist, dass a) Martin Luther in seinen späten Jahren eine Hetzschrift gegen die Juden veröffentlichte, auf die sich die Nazis dankbar berufen konnten, und dass b) an Luthers Kirche in Wittenberg oben auf dem Gesimse eine sogenannte „Judensau“ (Steinplastik) thront. Judenkinder saugen bei einer Muttersau, während der Rabbi ihr hinten ein Bein und den Schwanz hebt, um in den After zu gucken. Es ist eine ziemliche Debatte um diese Sau entbrannt. ... Man kann in der Kirche Jesus nicht legitim feiern, wenn seine Herkunft draußen an der Wand geschmäht wird. Darum wollen messianische Juden, aber auch wache Christen mit einem Verständnis für ihre Wurzeln, darauf hinarbeiten, dass die Sau nicht mehr dort oben steht, wenn das 500-Jahr-Jubiläum von Luthers Thesenanschlag im November 2017 bei dieser Kirche seinen Anfang nimmt.

Link zur Petition von Dr. R. Harvey: https://www.change.org/p/remove-the-wittenberg-judensau

 

25. August 2016

Nach Übergriff: Arabische Lehrerin wird entschädigt

Eine arabische Lehrerin ist in Jerusalem wüst von rechtsgerichteten Fußballfans beschimpft und angegriffen worden. Jetzt wird sie als Terror-Opfer vom Staat entschädigt.

Rückblick: Die Lehrerin Nadwa Dschabar sitzt am Lenkrad ihres Autos. Sie muss warten, weil die Ampel rot zeigt. Ein Auge hat sie auf ihre dreijährige Tochter. Ihre andere Tochter, die sechs Jahre alt ist, hat eine achtjährige Freundin dabei. Plötzlich tauchen Fußballfans von Beitar Jerusalem auf. Deren Spiel im Teddy-Stadion ist offenbar schon zu Ende. Es gab eine Niederlage gegen den Rivalen Bnei Sachnin, der aus einer überwiegend arabischen Region aus dem Norden kommt. Die Fußballfans erkennen an der Kopfbedeckung, dass Dschabar Araberin ist. „Schreiend und fluchend sind sie auf das Auto zugestürzt“, erzählt die Lehrerin später. Die Fans seien auf das Auto gesprungen, hätten die Fenster bespuckt und versucht, die Türen zu öffnen. Als es ihnen nicht gelingt, schlagen sie auf das Auto ein, zertrümmern die Scheinwerfer.

Am 1. Mai hat sich dieser Vorfall in Jerusalem ereignet. Die Steuerbehörde hat die Lehrerin, die aus der Stadt Abu Gosch stammt, nun als Opfer eines Terrorangriffs eingestuft. Dschabar soll wegen der Drangsalierungen durch die rechtsgerichteten Fußballfans entschädigt werden, berichtet die Tageszeitung „Ha‘aretz“.

19.08.2016 Israelnetz

 

18. August 2016

Einkaufszentrum für Israelis und Palästinenser

Israelische Politiker haben am Montag ein neues Einkaufszentrum für Israelis und Palästinenser an der Gusch Etzion-Kreuzung im Westjordanland eröffnet. An der Kreuzung wurden im letzten Jahr immer wieder Terroranschläge verübt. „Ich hoffe, dass das neue Einkaufszentrum ein Symbol der Co-Existenz auf der Grundlage wirtschaftlichen Friedens wird“, erklärte Nurit Koren (Likud). Weitere Knesset-Abgeordnete der Likud-Partei, darunter Knesset-Sprecher Juli Edelstein und der stellvertretende Minister für Regionale Kooperation Ayoub Kara, sowie Vertreter der Siedlerpartei Bajit Jehudi nahmen an der Eröffnung teil. In dem neuen Zentrum gibt es Geschäfte für Haushaltswaren und Mode sowie Café-Restaurants. Sowohl muslimische Palästinenser als auch religiöse jüdische Besucher freuten sich über das neue Einkaufszentrum, das ihnen lange Fahrten nach Jerusalem erspart. „Wir haben nur fünf Minuten gebraucht, um hierherzukommen“, erklärte Muhammad Alana aus dem nahegelegenen palästinensischen Dorf Beit Umar. Für einen Einkauf in Jerusalem hätte er eine Einreisegenehmigung nach Israel beantragen müssen.

16.08.2016 ICEJ

 

11. August 2016

Australien und Deutschland stoppen Hilfe

Mit Australien und Deutschland hat die christlich-humanitäre Hilfsorganisation World Vision am Wochenende zwei wichtige Spendenquellen verloren, einen Tag nachdem Israel Mohammed el-Halabi, den Leiter der Organisation in Gaza, beschuldigt hat, Geld zur Unterstützung der Hamas-Kämpfer und für den Kauf von Waffen abgezweigt zu haben. Australien hat darauf die Finanzierung von Projekten von World Vision in den palästinensischen Gebieten bis zum Abschluss der Untersuchungen suspendiert, während Deutschlands Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bekannt gab, die Zahlungen von total 1,66 Millionen Dollar an die christlichen Wohlfahrtsgruppe auf unbestimmte Zeit eingefroren zu haben. „Sollten die Anschuldigungen sich als korrekt erweisen“, meinte ein BMZ-Sprecher, „würde die Hamas vorsätzlich die humanitäre Hilfe für seine eigene Bevölkerung aufs Spiel setzen.“ Nach Angaben des israelischen Shabak-Geheimdienstes wurden pro Jahr über sieben Millionen Dollar, oder 60 Prozent des Jahresbudgets der Gaza-Filiale von World Vision, durch Halabi an die Hamas abgezweigt.

08.08.2016 Tachles News

 

4. August 2016

Jüdisch-muslimisches Paar nach Israel eingewandert

Die Botschaft des Staates Israel schrieb Mitte Juli von einem ungewöhnlichen Paar, das nach Israel eingewandert ist: Er ist Muslim und seine Frau jüdisch. In Israel ist es eher selten, in seiner bisherigen Heimat Aserbaidschan sei eine solche Konstellation dagegen nicht ungewöhnlich, erklärt der frischgebackene Israeli Assad Farjub. Gemeinsam sind die beiden nach Israel eingewandert und machen sich nun auf Wohnungssuche für sich und die Kinder und Enkel, die schon im August nachkommen werden.

Auf die Frage, wie es für ihn sei, als Muslim ausgerechnet in den jüdischen Staat einzuwandern, sagte Assad, in Baku gäbe es eine große jüdische Gemeinde und daher auch viele gemischte Familien. Für ihn sei das nichts Besonderes.

 

28. Juli 2016

Be’ad Chaim ausgezeichnet

Die messianische Organisation Be’ad Chaim, die sich für den Schutz ungeborener Kinder einsetzt und die Mütter unterstützt, konnte von der israelischen Regierung eine Auszeichnung für ihren „bedeutenden Beitrag zum Schutz von Müttern und Kindern“ entgegennehmen.

Es begann in den 1980er-Jahren, als Pastor Tony Sperandeo zusammen mit anderen die Initiative ergriff, etwas gegen das „Vergießen von unschuldigem Blut“ in Israel zu unternehmen. Sie begannen mit Gebetstreffen, Veranstaltungen in den messianischen Gemeinden und dem Verteilen von Flugblättern, in denen sie darauf aufmerksam machten, dass Abtreibung Sünde gegen Gott und gegen das eigene Volk ist.

Heute hat die Organisation einen bedeutenden Einfluss auf die israelische Gesellschaft, indem auch staatliche Sozialarbeiter und Beratungsstellen schwangere Mütter in Not an eines der zwölf Be’ad Chaim-Büros verweisen. Sandy Shoshani, die Leiterin, meint dazu: „Es ist von großer Bedeutung, dass wir als messianisch-jüdische Organisation nun als bekannte, humanitäre Organisation in Israel anerkannt sind.“

 

2. Juni 2016

Immer mehr Araber leisten Zivildienst

Arabische Staatsbürger sind in Israel grundsätzlich vom Wehrdienst befreit. Sie können aber auf freiwilliger Basis einen Zivildienst leisten. Immer mehr Jungen und Mädchen aus dem arabischen Sektor lassen sich darauf ein. Am Montag haben mehrere hundert von ihnen an einer Konferenz in Akko teilgenommen. Rajan Abu Lil stammt aus der Ortschaft Ein Halal bei Nazareth. Sie hat sich bereits in der Jugendbewegung der Gewerkschaft „Histadrut“ engagiert. Dass sie nach der Schule einen Freiwilligendienst absolvieren wollte, war ihr früh klar. Der Widerstand der israelischen Organisation „Islamische Bewegung“ brachte sie nicht davon ab.

Viele Zivildienstleistende geben zu, dass sie nicht aus reiner Uneigennützigkeit handeln. Denn nach ihrem Dienst erhalten sie ähnliche Vorzüge wie Wehrdienstleistende. Dies war etwa für Fajrus Abu Josef mit ausschlaggebend, sie arbeitet am Empfang beim Friedensgericht Tiberias. Sie habe eine bessere Zukunft gewollt: „Ich wollte mein Hebräisch verbessern und außerhalb des Dorfes arbeiten.“ Dies solle auch ihre beruflichen Chancen erhöhen.

01.06.2016 Israelnetz

 

28. April 2016

Palästinensische Christen kritisieren Autonomiebehörde

Die Regierung der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) lehnte einen Antrag palästinensischer Christen, Ostern zu einem offiziellen Feiertag zu erklären, ab. Ein Arzt aus Ramallah, Ghassan al-Tubassi, fand daraufhin gemäß der Tageszeitung Jerusalem Post deutliche Worte: „Wir hätten diese Erklärung verstanden, hätte die Debatte in den Regierungen von Saudi-Arabien, Katar und Malaysia stattgefunden, die rein islamische Länder sind, die den Gesetzen der Scharia folgen“, schrieb Al-Tubassi in einem Brief an die PA-Regierung. „Aber es ist eine große Sünde, wenn eine Regierung, die vorgibt, alle Palästinenser zu repräsentieren, solch eine Entscheidung trifft.“ Er und Tausende andere palästinensische Christen seien „schmerzerfüllt“ ob der Entscheidung, Ostern als offiziellen Nationalfeiertag zu ignorieren.

Tourismusministerin Rula Ma‘ajah wies die Kritik zurück. Die Regierung anerkenne in einem Gesetz von 2005 Ostern als offiziellen Feiertag für palästinensische Christen, aber nicht für die gesamte Bevölkerung. In den palästinensischen Gebieten gehört die Mehrheit der Christen der griechisch-orthodoxen Kirche an, die Ostern in diesem Jahr am kommenden Sonntag feiert.

 

21. April 2016

Chassidisch-orthodoxe Juden nehmen eine Art Abendmahl ein

Wie Israel today (21.04.2016) meldet, werden am letzten Tag der Pessach-Feiertage viele chassidisch-orthodoxe Juden in Jerusalem an einem „Messianischen Abendmahl“ (Seudat Moshiach) teilnehmen. Rabbi Amichaye Even-Israel beschreibt den Anlass, der in direktem Zusammenhang mit dem Abendmahl des Neuen Testaments steht, gegenüber Israel Breaking News: „Das Ziel der messianischen Abendmahlsfeier ist zu verinnerlichen, dass das Kommen des Messias real ist, nicht ein Mythos oder Märchen. Deshalb essen und trinken wir, während wir darüber diskutieren – um zu symbolisieren, dass das Kommen real ist wie das, was wir essen und trinken.“ [vgl. 1. Kor. 11]

Dieses messianische Abendmahl wurde im 18. Jahrhundert von Rabbi Baal Shem Tov eingeführt, um, wie er sagte, „den unfassbaren Glauben in eine fühlbare Handlung zu übersetzen“. Während der orthodoxen Abendmahlsfeier wird Kapitel 11 aus dem Buch Jesaja gelesen, eine messianische Prophetie.

 

24. März 2016

Wasserverschmutzung in Gaza betrifft auch Israel

Die israelische Umweltorganisation „EcoPeace“ hat am vergangenen Donnerstag den Gazastreifen als „tickende Zeitbombe“ bezeichnet, schreibt die Tageszeitung „Jerusalem Post“. Das einzige Klärwerk der Region sei ohne Strom. Das ungefilterte Abwasser könnte zur Verbreitung von Cholera- und Typhusepidemien führen. „Ja, es gibt zwar ein Klärwerk im Gazastreifen“, erläutert der Gründer und Leiter der Umweltorganisation „EcoPeace“, Gidon Bromberg, gegenüber der Zeitung. Es bekomme allerdings nicht genügend Strom, um überhaupt zu arbeiten. Täglich würden deshalb 90 Millionen Liter ungefiltertes Abwasser ins Mittelmeer geleitet – und es sickere auch ins Grundwasser. Wenn das Problem der Wasserverschmutzung nicht gelöst werde, drohe der Region eine ernsthafte Epidemiewelle.

18.03.2016 Israelnetz

 

3. März 2016

Mehr europäische Produkte für arabische Staaten durch Israel transportiert

Wie die „Jerusalem Post“ berichtete, haben die LKW-Transporte mit Produkten aus der Türkei oder Bulgarien durch Israel im vergangenen Jahr um 25 Prozent zugenommen. Aufgrund des Bürgerkrieges in Syrien ist Israel zur wichtigsten Brücke zwischen Europa und verschiedenen arabischen Staaten geworden. Weil der Landweg von der Türkei über Syrien in den Irak, nach Jordanien und an den Persischen Golf versperrt ist, werden die Waren per Schiff nach Haifa und von dort mit LKWs weiter transportiert.

2015 passierten rund 13’000 vollgeladene LKWs aus der Türkei und Bulgarien Israel. Im nächsten Monat soll eine zusätzliche Schiffsverbindung zwischen der Türkei und Israel hinzugefügt werden, wodurch dann monatlich noch einmal 150 LKWs hinzukommen. Israels stellvertretender Minister für Regionale Kooperation, Hiob Kara, sagte: „Der Grenzübergang am Jordan ist für den internationalen Handel wichtig und verbindet den Westen mit dem Osten. Der Zuwachs beim Frachtverkehr wird viel dazu beitragen, dass sich die Beziehungen zwischen Israel und seinen Nachbarn, wie der Türkei, aber auch mit weiter entfernten Ländern verbessern werden.“

 

25. Februar 2016

Fast die Hälfte der Angreifer unter 20 Jahren

Mitte Februar wurde eine Statistik des israelischen Inlandgeheimdienstes Schabak veröffentlicht, die sich mit den versuchten und ausgeführten Terroranschlägen zwischen dem 1. Oktober 2015 und dem 10. Februar 2016 befasst. Diese ergab, dass fast die Hälfte der 219 palästinensischen Terroristen 20 Jahre alt oder jünger ist. Elf Prozent der Terroristen sind weiblich. In der erfassten Zeitspanne wurden mindestens 30 Israelis und 170 Palästinenser getötet. Einer Ende Dezember veröffentlichten Studie zufolge sind die Täter überwiegend alleinstehend und gehören keiner politischen Organisation oder Terrorgruppe an. Die meisten wurden von Hetze in den sozialen Medien sowie von Politikern zu ihren Taten inspiriert. Die Zahl der Angriffe ging im Januar im Vergleich zum Dezember zurück.

 

11. Februar 2016

Unterstützung für neue Intifada gesunken

Die Unterstützung der Palästinenser im Gazastreifen und im Westjordanland für einen bewaffneten Aufstand ist gesunken. Das geht aus einer Umfrage des Instituts für „Forschung und Entwicklung in der Arabischen Welt“ (AWRAD) hervor, die in der Onlinezeitung „Times of Israel“ zitiert wird. Aktuell befürworten 42 Prozent der Befragten einen neuen gewaltvollen Aufstand. Im Westjordanland lehnen dies 57 Prozent der Palästinenser ab, im Gazastreifen sind es 48 Prozent. Das ist ein signifikanter Rückgang, denn im Dezember befürworteten noch fast zwei Drittel die Gewalt gegen Israelis.

 

21. Januar 2016

Anti-christliche Schmierereien

In der Nacht zum vergangenen Sonntag wurde die Dormitio-Abtei auf dem Berg Zion am Rand der Jerusalemer Altstadt mit anti-christlichen Parolen beschmiert. Die israelische Online-Zeitung Times of Israel berichtete, auf die Außenwand des Benediktinerklosters seien Sprüche wie „Christen zur Hölle“, „Tod den ungläubigen Christen, den Feinden Israels“ oder „Die Rache des Volkes Israel wird noch kommen“ gesprüht worden. Laut Polizei laufen die Ermittlungen in dem Fall. Jüdische Extremisten werden verdächtigt, diese Tat begangen zu haben. Der Minister für öffentliche Sicherheit, Gilad Erdan, versprach, „mit Null Toleranz auf jedes Vorgehen zu antworten, das versucht, die demokratischen Grundlagen des Staates Israel und die Religionsfreiheit zu schädigen“.

 

14. Januar 2016

Israelische Kinder und ihr Smartphone

Der statistische Jahresbericht des „Nationalen Rates zum Wohlergehen der Kinder“ beinhaltet neue Fakten über 2,7 Mio. Kinder bis zum 18. Lebensjahr in Israel, was 33 Prozent der israelischen Bevölkerung ausmacht. Aus dem Bericht wird ersichtlich, dass man die israelischen Kinder als süchtig nach Smartphone und Fernsehen bezeichnen könnte. 83 Prozent der Kinder und Jugendlichen im Alter von 8 bis 15 Jahren sind im Besitz eines Smartphones. 25 Prozent dieser Kinder benutzen ihr Smartphone täglich über fünf Stunden. Vier Stunden am Tag verbringen 68 Prozent der Kinder am Handy. 50 Prozent der Kinder berichteten, dass sie täglich über 100 Meldungen via WhatsApp bekommen. Besonders besorgniserregend ist, dass jedes zweite Kind in Israel bereits mit sexuell negativem Inhalt im Internet konfrontiert worden ist. Gleichzeitig sind die sozialen Netzwerke sehr gut geeignet, um Gottes Botschaft weiterzugeben.

 

19. November 2015

Flutung der Schmuggeltunnel

Seit einigen Wochen flutet Ägypten die Schmuggeltunnel in den Gazastreifen mit Meerwasser, um den Waffenschmuggel zu unterbinden. Der Palästinenser Mahmud Bakir aus Rafah sprach mit Journalisten über die Folgen des ägyptischen Vorgehens. Das Wasser sei mitten in der Nacht gekommen, erzählt Bakir laut der Tageszeitung Yediot Aharonot. Er habe seine Frau und seine fünf Kinder aufgefordert, das Haus schnell zu verlassen, als es überschwemmt wurde. Die Familie konnte sich in Sicherheit bringen. Dass nun ausgerechnet Ägypten, einst für die Menschen aus Gaza das Tor zur Welt, hinter dem Unglück für seine Familie steckt, sei besonders schmerzhaft, sagt Bakir. Der 61-Jährige betont: „Wir respektieren unsere Nachbarn. Wir lieben Ägypten. Aber unsere Nachbarn machen uns das Leben schwer.“

Auch Vertreter der palästinensischen Führung in Gaza kritisieren das Vorgehen. Die Flutung der Tunnel sorge nicht nur für Überschwemmungen. Das Meerwasser gefährde auch die Trinkwasserversorgung, wenn es in das Grundwasser gelange. Zudem schade es dem Ackerland.

 

12. November 2015

Studie: Misstrauen zwischen Juden und Arabern

Am Dienstag veröffentlichte das Israelische Demokratie-Institut (IDI) die Ergebnisse seiner alljährlichen Umfrage. Dieser Demokratie-Index zeigt, dass mit 59,3 Prozent eine klare Mehrheit der Landesbürger findet, die Araber des jüdischen Staates seien diskriminiert. Mit 36 Prozent erklärte über ein Drittel der Juden, nicht neben einer arabischen Familie leben zu wollen, und 48,5 Prozent meinten, nicht neben Gastarbeitern leben zu wollen. Ähnlich lauteten die Antworten auf der arabischen Seite: Über 40 Prozent ziehen es vor, keine charedisch-orthodoxen Nachbarn zu haben, aber nur 11 Prozent der Araber meinten, es würde sie stören, neben wie auch immer gearteten Juden leben zu müssen.

Auch in politischer Hinsicht manifestiert sich die immer tiefere Spaltung zwischen den zwei Gruppen von Bürgern des gleichen Staates: Nicht weniger als 73,6 Prozent der jüdischen Israelis finden, Entscheidungen zu Fragen der nationalen Sicherheit müssten eine jüdische Mehrheit erfordern. Über 40 Prozent der jüdischen Israelis sind der Ansicht, arabische Israelis würden die Zerstörung des Staates unterstützen. Trotz alledem bezeichnen fast drei Viertel (74%) aller Israelis ihre persönliche Situation als „gut“ bis „sehr gut“.

 

29. Oktober 2015

USA frieren Gelder für Palästinenser ein

Die Hetze der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) gegen Israel hat Folgen: Die USA haben finanzielle Hilfen vorübergehend eingefroren. Das US-Repräsentantenhaus hat den Fluss von Hilfsgeldern an die Palästinensische Autonomiebehörde blockiert. Als Grund nannte es die derzeitige Anschlagswelle und Hetze gegen Israel. Damit wurden die diesjährigen vom US-Außenministerium angeforderten Hilfsgelder für die Palästinenser in Höhe von 370 Millionen Dollar vorübergehend eingefroren. Die fest zugesagten Hilfszahlungen der USA an die Palästinenser belaufen sich pro Jahr normalerweise auf 450 Millionen Dollar. Für 2015 wurden sie aufgrund des Verhaltens der PA gegen Israel im vergangenen Jahr bereits auf 370 Millionen Dollar gekürzt. Nun wurden sie ganz eingefroren, wie die Tageszeitung „Yediot Aharonot“ berichtet.

26.10.2015 Israelnetz

 

15. Oktober 2015

Vertrauen statt Angst, Liebe statt Hass

One for Israel

Bitte betet mit uns, dass der aufflammende Hass in Israel und den palästinensischen Gebieten abgekühlt wird und dass all diejenigen, die darin gefangen sind, gerettet werden. Gottes Widersacher liebt Angst, Terror und Hass. Er liebt es, Verwirrung, Zwist und Spaltung zu stiften. Er ist der Vater der Lüge und der Ankläger. Fehlende Vergebung und Bitterkeit gehören zu seinen Lieblingsstrategien, um uns herunterzuziehen und die Gläubigen untätig und gefangen zu halten. Daher müssen wir uns darauf ausrichten, das Gegenteil zu tun.

Statt vor der Angst zu kapitulieren, müssen wir voller Vertrauen den Herrn anrufen, denn er kann retten.

Statt in Hass zu verfallen, müssen wir besonders in Liebe für diejenigen beten, die voller Hass sind und anderen schaden wollen.

Statt den großen Schlagzeilen zu erlauben, uns zu trennen, müssen wir als jüdische und arabische Nachfolger mit Festigkeit für die Einheit in Jeschua einstehen.

Bitte betet, dass die Gläubigen auch in dieser schwierigen Situation in Gottes Liebe und Frieden bewahrt bleiben und nicht den Strategien Satans zur Beute werden.

 

24. September 2015

SodaStream: Hilfsangebot für syrische Flüchtlinge

Das israelische Unternehmen „SodaStream“, das die bekannten Wassersprudler herstellt, hat angeboten, in seiner neuen Fabrik in Rahat in der Negev-Wüste syrische Flüchtlinge zu beschäftigen. Die Firma und der Bürgermeister der Beduinenstadt Rahat kündigten an, sie könnten 1000 Personen oder 200 Flüchtlingsfamilien aufnehmen. Die israelische Regierung muss diesem Vorhaben noch zustimmen. Der Geschäftsführer von „SodaStream“, Daniel Birnbaum, sagte: „Als Sohn eines Holocaust-Überlebenden weigere ich mich, untätig zuzusehen, wie sich jenseits der Grenze in Syrien eine humanitäre Katastrophe abspielt.“

Weiter zitiert die Onlinezeitung Times of Israel Birnbaum: „So wie wir stets unser Bestes getan haben, um unseren palästinensischen Brüdern und Schwestern im Westjordanland zu helfen, ist die Zeit für die lokale Wirtschaft und kommunale Vertreter gekommen, sich der syrischen humanitären Krise zuzuwenden und die Initiative zu ergreifen, den Bedürftigen zu helfen. Wir können nicht erwarten, dass unsere Politiker die ganze Last der Bereitstellung von Hilfe tragen.“

 

17. September 2015

Christliche Schulen unter Druck

Seit dem Beginn des neuen Schuljahres am 1. September wird an 47 christlichen Schulen in Israel gestreikt. Betroffen sind rund 33'000 Schüler. Der Protest richtet sich gegen eine Entscheidung der israelischen Regierung, die staatliche Unterstützung für diese Schulen weiter zu kürzen. Die Schulen sehen sich außer Stande, unter diesen finanziellen Bedingungen den Betrieb aufrecht erhalten zu können. Neben den staatlichen Schulen, die zu 100 Prozent von der öffentlichen Hand finanziert werden, gibt es in Israel zahlreiche Privatschulen, die in unterschiedlichem Maße vom Staat unterstützt werden. Während jüdisch-orthodoxe Schulen zu 100 Prozent vom Staat finanziert werden, wurde die Unterstützung für christliche Schulen neu auf 29 Prozent gekürzt. Die meisten christlichen Schulen haben einen sehr guten Ruf und werden auch von vielen muslimischen Kindern besucht.

 

3. September 2015

Mehr Gemeinsamkeiten mit Evangelikalen als mit anderen Juden

Eine Studie des Pew Research Center kommt zum Schluss, dass orthodoxe amerikanische Juden in verschiedenen Bereichen deutlich mehr gemeinsam haben mit evangelikalen Christen als mit anderen amerikanischen Juden. Den beiden ersten Gruppen ist die Religion sehr wichtig (83 bzw. 86%). Dagegen gab nur jeder fünfte nicht-orthodoxe amerikanische Jude an, Religion sei ihm wichtig. Drei Viertel der befragten orthodoxen Juden und evangelikalen Christen besuchen mindestens einmal im Monat einen Gottesdienst und sind der Meinung, Gott habe dem jüdischen Volk das Land Israel gegeben. Bei den übrigen amerikanischen Juden wird diese Ansicht nur von 35 Prozent der Befragten vertreten. Die gleiche Übereinstimmung zeigt sich auch in politischen Fragen.

 

27. August 2015

Illegale Einwanderer freilassen

Am 11. August entschied das Oberste Gericht Israels in der Frage, ob das geltende Gesetz gegen illegale Einwanderung Grundrechte in unverhältnismäßiger Weise verletzt. Das Gericht erklärte das Gesetz für verfassungskonform; einzig die Internierung von illegalen Einwanderern während 20 Monaten bezeichnete es als verfassungswidrig. Die Höchstdauer wurde auf zwölf Monate reduziert.

Der Hintergrund: In Israel leben nach Schätzungen 47'000 illegale Einwanderer, die vor allem aus Afrika stammen. 1700 – nach manchen Berichten 2500 – von ihnen werden im Internierungslager Holot im Süden Israels festgehalten. Rund 1200 von ihnen sind schon über ein Jahr dort und müssen nun innerhalb von 15 Tagen freigelassen werden, wie das Gericht entschied. Die meisten illegalen Einwanderer stellen in Israel einen Asylantrag, aber Israel gewährte weniger als einem Prozent von ihnen Asyl, seit 2009 sogar nur 0,15 Prozent.

 

20. August 2015

Film: „Helden, die keine sein wollten“

Der 2. Weltkrieg – ein düsteres Kapitel in der Menschheitsgeschichte. Verrat, Diskriminierung, Verfolgung und totale Vernichtung. Doch mitten in der Dunkelheit finden sich auch Lichter der Hoffnung – Menschen, die sich unter Todesgefahr für Verfolgte einsetzten. Mitten in Frankreich auf dem „Plateau du Vivarais-Lignon“ wurden über 3000 jüdische Flüchtlinge und andere Verfolgte vor dem sicheren Tod durch die Nazis und deren Kollaborateure gerettet – ein Beispiel außergewöhnlicher Zivilcourage. Ein schweizerisches Filmteam ging auf Spurensuche. Der Filmtrailer gibt einen kleinen Einblick (Wochenlink). 

Der Film ist in der Schweiz zu sehen:

Mo 21. September 2015, 20.30 Uhr, Kino Küchlin 4, in Basel

Di 22. September 2015, 20.45 Uhr, Kino Movie 1, in Zürich

Do 24. September 2015, 20.30 Uhr, Kino Westside 5, in Bern

Eintritt CHF 16.00, Reservationen bis 3 Tage vor der Vorführung bei www.gokino.ch/de/programs(Kreditkarte notwendig; im Notfall Ticket-Bestellung per Email: mail@visualproductions.biz).

 

6. August 2015

Über die Gefahr, das jüdische Volk mehr zu lieben als den jüdischen Messias

Blog-Eintrag von Eitan Bar, One for Israel Internet-Arbeit

Bitte lieben Sie uns (das jüdische Volk) nicht mehr als Ihren jüdischen Messias! – Was ich damit meine? Ich bin ein jüdischer, in Israel geborener Nachfolger von Jeschua, dem Messias, also einer von etwa 7000. Teil des „Überrests“ (Röm. 11,1-6) zu sein, ist keine einfache Sache. Einerseits sehen viele Juden (die über Jeschua nur wissen, was ihnen die Rabbiner gesagt haben) in mir einen Verräter, der sein Erbe verlassen und sich einem heidnischen Gott angeschlossen hat. Andererseits sind heute immer mehr Christen in ihrem Verständnis von Gottes Plan für Israel geprägt von dem, was sie in den Nachrichten über Israel hören oder sehen – nicht sehr vorteilhaft. Da ist es sehr ermutigend, dass es doch immer noch viele christliche Glaubensgeschwister gibt, die Israel lieben und unterstützen. Sehr betrübt hat mich aber, als ich hörte, dass manche Christen mein Land so sehr lieben, dass sie meinen, das jüdische Volk brauche Jeschua nicht, um gerettet zu werden! Israel mag großartig sein, aber es ist nicht perfekt – wir brauchen Vergebung für unsere Sünden, wie alle anderen auch. Alles andere verdammt uns zu einer Ewigkeit getrennt von Gott.

Deshalb, liebe Christen, bitte ich euch als israelisch-jüdischer Nachfolger von Jeschua, uns Juden nicht in die Hölle zu lieben, sondern uns im biblischen Sinn zur Eifersucht zu provozieren (Röm. 11,11). Glauben Sie mir, ich bin ein lebendiges Beispiel, dass es vor 16 Jahren funktioniert hat und heute immer noch funktioniert!

Ganzer Blog auf Englisch: http://www.oneforisrael.org/blog/390-the-risk-of-loving-the-jewish-people-more-than-you-love-the-jewish-messiah

 

23. Juli 2015

Weiterhin keine Zivilehe in Israel

Anfang Juli kam es in der Knesset, dem israelischen Parlament, zur Abstimmung über die Einführung der Zivilehe. Die Mehrheit lehnte eine Gesetzesänderung ab. Somit bleibt in Israel alles beim Alten: Paare können nur in religiösen Einrichtungen heiraten. Eine Zivilehe gibt es nur, wenn beide Partner keine Juden sind. Wenn Juden eine Zivilheirat wünschen, müssen sie für die Zeremonie ins Ausland reisen. Will ein jüdischer einen nichtjüdischen Partner heiraten, müssen sie dazu ins Ausland reisen. Religiöse Juden befürchten, dass sich mit der Einrichtung einer Zivilehe noch viel mehr Juden assimilieren würden. In den USA beispielsweise gehen dem jüdischen Volk durch Mischehen jedes Jahr mehrere Zehntausend Menschen „verloren“.

 

16. Juli 2015

Drohungen gegen Christen in Jerusalem

In den vergangenen Wochen tauchten in Jerusalem Flugblätter auf, in denen der „Islamische Staat in Palästina“, ein Ableger des „Islamischen Staates“ (IS), den Christen in Jerusalem den Tod androhte. In dem arabischsprachigen Flugblatt werden die Christen Jerusalems aufgefordert, die Stadt bis zum Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan, dem Id el-Fitr-Fest am 18. Juli, zu verlassen. Andernfalls drohe ihnen die Vernichtung.

Die Schriften wurden im arabischen Viertel Beit Chanina im Norden Jerusalems verbreitet. Auf ihnen war die schwarze Flagge des IS abgedruckt sowie die Drohung, dass erst die Viertel Schuafat und Beit Chanina von Christen gesäubert werden sollten. Danach sei die Grabeskirche in der Altstadt Jerusalems an der Reihe. Wir bitten Gott um seinen Schutz für die Christen im Heiligen Land.

 

25. Juni 2015

Brandanschlag auf Brotvermehrungskirche

In der Nacht zum vergangenen Donnerstag haben Unbekannte einen Brand in der berühmten Brotvermehrungskirche in Tabgha am See Genezareth gelegt und auf Hebräisch Schmierereien hinterlassen: „Götzendiener werden ausgerottet“. Ein 75 Jahre alter Priester und eine 19-jährige Volontärin erlitten leichte Rauchvergiftungen. Fünf Teams der Feuerwehr von Tiberias waren schnell zur Stelle und konnten den Brand unter Kontrolle bringen, ehe er auf das Kirchengebäude übergegriffen hatte. Der Empfangsraum, ein Andenkenladen und ein Büro der deutschen Benediktiner wurden durch die Flammen zerstört.

Am vergangenen Donnerstag beherrschte der Überfall die Nachrichten in den israelischen Medien. Innerhalb von Stunden hatte die Polizei eine Gruppe von 16 Talmudschülern aus dem Zentrum Israels verhört und wieder freigelassen, weil sich kein Zusammenhang zu der Tat herstellen ließ. Der zuständige Minister wies die Polizei an, der Aufklärung dieser Kirchenschändung höchste Priorität einzuräumen. Premierminister Benjamin Netanjahu verurteilte die Schändung mit scharfen Worten und wies seinen Geheimdienstchef Josef Pardo an, mit dem Inlandsgeheimdienst Schabak die Täter ausfindig zu machen.

 

18. Juni 2015

Zwei-Staaten-Lösung würde Israelis und Palästinensern Milliarden bringen

Eine Zwei-Staaten-Lösung könnte Israelis und Palästinensern Vorteile in Milliardenhöhe bringen. Das geht aus einer Studie der US-amerikanischen Denkfabrik „Rand Corporation“ hervor, die am 8. Juni veröffentlicht wurde. Forscher haben die Auswirkungen von fünf Szenarien auf die Wirtschaftslage von Israelis und Palästinensern untersucht. Sie prüften die Folgen einer Zwei-Staaten-Lösung, eines einseitigen koordinierten Rückzug Israels, eines einseitigen unkoordinierten Rückzug Israels, eines gewaltlosen palästinensischen Widerstandes sowie eines gewalttätigen Aufstandes gegen den jüdischen Staat.

Bei dem Vergleich der Alternativen mit dem Status quo spielten Faktoren wie Handelsbeziehungen, Ausgaben für Verteidigung, internationaler Boykott gegen Israel, Tourismus, palästinensische Häftlinge in Israel sowie Kosten für eine Umsiedelung der im Westjordanland lebenden Israelis eine Rolle. Für den Vergleich haben die Forscher einen „Konfliktkosten-Kalkulator“ entwickelt. Die wirtschaftlichen Vorteile für beide Seiten sind demnach bei einer Zwei-Staaten-Lösung mit Abstand am größten. Der israelischen Wirtschaft würde eine Zwei-Staaten-Lösung innerhalb von zehn Jahren Gewinne von mehr als 120 Milliarden Dollar einbringen. Die Palästinenser würden rund 50 Milliarden Dollar Gewinn machen. Ihr durchschnittliches Pro-Kopf-Einkommen würde um 36 Prozent steigen, das der Israelis um 5 Prozent.

09.06.2015 Israelnetz

 

4. Juni 2015

Berufung von Jurek Schulz in den Hauptvorstand der Evangelischen Allianz

Am 1. Juni gab die Deutsche Evangelische Allianz bekannt, dass Jurek Schulz in das Leitungsgremium der Deutschen Evangelischen Allianz, den Hauptvorstand, berufen wurde. Dieser umfasst erstmals 70 Mitglieder, darunter zehn Neuberufene, die wie Jurek Schulz dazu beitragen sollen, das bestehende Netzwerk der Evangelischen Allianz zu stärken und noch tragfähiger zu machen. In der Pressemitteilung anlässlich der Neuberufungen wird betont, mit Jurek Schulz ziehe erstmals ein Mitglied der jüdisch-messianischen Bewegung in Deutschland in das Leitungsgremium ein. Ekkehart Vetter, der zweite Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz, zeigte sich erfreut, dass Jurek Schulz die Berufung angenommen habe. „Juden, die an Jesus Christus als ihren Messias glauben und dies auch öffentlich bezeugen, gehören von Anfang an zur Kirche Jesu Christi. Dabei ist die Zusammengehörigkeit von Judenchristen und Heidenchristen schon in den neutestamentlichen Gemeinden von grundlegender Bedeutung“, so Vetter. Die Christen dürften sich nie mehr von Juden abwenden, natürlich auch nicht von denen, die als Juden bewusst Jesus Christus nachfolgten.

Als amzi freuen wir uns sehr über den aussagestarken Schritt der Evangelischen Allianz, einen Vertreter der jüdisch-messianischen Bewegung in den Hauptvorstand zu berufen und damit ein deutliches Zeichen für die Einheit von jüdischen und nichtjüdischen Jesusnachfolgern zu setzen.

 

28. Mai 2015

Hitzewelle in Israel

Eine rekordverdächtige Hitzewelle hat in Israel zu Wald- und Buschbränden, verspäteten Flügen und zahlreichen medizinischen Notfällen geführt. Gestern stiegen die Temperaturen in Tel Aviv auf 42ºC, in Haifa auf 39ºC und in Jerusalem auf 37ºC. In Ra’anana im Zentrum Israels kam es zu einem Stromausfall; wahrscheinlich weil die starken Winde Stromleitungen beschädigt hatten. Am Ben-Gurion-Flughafen führte die Hitze zu Verspätungen. Die Eisenbahn musste die Höchstgeschwindigkeit auf 80 Kilometer pro Stunde begrenzen. Im ganzen Land standen 600 Feuerwehrleute in Alarmbereitschaft; ebenso zwölf Löschflugzeuge. Heute haben sich die Temperaturen wieder normalisiert.

 

15. Mai 2015

Diskussion über Rassismus gegen äthiopische Israelis

Am vergangenen Dienstag wurden im Rahmen der Parlamentsdiskussion zum Thema Rassismus auch Israelis mit äthiopischer Abstammung angehört. Yitzhak Hizkiyahu, ein 35-Jähriger aus Tel Aviv, der im Alter von sechs Monaten als äthiopischer Jude nach Israel kam, erzählte von einer erniedrigenden Erfahrung: „Ich stand im Innenministerium in der Warteschlange, als ein Polizist zu mir kam, mir auf die Schulter klopfte und auf Englisch zu mir sagte: ‚Geh nach Hause, es gibt heute kein Visum für dich!’“ Hizkiyahu beklagt sich gegenüber Ynet News, sie würden oft wie illegale Einwanderer behandelt. Er schildert ein weiteres Erlebnis. Zusammen mit seinen Brüdern sei er auf der Autobahn gefahren, als ihnen ein anderer Wagen den Weg abschnitt und sie zu einer Vollbremsung zwang. Als sie im Schock auf dem Pannenstreifen standen, kamen Polizisten in Zivil aus dem anderen Auto und fragten: „Seid ihr Eritreer?“ Obwohl die Brüder sich ausweisen konnten, riefen sie drei weitere Streifenwagen und hielten Hizkiyahu und seine Brüder einen halbe Stunde lang auf. Als der älteste Bruder sagte: „Ich schäme mich, dass ich nach so vielen Jahren noch so behandelt werde“, meinte ein Polizist: „Wenn es dir nicht passt, geh doch nach Äthiopien zurück!“

Premierminister Benjamin Netanjahu versprach, die Regierung werde zeitnah einen Vorschlag ausarbeiten, um den Rassismus in den Griff zu bekommen.

 

7. Mai 2015

Älteste Abschrift der Zehn Gebote erstmals in Israel ausgestellt

Zum ersten Mal ist die älteste komplett erhaltene Abschrift der Zehn Gebote in Israel zu sehen. Das Israel-Museum zeigt die Schriftrolle zwei Wochen lang. Die zweitausend Jahre alte Abschrift der Zehn Gebote gehört zu den Qumran-Rollen, die Mitte des vergangenen Jahrhunderts in der Nähe des Toten Meeres entdeckt wurden. Da die Abschrift so empfindlich ist, wird sie nur für zwei Wochen im Israel-Museum in Jerusalem ausgestellt sein. Anschließend wird die Schriftrolle wieder in einem komplett dunklen und klimakontrollierten Raum aufbewahrt.

Die Schriftrolle gehört zu 14 altertümlichen Gegenständen der Ausstellung „Eine kurze Geschichte der Menschheit“. Welche Bedeutung die Zehn Gebote für die Menschheit haben, fasst die Kuratorin der Ausstellung, Tania Coen-Uzzielli, gegenüber der Nachrichtenagentur Associated Press zusammen: „Wenn Sie über allgemeingültige Gesetze nachdenken, über allgemeingültige ethische Prinzipien, dann ist dies das erste Gesetz, das Ihnen einfällt.“

06.05.2015 Israelnetz

National Geographic: Die Schriftrollen vom Toten Meer (Englisch): http://channel.nationalgeographic.com/the-truth-behind/videos/dead-sea-scrolls/

 

 

30. April 2015

Araber protestieren gegen Wohnungspolitik

„Kampagne für unsere Häuser“ – unter diesem Motto stand am Dienstagabend eine Protestkundgebung in Tel Aviv, die israelische Araber organisiert hatten. Mehrere Tausend Demonstranten kamen dafür auf den Rabinplatz. Sie kritisierten Pläne der Regierung, illegal errichtete Gebäude in arabischen Städten abzureißen. Die Bürokratie hindere Araber daran, Wohnprojekte auf korrektem Wege zu verwirklichen, lautete ein Vorwurf gemäß der Onlinezeitung „Times of Israel“. Die Teilnehmer forderten zudem die Anerkennung illegaler Beduinengemeinden im Negev.

Die Küstenmetropole Tel Aviv hatten die Organisatoren gewählt, um die jüdische Gemeinschaft auf die Missstände aufmerksam zu machen. Die Juden müssten mit der arabischen Gemeinschaft zusammenstehen „gegen die destruktive und provokative Politik der Regierung Netanjahu, die versucht, eine Konfrontation herbeizuführen“, hieß es laut der Tageszeitung „Ha‘aretz“. „Das Recht auf ein Dach ist ein Grundrecht für jeden Bürger.“ Dies müsse der Staat respektieren.

In den arabischen Städten und Ortschaften in Nordisrael beteiligten sich zudem Geschäfte, Schulen und Firmen an einem eintägigen Generalstreik. Sie protestierten ebenfalls gegen die Hauszerstörungen. Weitere Kritikpunkte waren die Beschlagnahme von Land und Ungerechtigkeit in der Rechtsprechung.

29.04.2015 Israelnetz

 

23. April 2015

Am Kirchentag unerwünscht

Der Kirchentag hat entschieden, dass messianische Juden aus Deutschland sich auf dem Kirchentag nicht präsentieren können. Sie dürfen kommen, aber nicht erklären, wer sie sind. Anders gesagt: Jesus dürfte am Kirchentag teilnehmen, aber er dürfte auf keinen Fall sagen, dass er der Messias Israels und der Retter aller Menschen ist. Dennoch können Kirchentagsbesucher und Unterstützer den messianischen Juden ihre Solidarität zeigen. Am Samstag des Kirchentages, am 6. Juni 2015, laden die drei jüdisch-messianischen Gemeinden in Stuttgart zu einem Offenen Schabbat-Gottesdienst mit anschließendem Gesprächsforum ein. Der Gottesdienst beginnt um 12 Uhr und findet in der Israelitischen-Messianischen Gemeinde „Adon Jeschua“ in der Mainstraße 69 in 70376 Stuttgart-Münster statt.

Evangeliumsdienst für Israel, Ostfildern

 

9. April 2015

Missionstätigkeit verbieten

Nach Meldungen verschiedener israelischer Zeitungen hat die Antimissions-Bewegung Yad L’Achim allen religiösen Mitgliedern des israelischen Parlaments einen Brief geschrieben, in dem sie die Knessetabgeordneten dringend bittet, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um das „Missionsgesetz“ zu „korrigieren“. Gegenwärtig verbietet das Gesetz Missionstätigkeit unter Minderjährigen sowie missionarische Aktivitäten, wenn irgendein Vorteil versprochen wird. Yad L’Achim ist überzeugt, dass dieses Gesetz zu wenig streng durchgesetzt werde und dass Familien mit finanziellen Schwierigkeit „leichte Beute“ für Missionare sein könnten. Die Organisation drängt deshalb darauf, jede Missionstätigkeit zu verbieten.

08.04.2015 Caspari Media Review

 

2. April 2015

Pessach (4.–10. April 2015)

Das Passahfest beginnt am 14. Nissan mit dem Sederabend, der in diesem Jahr auf den Abend von Karfreitag fällt. Verschiedene Speisen erinnern daran, wie der Engel des Herrn vor dem Auszug aus Ägypten die Erstgeburt der Israeliten verschonte: Ein Lammknochen erinnert an das geschlachtete Lamm, die Matzen (ungesäuertes Brot) an den schnellen Auszug, die Bitterkräuter an das harte Leben in Ägypten.

Während des Passahmahls setzte Jesus das Abendmahl und den Neuen Bund ein. In seinem Tod ist das Passahfest erfüllt, weil er als das geopferte Passahlamm unsere Sünden trug (Jes. 53; Joh. 1,29.35.36). Wir beten, dass Jesus suchenden Menschen während der Passahfeier begegnet.

 

26. März 2015

Situation arabisch-christlicher Soldaten

Ein Zeitungsartikel (Yediot Ahronot 16.03.2015) berichtet von den verbalen und körperlichen Angriffen gegen viele arabisch-christliche Soldaten der Israelischen Armee (IDF), die aufgrund ihres Militärdienstes verflucht, bedroht und manchmal sogar geschlagen und mit Steinen beworfen werden. Die Täter sind in der Regel muslimische Nachbarn der Soldaten, die diese als Verräter ansehen.

In einigen Fällen hat die IDF diesen Soldaten erlaubt, in Zivilkleidung und ohne ihr Gewehr nach Hause zu gehen, aber „das ist nicht logisch“, sagt Fadi, einer von denen, die interviewt wurden. „Es gibt niemanden im Dorf, der nicht weiß, dass ich in der IDF diene, und in Jeans statt in Uniform nach Hause zu kommen, löst das Problem nicht.“ Er und einige seiner Freunde beschlossen, weiterhin öffentlich Uniformen zu tragen, denn „wenn wir Soldaten sind, dann sind wir es ganz“. Sie sind auch sehr besorgt um ihre Familien, da diese oft ebenfalls bedroht werden.

24.03.15 Caspari Media Review

 

19. März 2015

Stadt für palästinensische Ex-Häftlinge

Am Montag legten katarische und palästinensische Vertreter im Gazastreifen den Grundstein für eine neue Stadt, in der in Zukunft Palästinenser wohnen sollen, die aus israelischer Haft entlassen wurden. Wohnungsbauminister Mufid al-Hasajneh sagte laut der palästinensischen Nachrichtenagentur Ma‘an bei der Zeremonie, das Projekt werde zwölf Hektar Land und 28 Gebäude mit 360 Wohneinheiten umfassen. Der Minister lobte die Bemühungen des ehemaligen katarischen Emirs, Scheich Hamad Bin Chalifa, das Leiden der Menschen in Gaza zu mildern. Katar hatte im vergangenen Jahr 1 Milliarde US-Dollar Aufbauhilfe für den Gazastreifen versprochen.

 

12. Februar 2015

Früherer Oberrabbiner wegen Korruption angeklagt

Die Staatsanwaltschaft in Jerusalem hat am vergangenen Dienstag gegen Yona Metzger, den früheren aschkenasischen Oberrabbiner, Anklage erhoben. Metzger werden unter anderem Betrug, die Annahme von Bestechungsgeldern, der Missbrauch von Spendengeldern sowie Geldwäsche vorgeworfen. Er soll Schmiergelder in der Höhe von umgerechnet rund 1,6 Millionen Euro angenommen haben. Als Gegenleistung soll Metzger seinen Einfluss bei der Ernennung von Rabbinern geltend gemacht oder bei der Konvertierung zum Judentum geholfen haben. So soll Metzger im Jahr 2011 gegen Geld der Tochter und dem Sohn eines russischen Geschäftsmannes geholfen haben, zum Judentum überzutreten. Er habe dem Geschäftsmann einen Rabbiner im Ausland empfohlen. Sowohl dieser Rabbiner als auch Metzger hätten dafür 180’000 USD erhalten.

Die Bestechungsvorwürfe gegen Metzger waren im Juni 2013 laut geworden. Der Oberrabbiner hatte seine Unschuld beteuert, sein Amt aber vorerst niedergelegt.

 

5. Februar 2015

Drosselung der Stromlieferung

Weil die Palästinensische Autonomiebehörde Stromrechnungen in der Höhe von 1,8 Mia. Schekel (400 Mio. EUR/ 430 Mio. CHF) nicht beglichen hat, drosselt der israelische Stromversorger IEC (Israel Electric Corporation) seit Ende Januar jeweils vormittags und nachmittags während einer Stunde die Stromlieferung in die Palästinensergebiete um 50 Prozent. Die IEC erklärte gegenüber israelischen Zeitungen: „Die IEC hat die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) und andere zuständige Regierungsministerien der PA über deren Schulden von 1,8 Mia. Schekel über eine lange Zeit aufmerksam gemacht. Bis jetzt ist noch keine Möglichkeit gefunden worden, diese zu begleichen.“ Außerdem betonte die IEC, sie habe selbst während des Gaza-Konfliktes im vergangenen Sommer dem Gazastreifen Elektrizität zur Verfügung gestellt und die durch Kriegshandlungen zerstörte Infrastruktur auf beiden Seiten repariert.

 

29. Januar 2015

Deutsche betrachten Israel kritisch

Die Bertelsmann-Stiftung veröffentlichte eine Studie mit dem Titel „Deutschland und Israel heute: Verbindende Vergangenheit, trennende Gegenwart?“. Die Ergebnisse zeigen, dass Deutsche Israel deutlich kritischer sehen als umgekehrt. 36 Prozent der Deutschen haben eine gute Meinung, 48 Prozent hingegen haben eine schlechte Meinung über Israel. Unter den 18- bis 29-Jährigen sind es sogar 54 Prozent. Deutlich ablehnend ist die Haltung zur israelischen Regierung: 62 Prozent der Deutschen bewerten sie negativ.

Der Studie zufolge bestimmt die Wahrnehmung des israelisch-palästinensischen Konflikts zunehmend das Israel-Bild der Deutschen. Zwar meinen Israelis (74 Prozent) und Deutsche (61 Prozent) mehrheitlich, aus der Geschichte ergebe sich eine besondere Verantwortung Deutschlands. Auseinander gehen jedoch die Erwartungen, wie die deutsche Politik diese Verantwortung wahrnehmen soll. So erhoffen sich 84 Prozent der Israelis von der Bundesregierung eine politische Unterstützung ihrer Position im Nahostkonflikt. Jeder zweite Deutsche lehnt dies allerdings ab. 82 Prozent der Israelis wünschen sich deutsche Waffenlieferungen an ihr Land. 68 Prozent der befragten Deutschen sind dagegen.

Zur Studie der Bertelsmann-Stiftung

 

22. Januar 2015

Ein Jude, der an Jesus glaubt, ist ein Jude

Eine Gruppe von jungen messianisch-jüdischen Israelis hat eine Medienkampagne gestartet, um klarzustellen, dass sie nach wie vor ein fester Bestandteil der jüdischen Nation und des Staates Israel sind, auch wenn sie an Jesus glauben. Die Gruppe hat unter dem Titel „Wir sind Israel“ eine hebräischsprachige Webseite eingerichtet, auf der sie erklärt, weshalb ein Jude, der an Jesus glaubt, immer noch ein Jude ist.

„Bewirkt der Glaube an den jüdischen Jesus von Nazareth, dass ein Jude zu einer anderen Religion wechselt?“, fragte die Gruppe. „Das Projekt ‚Wir sind Israel’ wurde gegründet, um diese und andere Fragen zu beantworten und Jesus von Nazareth historisch und lebendig darzustellen.“ Als Startschuss ihrer Kampagne hat die Gruppe ein Video bei YouTube veröffentlicht, in dem wahre Begebenheiten nachgespielt wurden (http://youtu.be/Jz9rVpwVxXA).

 

15. Januar 2015

Unterschiedliche Ansichten

Eine Reihe von Meinungsumfragen in Israel und unter amerikanischen Juden brachte zum Vorschein, dass Papst Franziskus bei der Hälfte der Israelis Zustimmung findet, während 67 Prozent der Befragten gegen die Weiterführung der Monopolstellung des Oberrabbinats sind. Andere Umfragen zeigten Zustimmung für ein „liberales, pluralistisches System“. Jüdische Gemeindeleiter außerhalb Israels waren über Denominationsgrenzen hinweg unzufrieden mit dem Rabbinat und mit dem Status der nicht-orthodoxen Denominationen in Israel. Sie waren auch der Meinung, es sollte nicht viele Gesetze über die Einhaltung des Schabbats oder die Essensregeln geben. Die Kluft unterschiedlicher Ansichten besteht also nicht zwischen der öffentlichen Meinung in Israel und derjenigen unter amerikanischen Juden, sondern zwischen der öffentlichen Meinung und der Regierung.

Jerusalem Post, 02.01.2015

 

8. Januar 2015

Heimgegangen

Im Dezember sind zwei langjährige Partner der amzi im hohen Alter heimgegangen.

Am 25. Dezember starb Victor Smadja, ein Pionier der messianischen Bewegung in Israel. Als Visionär gründete er Verlage und produzierte Hunderttausende von Büchern, um dadurch die gute Nachricht bekannt zu machen. Er organisierte Konferenzen, um die messianische Gemeinschaft zu stärken, und war mehrere Jahre lang verantwortlich für das Konferenzzentrum Beth Jedidja in Haifa.

Am 15. Dezember verstarb Hans Meyer, der langjährige Hausvater des Konferenzzentrums Beth Jedidja und Bruder des amzi-Gründers Konrad Meyer.

Wir danken Gott für den treuen Dienst der beiden Männer und beten, Gott möge ihre Ehefrauen und Angehörigen segnen und trösten.

 

18. Dezember 2014

Armutsbekämpfung stagniert

Eine Studie des israelischen „Taub-Zentrums“ zeigt auf, wie es um die finanzielle Situation der Israelis steht. Der Bericht bezeichnet die hohen Lebenshaltungskosten nach wie vor als Problem, wobei die Wohnkosten besonders ins Gewicht fallen. Bereits vor drei Jahren protestierten die Israelis gegen die hohen Lebenshaltungskosten, doch geändert hat sich bislang offenbar wenig. Viele Familien sind gezwungen, mehr auszugeben, als sie einnehmen. Bei nicht-orthodoxen Familien liege die Differenz im Schnitt bei umgerechnet 177 Euro pro Monat, bei Arabern bei 394 Euro und bei Ultra-Orthodoxen bei 658 Euro. Den Zahlen zufolge kommen nur 20 Prozent der Haushalte ohne Verschuldung aus. Die Autoren der Studie vermuten jedoch, dass viele Familien nicht deklarierte Einkommen haben oder Finanzhilfen von Verwandten erhalten, die Verschuldung also geringer ausfällt als offiziell angegeben. Das berichtet die Online-Zeitung Times of Israel. Dem Bericht zufolge liegt das Hauptproblem bei den hohen Wohnkosten: Die Preise dafür seien in den vergangenen zehn Jahren um 53 Prozent stärker gestiegen als andere Preise.

 

4. Dezember 2014

Hamas: Neu über Einheitsregierung diskutieren

Die Sechsmonatsfrist der nationalen Einheitsregierung sei ausgelaufen, erklärte der Hamas-Sprecher Sami Abu Suhri am Sonntag vor Journalisten in Gaza-Stadt. Damit sei die Interimsphase beendet. Der Dialog müsse auf nationaler Ebene wieder aufgenommen werden, um über die Zukunft der Regierung zu diskutieren. Die Hamas „ist nicht an Hetze interessiert, sondern strebt danach, die nationale Einheit aufrecht zu erhalten“, zitiert ihn die palästinensische Nachrichtenagentur Ma‘an. Abu Suhri widersprach dem Vorwurf der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), die Hamas kontrolliere den Gazastreifen.

Ein ranghoher Fatah-Vertreter widersprach Abu Suhri gegenüber Ma‘an. Es habe nie eine Vereinbarung gegeben, nach der die Regierung nur sechs Monate währen solle, sagte Faisal Abu Schahla. Die Regierung habe den Auftrag erhalten, mehrere Aufgaben „binnen mindestens sechs Monaten“ zu vollenden. Dazu gehöre auch das Abhalten von Wahlen. Hingegen sei nie vereinbart worden, dass die Einheitsregierung ende, wenn sie diese Aufgaben nicht innerhalb des Zeitrahmens erfülle.

01.12.2014 Israelnetz

 

27. November 2014

Regen und Sturm in Israel

Seit Dienstagnacht hat eine intensive Niederschlagsfront Israel überquert. Dadurch stieg das Wasser im See Genezareth um 3,5 Zentimeter, ein rekordverdächtiger Anstieg innerhalb von 24 Stunden. Allerdings erhielt das Zentrum des Landes deutlich mehr Regen als der Norden. Am meisten Niederschlag fiel im Kibbuz Tzuba westlich von Jerusalem (149 Millimeter). In Petach Tikva nördlich von Tel Aviv waren es 123 Millimeter und auch in Aschkelon noch 114 Millimeter. Der Regen führte vielerorts zu Überschwemmungen. Da die Temperaturen ungewöhnlich kühl sind, wird mit dem ersten Schnee auf dem Hermon-Berg gerechnet.

Die Winterniederschläge sind von großer Wichtigkeit für Israels Wasserversorgung. Deshalb gilt Regen als „gutes“ Wetter. Bis Mittwochabend sind in dieser „Regensaison“ in Tel Aviv schon 40 Prozent der durchschnittlichen jährlichen Regenmenge gefallen, in Jerusalem 23 Prozent und beim See Genezareth ein Fünftel. Dies ist sehr erfreulich, da die Regenphase erst begonnen hat und noch bis im Frühjahr anhält.

 

20. November 2014

Warnung als Segen

Wie Israel today meldete, hat die ultraorthodoxe Antimissions-Organisation Yad LeAchim im Internet ein Video veröffentlicht, in dem sie vor einem „gefährlichen christlichen Missions-Audioplayer“ warnen, der zurzeit in Israel verteilt werde. Dabei handelt es sich um einen MP3-Player von MegaVoice mit Zugang zu über 10'000 Audio-Dateien und dem Neuen Testament in 4600 Sprachen. Gemäß Yad LeAchim ging es in diesem Fall um ein Gerät mit dem Neuen Testament auf Hebräisch, das an israelische Soldaten verteilt wurde. MegaVoice sagte gegenüber Israel today, dieser Medienwirbel sei ein Segen für die Aktion, denn diese Warnung werde viele Leute neugierig machen, sich das Neue Testament anzuhören.

 

13. November 2014

Schweigen des UN-Sicherheitsrates kritisiert

Ron Prosor, der israelische Botschafter bei den Vereinten Nationen, kritisierte den UN-Sicherheitsrat für sein Schweigen zu den Terroranschlägen in Israel. Prosor sagte am Montag in New York: „Jeden Tag wird Israel angegriffen. Jeden Tag wächst die Menge von gewalttätigen palästinensischen Aufständischen. Und trotzdem hat diese Institution noch kein Wort ausgesprochen, um die Angriffe gegen Israel anzuprangern.“ Er fügte an: „Hetze und Terrorismus zu ignorieren, gleicht der Unterstützung für Terrorismus.“

Nach Angaben der Onlinezeitung Times of Israel beschuldigte Prosor die Palästinensische Autonomiebehörde, für die Anschläge Verantwortung zu tragen. „Diese Angriffe sind die Ergebnisse jahrelanger anti-israelischer Indoktrinierung und der Glorifizierung der sogenannten Märtyrer“, so Prosor. Die Hetze finde sich überall, in Schulen, Moscheen und in den Medien.

 

7. November 2014

Die Große Jesaja-Rolle http://dss.collections.imj.org.il/isaiah

 

7. November 2014

Rabbi ist kein Arzt

Der Oberste Gerichtshof Israels hat einer Krankenkasse Recht gegeben, die sich weigerte, für die Pflege eines gelähmten Kindes aufzukommen, weil der behandelnde Arzt der Mutter zur Abtreibung geraten hatte. Bei einer vorgeburtlichen Untersuchung wurden beim ungeborenen Kind große gesundheitliche Probleme festgestellt, worauf die Ärzte die Abtreibung empfahlen. Das Paar holte sich auch noch Rat beim angesehenen Rabbi Mordechai Eliyahu und entschied sich daraufhin gegen den Abbruch der Schwangerschaft. Nachdem das Kind dann gelähmt zur Welt gekommen war, stellte sich die Krankenkasse auf den Standpunkt, sie müsse die Pflegekosten nicht tragen, da das Paar gegen den Rat der Ärzte gehandelt hatte. Das Gericht entschied, das Paar hätte wissen müssen, dass ein Rabbi kein Arzt ist, und hätte auf die Ärzte hören sollen.

 

30. Oktober 2014

„Schleichende Intifada“ in Jerusalem?

„Es wird keinen Palästinenserstaat geben ohne Ost-Jerusalem als Hauptstadt.“ Das hat der palästinensische Premierminister Rami Hamdallah am Montag bei einem seltenen Besuch auf dem Jerusalemer Tempelberg erklärt. Unterdessen dauern die Unruhen in Jerusalem an. Medien sprechen bereits von einer „schleichenden Intifada“.

Der Politiker Dr. Meir Margalit (Meretz) meinte gegenüber der Jerusalem Post (28.10.2014), es handle sich ganz offensichtlich um eine Intifada. Allerdings gleiche diese eher der ersten als der zweiten Intifada, weil es keine Selbstmordattentäter gebe. Wie bei der ersten werden vor allem Steine und Molotow-Cocktails geworfen. Margalit sieht den Grund darin, dass die Hamas nicht Teil dieser Bewegung sei. Er zeigte sich sehr besorgt darüber, dass die Behörden von Jerusalem und die israelische Regierung ungenügend auf die Krise reagierten. Als Lösung schlägt der linke Politiker vor, Ost-Jerusalem zu einem autonomen Gebiet zu machen.

 

23. Oktober 2014

Selbstzensur bei palästinensischen Journalisten

Das Palästinensische Zentrum für Entwicklung und Medienfreiheit (MADA) befasste sich in zwei Studien mit dem Thema Selbstzensur. Mussa Rimawi, der Direktor des MADA bezeichnete Selbstzensur als „die gravierendste und gefährlichste Art der Zensur“. Nach Rimawis Beobachtung begann die Entwicklung während der Ersten Intifada Ende der 1980er-Jahre, also noch vor der Gründung der Palästinensischen Autonomiebehörde 1994. Seit der Spaltung zwischen Hamas und Fatah im Sommer 2007 sei sie „konkret und gefährlich“ eskaliert, so Rimawi gemäß der Nachrichtenagentur Ma’an. Im Rahmen der Studien gaben 80 Prozent der befragten Journalisten an, sie hätten ihre Arbeit schon mehrfach selbst zensiert oder täten dies ständig. Mehr als 68 Prozent stellten fest, ihre Arbeitgeber veröffentlichten oft Berichte von ihnen oder ihren Kollegen nicht. Dies führen sie auf die Zensur zurück. Die Restriktion sei nicht nur mit offiziellen Einrichtungen verbunden. Auch Befürchtungen, dass Gesellschaft und Herausgeber Tabuthemen nicht diskutieren wollten, spielten eine Rolle.

 

16. Oktober 2014

Altersarmut

Die Hälfte der in Israel lebenden Menschen, die über 74 Jahre alt sind, hat im vergangenen Jahr staatliche Unterstützung beantragt, teilte das Zentrale Statistikamt mit. Die Erhebung ergab, dass Senioren über 74 Jahren mit durchschnittlich 7400 Schekel (1570 EUR/ 1890 CHF) pro Monat auskommen müssen. Israel hat damit eine der höchsten Armutsraten unter Älteren im Vergleich mit anderen Staaten, die zur Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gehören. Besonders betroffen von der Altersarmut sind Menschen, die vor kurzem aus Osteuropa und den Ländern der früheren Sowjetunion eingewandert sind. Eine Ursache dafür liegt darin, dass in Israel die private Vorsorge im Vordergrund steht, während die staatliche Fürsorge im Vergleich zu anderen OECD-Ländern gering ausfällt.

 

9. Oktober 2014

Schmittahjahr bringt Mehrkosten

Das jüdische Jahr 5775, das am 25. September 2014 begann, ist ein sogenanntes Schmittahjahr, ein landwirtschaftliches Ruhejahr. Nach Gottes Anweisung in 3. Mose 25 soll das Land in jedem siebten Jahr ruhen und nicht bebaut werden. Weil jüdische Landwirte auf die Einkünfte und die Konsumenten auf die Erzeugnisse angewiesen sind, wurde schon vor einigen Jahrzehnten eine Lösung für dieses Problem gefunden. Die meisten jüdischen Landwirte überschreiben ihr Land für dieses Jahr formell einem nichtjüdischen Dritten. Diese Regelung ist vom Oberrabbinat abgesegnet. Die Kosten dafür tragen die Konsumenten und Steuerzahler; die Regierung entschädigt den landwirtschaftlichen Sektor in diesem Jahr mit 100 Millionen Schekeln (rund 21 Mio. EUR/ 26 Mio. CHF) für entstandene Mehrkosten wegen des Schmittahjahrs.

 

3. Oktober 2014

Palästinensisches Lob für Arbeit in Siedlungen

Gemäß einer Übersetzung des Online-Portals „Palestinian Media Watch“ äußerte sich die palästinensische Zeitung „Al-Hajat al-Dschadida“ lobend über die Arbeitsbedingungen für Palästinenser bei israelischen Firmen und kritisiert gleichzeitig die Zustände in palästinensischen Betrieben. Als Beleg führt die Zeitung, das offizielle Organ der Palästinensischen Autonomiebehörde, in der Ausgabe vom 21. September Gespräche mit betroffenen Arbeitern an.

Palästinenser wechselten sofort, wenn sich die Möglichkeit biete, zu israelischen Firmen. Der Lohn bei israelischen Arbeitgebern im Westjordanland sei mitunter doppelt so hoch wie bei Palästinensern. Im Agrarbereich gebe es bei Israelis einen Tageslohn von umgerechnet 20 Euro, bei Palästinensern betrage er 10 Euro. Die Autonomiebehörde habe ebenso wie Israel ein Mindestlohn-Gesetz verabschiedet, doch sie zwinge die Arbeitgeber nicht, dieses umzusetzen. Daher gäben sie den Firmeninhabern Raum, ihre Arbeiter auszunutzen, erklärt „Al-Hajat al-Dschadida“.

Nach Angaben des palästinensischen Statistikbüros arbeiten 20’000 Palästinenser in israelischen Siedlungen. Insgesamt haben demnach 96’000 Palästinenser einen israelischen Arbeitgeber. Die Arbeitslosigkeit unter Palästinensern im Westjordanland liege bei etwa 17 Prozent.

 

18. September 2014

Rosch HaSchana

Am Abend des 24. September beginnt mit Rosch HaSchana, dem Posaunenfest, das jüdische Jahr 5775. Es bildet gleichzeitig den Auftakt zu den jüdischen Herbstfesten Jom Kippur (Versöhnungstag) und Sukkot (Laubhüttenfest). An Rosch HaSchana wird das Schofar, das Widderhorn, als Weckruf geblasen. Die zehn Tage bis zum Jom Kippur gelten als Zeit der Einkehr, in der sich jeder prüfen soll, wie er zu Gott und zum Nächsten steht. Nach jüdischer Überlieferung wird an Rosch HaSchana das Buch des Lebens aufgeschlagen, in dem alle Taten des vergangenen Jahres stehen. In dieser zehntägigen Frist wird versucht, alles Schuldhafte im Verhältnis zu anderen Menschen zu klären, um in Gottes Gericht bestehen zu können. Nach rabbinischer Vorstellung wenden Umkehr, Gebet und Liebeswerke Gottes Gericht ab. Gläubige Juden hoffen in diesen Tagen, sich von der Schuld befreien zu können, um für ein weiteres Jahr ins Buch des Lebens eingeschrieben zu werden.

 

11. September 2014

Palästinenser auf den Sinai?

In israelischen und davor auch in arabischen Medien machte in den vergangenen Tagen die sensationell klingende Meldung die Runde, der ägyptische Präsident Al-Sisi habe den Palästinensern angeboten, ihnen im Norden der Sinai-Halbinsel 1600 Quadratkilometer zwischen dem Gazastreifen und der Stadt El-Arisch zu überlassen. Unter der Kontrolle der palästinensischen Verwaltungsbehörde mit Sitz in Ramallah sollten in diesem Gebiet, das fünfmal so groß wie der Gazastreifen ist, palästinensische Flüchtlinge angesiedelt und eine blühende Wirtschaft mit Touristenstränden und einem Seehafen aufgebaut werden. Im Gegenzug sollte Abbas auf die Forderung, Israel müsse sich auf die Waffenstillstandslinien von 1949 zurückziehen, verzichten. Während israelische Politiker diese Idee begrüßten, lehnte der palästinensische Präsident Mahmud Abbas sie ab, und Ägyptens Präsident Abdel Fattah Al-Sisi dementierte, je einen solchen Vorschlag gemacht zu haben.

 

28. August 2014

Wunder gegen Spende

In den vergangenen Tagen hatte die Antimissions-Organisation Yad LeAchim mit Anzeigen dafür geworben, Spenden für ihre Organisation mit Gebeten des Oberrabbiners der Stadt Ramle zu belohnen: Rabbi Yechiel Abuchatzeira würde gegen eine Spende an Yad LeAchim für einen geeigneten Ehepartner, Schwangerschaften, Wohlstand und andere Wünsche beten. Der stellvertretende Minister für Religionsangelegenheiten, Rabbi Eli Ben-Dahan, stellte klar, dass vom Staat angestellte Rabbiner nicht für Organisationen werben dürften, die der Glaubensfreiheit widersprechen. Yad LeAchim kündigte an, die Werbeaktion abzublasen.

 

21. August 2014

Hamas hat Umsturz der Palästinensischen Behörde geplant

Am Montagnachmittag ließ der israelische Shabak-Geheimdienst die Bombe platzen: Mit Hilfe von Verbindungsleuten in der Türkei, aber auch in Jordanien hat die Hamas weit verzweigte Pläne entworfen, deren letztes Ziel einerseits schockierend, dann aber auch wieder gar nicht so überraschend war: Man wollte in der palästinensischen Gesellschaft in Ostjerusalem und in der Westbank einen Umsturz herbeiführen und die Palästinensische Behörde von der Macht verdrängen. Seit Mai hat der Shabak total 93 Hamas-Aktivisten verhaftet, die im Verdacht standen, ein Netz von Zellen zu bilden, das zuerst groß angelegte Attacken gegen Israel verüben und in deren Kielwasser den Coup gegen die Palästinensische Behörde verüben sollte.

Tachles 19.08.2014

 

14. August 2014

Gewalt gegen Journalisten

Nach Angaben des Staatlichen Israelischen Pressebüros GPO sind 705 Journalisten extra nach Israel gekommen, um über die Operation „Schutzschild“ zu berichten. Nach Beginn des Waffenstillstands am Dienstag vor einer Woche sammelte das GPO Aussagen von Medienschaffenden über angebliche Belästigung durch Hamas-Aktivisten während der Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit. Als Fazit erklärte das GPO: „Journalisten sagten, sie hätten während ihrer Berichte über die Kämpfe Drohungen erhalten und seien in einigen Fällen auch Opfer von Gewalt geworden, etwa durch die Zerstörung von Ausrüstungsobjekten, weil sie kriminelle Aktivitäten der Hamas dokumentiert hatten wie das Abschießen von Raketen mitten aus zivilen Gebieten heraus.“

Auch der Auslandspresseverband kritisierte den Umgang der Hamas mit ausländischen Journalisten aufs Schärfste. In mehreren Fällen seien aus Gaza berichtende Reporter schikaniert und bedroht sowie über ihre Berichte und Informationen ausgefragt worden. Die Hamas versuche zudem, durch eine Art „Sicherheitsüberprüfung“ eine „schwarze Liste“ bestimmter Pressevertreter zu erstellen. „Ein solches Vorgehen wird von der FPA vehement abgelehnt.“

 

7. August 2014

Indischer Reporter filmt Hamas bei Raketenabschuss

Ein Reporter des indischen Privatsenders NDTV beobachtete und filmte, wie zwei Männer auf einem verlassenen Grundstück vor seinem Hotel ein blaues Zelt aufstellten und ständig hinein- und hinausgingen. „Es liegt nahe anzunehmen, dass das eine mögliche Raketen-Abschussrampe der Hamas ist“, meinte er. Für den indischen Reporter ist die Szene ein Beweis dafür, dass die Hamas Raketen aus eng bewohntem Gebiet abfeuert. Um das Zelt herum seien viele Hotels und Wohnungen angesiedelt. Bereits am Tag seiner Ankunft in dem Hotel habe er einen Raketenstart vor dem Hotel gehört, erklärt der Reporter weiter. Das Gebäude sei nach einer Angriffs-Warnung der Israelis evakuiert worden. Der Angriff sei letztlich ausgeblieben. „Aber wenn die Hamas von diesem Ort noch einmal eine Rakete abfeuert, können wir nicht sicher sein, was passieren wird.“ Genau dieser Fall tritt dann ein: Das Video zeigt, wie eine Rakete von der eben errichteten Rampe startet. Anschließend möchte der Reporter zum Abschussort gehen, doch er wird von Anwohnern dringend gebeten, dies nicht zu tun. Er zieht sich daraufhin zurück und schließt mit dem Fazit: „Sollte sich Israel dazu entschließen, das Feuer zu erwidern, hätte das ernsthafte Konsequenzen für die Sicherheit der Bewohner hier.“

http://youtu.be/A_fP6mlNSK8

 

31. Juli 2014

Die Macht der Medien

Der Gazakonflikt ist längst auch zu einem „Medienkrieg“ geworden. Da es extrem schwierig ist, Meldungen zu überprüfen, werden Tatsachen sehr unterschiedlich dargestellt. Viele Fragen bleiben offen. So hieß es etwa, Israel habe das einzige Kraftwerk von Gaza beschossen. Aus israelischen Sicherheitskreisen war zu erfahren, die israelische Armee sei im fraglichen Zeitraum in dieser Gegend nicht aktiv gewesen. Es müsse also eine vorzeitig abgestürzte Hamas-Rakete die Benzintanks entzündet haben. Dass man Bildern nicht mehr trauen kann, ist allseits bekannt. Besonders dreist ist folgender Fall: Die Organisation „Free Palestine“ hat sogar einwandfrei identifizierbare Aufnahmen einer 2011 im Westjordanland ermordeten jüdischen Siedlerfamilie verwendet, um daraus „Opfer israelischer Soldaten im Gazastreifen“ zu machen.

Weitere Informationen

 

24. Juli 2014

Feldkrankenhaus für verwundete Palästinenser

Die israelische Armee hat am Sonntagabend am Eres-Grenzübergang zum Gazastreifen ein Feldkrankenhaus errichtet, um dort verwundete Palästinenser zu versorgen. Vor allem Frauen und Kinder sollen behandelt werden; es gibt dort Röntgengeräte, ein Labor und auch einen Kreißsaal. Nach Berichten des israelischen Radios wurde das Feldspital am Mittwoch von der Hamas mit Granaten beschossen. Es wurde auch berichtet, die Hamasregierung versuche, Palästinenser davon abzuhalten, sich im israelischen Feldkrankenhaus behandeln zu lassen.

 

17. Juli 2014

Weiterhin humanitäre Hilfe aus Israel für Gaza

Die israelische humanitäre Hilfe für Gaza hält an. Deswegen bleibt laut Außenministerium Kerem Schalom, der Warenübergang zum Küstenstreifen, während der Militäroperation geöffnet. Auf diesem Wege wurden Tonnen an Lebensmitteln sowie Benzin eingeführt.

Zwei Tage nach dem Beginn der Militäroperation „Starker Fels“ lieferte Israel etwa 200 LKW-Ladungen mit Lebensmitteln und anderen Versorgungsgütern sowie Treibstoff in den Gazastreifen, gab das israelische Außenministerium bekannt. Alle Übergänge nach Israel seien am Freitag und am Sonntag geöffnet geblieben.

Die Einfuhr großer Mengen Lebensmittel wurde zwar genehmigt, um die palästinensische Bevölkerung zu versorgen. Die Einfuhrsperre für Zement, der für terroristische Zwecke verwendet werden könnte, werde jedoch aufrecht erhalten.

15.07.14 Israelnetz

 

26. Juni 2014

„Ein guter Jude kann dein Freund sein“

Traditionell werden am Vorabend des israelischen Unabhängigkeitstags beim offiziellen Staatsakt auf dem Herzl-Berg zwölf Fackeln entzündet. Die Fackeln stehen für die zwölf Stämme des Volkes Israel. Am 66. Unabhängigkeitstag des Staates Israel, der am Abend des 5. Mai begann, stand die Stellung der Frau in der israelischen Gesellschaft im Mittelpunkt der Zeremonie. Vierzehn Frauen, die sich in besonderer Weise um ihre Gesellschaft verdient gemacht haben, entzündeten die Fackeln, darunter eine Araberin aus dem Dorf Buaine Nudschaidat in Galiläa: Hindia Sliman. Im Gespräch mit Israelnetz erklärt die Araberin, warum Israel für sie kein jüdischer Staat ist und ihre Söhne beim Militär dienten.

http://www.israelnetz.com/gesellschaft/detailansicht/aktuell/ein-guter-jude-kann-dein-freund-sein-88406/#.U6qy7vl_sYQ

 

19. Juni 2014

Mutiger arabischer Teenager

Als Reaktion auf die Entführung von drei jüdischen Jugendlichen vor knapp einer Woche haben sich mehrere arabische Israeli zu Wort gemeldet und die Freilassung der Toraschüler gefordert. Für besonders viel Aufsehen sorgte die kurze Videobotschaft von Muhammad Suabi, einem 17-jährigen Muslim aus Nazareth (siehe Wochenlink). Auf Englisch, Hebräisch und Arabisch fordert er: „An die Terroristen, die unsere Jungs entführt haben: Bringt sie zurück. Und zwar sofort!“ An die israelische Regierung appelliert er: „An Bibi, unseren Premierminister und seine Regierung: Wacht auf! Und hört auf, mit Terroristen zusammenzuarbeiten. Die Palästinensische Autonomiebehörde sind die größten Terroristen.“ Weiter: „Vorgestern wurden drei israelische Kinder entführt. Morgen könnten es ich oder du sein oder jeder andere Israeli, egal ob Araber oder Jude. Unsere Feinde unterscheiden nicht zwischen Arabern und Juden, die in Israel leben. Für die sind wir alle eins, sind wir alle Israelis. Und wisst ihr was? Ich bin stolz darauf. Ich bin Israeli, und ich werde Israeli bleiben.“ Mit Nachdruck fährt er fort: „Ihr solltet sie besser zurückbringen! Israel wird hier als jüdischer, demokratischer Staat bleiben.“ Er breitet eine große Israelflagge aus und sagt schließlich in die Kamera: „Am Israel chai!“ (Das Volk Israel wird leben!)

Als Folge dieser Botschaft bekam der Jugendliche Morddrohungen; mehrere Verwandte wurden deshalb festgenommen. Ähnlich ging es einem anderen arabisch-israelischen Jugendlichen. Nachdem er ein Foto von sich mit einer israelischen Flagge und einem Schild „Bringt unsere Jungs zurück!“ bei Facebook gepostet hatte, erhielt auch er Morddrohungen.

Wir beten für die Freilassung der jüdischen Schüler.

http://youtu.be/GlwQ_lurUj8

 

12. Juni 2014

Palästinensischer Professor: Rücktritt nach Besuch in Auschwitz

Im März hatte Prof. Mohammed Dajani von der Al-Quds-Universität in Ostjerusalem eine Reise von palästinensischen Studenten ins Konzentrationslager Auschwitz geleitet, was ihm von palästinensischer Seite heftige Kritik eingebracht hatte. Da der öffentliche Druck, der bis zu Morddrohungen reichte, nicht nachließ, reichte der Professor für Amerika-Studien am 18. Mai sein Rücktrittsgesuch ein. Nach eigenen Angaben hoffte er, die Universitätsleitung würde das Gesuch ablehnen und damit öffentlich ein Zeichen für die akademische Freiheit setzen. Stattdessen erhielt er jedoch die Antwort, sein Rücktritt werde auf den 1. Juni wirksam. Dajani bezeichnete den Holocaust als Tabuthema in der palästinensischen Erinnerung, mit dem es um des Friedens und der Versöhnung willen umgehen zu lernen gelte.

 

5. Juni 2014

Evolutionstheorie neu in Israels Schulzimmern

Am vergangenen Sonntag veröffentlichte das israelische Bildungsministerium einen neuen Lehrplan für Mittelschulen, der als Neuerung auch die Evolutionstheorie beinhaltet. Bisher wurden nur Schüler mit dem Schwerpunktfach Biologie in Darwins Lehre unterrichtet, bei den übrigen beschränkte man sich auf den biblischen Bericht über den Ursprung der Menschheit. Die Evolutionstheorie soll den Schülern als Teil der allgemeinen Wissenschaft und Technik beigebracht werden. Die Theorie, dass Menschen und Affen gemeinsame Vorfahren haben, wurde aus Sorge vor Kritik durch Ultra-Orthodoxe weggelassen, so der Fernsehsender Channel 2.

 

30. Mai 2014

Bezeichnung als Apartheid-Staat unfair

Der frühere südafrikanische Staatspräsident Frederik Willem de Klerk weilte diese Woche in Israel, um die Ehrendoktorwürde der Universität Haifa entgegenzunehmen. De Klerk, der durch Verhandlungen mit Nelson Mandela in Südafrika das Apartheid-System beendet und dafür zusammen mit Mandela den Friedensnobelpreis erhalten hatte, äußerte sich im israelschen TV-Sender „Channel 2“ zu den Vorwürfen, Israel sei ein Apartheid-Staat. Dies bezeichnete er als „unfair“. Im Hinblick auf die Zukunft zeigte sich de Klerk kritisch: Ohne Friedensvereinbarung mit den Palästinensern bestehe die Gefahr, sich Richtung Apartheid zu entwickeln. Wenn es nicht zu einer Zwei-Staaten-Lösung komme, stehe Israel vor der Frage, wie es in Zukunft mit zwei Völkern in einem Staat umgehe.

 

2. Mai 2014

Israelis überdurchschnittlich liberal

Israel ist liberaler als der überwiegende Rest der Welt, wenn es um Fragen der Moral geht. Dies geht aus einer neuen Studie des Pew Research Centers hervor. Verglichen wurden die Einstelllungen der Bevölkerung in 40 Ländern weltweit. Dabei wurde gefragt, „was sie über acht viel diskutierte moralische Themen denken: außereheliche Affären, Glücksspiel, Homosexualität, Abtreibung, vorehelichen Sex, Alkoholkonsum, Scheidung und Empfängnisverhütung“, wie das Institut auf seiner Webseite veröffentlichte. Einzig hinsichtlich der Frage nach Empfängnisverhütung zeigten sich die Israelis konservativer als Menschen in anderen Ländern: 17 Prozent aller Israelis (zum Vergleich: 14% im weltweiten Durchschnitt) lehnen diese komplett ab. Andererseits empfinden nur 35 Prozent aller Israelis eine Abtreibung als moralisch inakzeptabel (zum Vergleich: 49% in den USA, 56% weltweit). In allen anderen Fragen neigten die Befragten in Israel zu einer liberalen Einstellung. Als besonders konservativ müssen der Statistik zufolge die Länder Pakistan, Ghana, die Philippinen und Indonesien gelten. Besonders liberal zeigten sich Frankreich, Spanien, die Tschechische Republik, Japan und Deutschland.

Ha’aretz, 27.04.14

 

24. April 2014

Jordanien: Zahl der Christen unter den Flüchtlingen steigt

Unter den syrischen Flüchtlingen steige die Zahl der Christen stetig, sagt der Direktor von Caritas Jordanien, Wael Suleiman. „Ihr Osterfest steht im Zeichen der Verzweiflung und der geistigen Erschöpfung. Wir hatten liturgische Feiern für Flüchtlinge geplant, mussten aber feststellen, dass ihr Gemütszustand dafür nicht der richtige ist. Denn sie sind müde und resigniert und nicht an eigens für sie organisierten Feiern interessiert, die sie an ihren Vertriebenenstatus und an das erlittene Leid erinnern“, so Suleiman. – Wir beten um Gottes Schutz für die syrischen Christen.

17.04.2014 AKREF

 

10. April 2014

Platz für neue Nachrichten an Gott

Rabbi Shmuel Rabinowitz und seine Helfer haben am vergangenen Sonntag Tausende Gebetszettel aus den Ritzen der Klagemauer entfernt. Als Rabbiner der Klagemauer ist Rabinowitz dafür verantwortlich, Platz für neue „Nachrichten an Gott“ zu schaffen. Zwei Mal im Jahr sammeln er und seine Helfer die Zettel ein: Vor dem Passahfest und vor dem jüdischen Neujahrsfest Rosch HaSchanah im Herbst. „Es ist bald Passah, und seit Monaten haben die Menschen ihre Bitten an den Schöpfer der Welt hier hineingesteckt. Wir beten, dass Gott all ihre Gebete erhört. Das ist der Ort, an dem König Salomo bat, dass Gott jedes Gebet erhört, jede Bitte von jeder Person“, sagte Rabbi Rabinowitz laut der Tageszeitung Jerusalem Post. Die Gebetszettel werden mit hölzernen Stöcken entfernt, welche zuvor in ein Ritualbad getaucht wurden. Da es in der jüdischen Religion verboten ist, Schriftstücke zu vernichten, auf denen sich der Name Gottes befindet, werden die Zettel nach ihrer Entfernung ungelesen in verschlossenen Tüten auf dem Ölberg begraben.

Viele Menschen glauben, dass die Klagemauer eine Abkürzung ihrer Gebete zu Gott sei, und stecken daher Zettel mit aufgeschriebenen Gebeten in die Ritzen. Wer nicht persönlich vor Ort ist, kann seine Gebete auch per SMS, Postbrief, Fax oder E-Mail zustellen lassen.

Israelnetz 08.04.2014

 

3. April 2014

Palästinenser in Auschwitz

Unter strengster Geheimhaltung sind erstmals 30 palästinensische Studenten nach Auschwitz gereist. In palästinensischen Medien löste die Reise scharfe Kritik aus. Die Geheimhaltung durchbrach Amira Hass, eine in Ramallah lebende israelische Journalistin der Tageszeitung Ha‘aretz. In palästinensischen Medien wird die Reise als „Verrat“ und „Normalisierung“ mit Israel kritisiert. Die palästinensische Al-Quds-Universität distanzierte sich von Professor Mohammed S. Dajani, der die Fahrt unter der Leitung von zwei Holocaustüberlebenden organisiert hatte.

Dajani war in den 1970er-Jahren 25 Jahre lang wegen seiner Aktivitäten für die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) im Libanon aus Israel verbannt. Heute ist er Professor für Amerikanische Studien an der Jerusalemer Al-Quds-Universität. 2011 beteiligte er sich an einer aufsehenerregenden Reise von Juden, Moslems und Christen aus Israel nach Auschwitz. Für ihn war das ein einschneidendes Erlebnis. Daraus entstand ein Artikel für die Tageszeitung New York Times mit dem Titel „Warum Palästinenser über den Holocaust lernen sollten“.

Die Initiative für die Reise der Palästinenser ergriffen Studenten der Al-Quds-Universität in Jerusalem, der Bir-Seit-Universität bei Ramallah, der Friedrich Schiller-Universität in Jena und der israelischen Ben-Gurion-Universität. Der Rahmen ist ein gemeinschaftliches Projekt zu Versöhnung und Konfliktlösung. 70 Studenten bewarben sich. Fünf von ihnen sprangen wegen Drucks aus ihrer Umgebung vorzeitig ab. Insgesamt gab es nur 30 Plätze.

01.04.2014 Israelnetz

 

27. März 2014

Gazastreifen bekommt Entsalzungsanlage

Vertreter der EU und des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (UNICEF) haben am vergangenen Donnerstag im Gazastreifen den Grundstein für eine Meerwasserentsalzungsanlage gelegt. Der Vertrag über den Bau der Anlage war bereits vor drei Jahren unterzeichnet worden. Für das Projekt hat die EU rund 10 Millionen Euro vorgesehen. Der Bau der Anlage bei Dir el-Balah soll 2015 abgeschlossen sein. Dann sollen rund 75’000 Menschen in Chan Junis und Rafah mit Trinkwasser über die Entsalzungsanlage versorgt werden.

„Zugang zu frischem, sauberem Wasser ist ein grundsätzliches Recht für alle. Und bisher stehen viele Menschen in Gaza einem täglichen Wassermangel gegenüber“, sagte der EU-Vertreter für die palästinensischen Gebiete, John Gatt-Rutter, bei der Grundsteinlegung. Die neue Anlage werde „viele Tausend Familien mit sauberem Wasser“ versorgen.

Der im Dezember 2011 beschlossene Bau sollte ursprünglich innerhalb von drei Jahren vollendet sein. Über den Grund der Verzögerung wurde bisher nicht berichtet. Israel hatte die Errichtung der Anlage begrüßt.

21.03.2014 Israelnetz

 

13. März 2014

Webseite für ultra-orthodoxe Arbeitsuchende

Am vergangenen Montag hat der Knesset-Ausschuss für die Integration der Ultra-Orthodoxen in die Erwerbsarbeit eine Webseite lanciert, die besonders auf arbeitsuchende ultra-orthodoxe Juden zugeschnitten ist. Rabbi Dov Lipman (Yesh Atid), der Vorsitzende des Ausschusses, meinte dazu: „Die Ultra-Orthodoxen in die Erwerbsarbeit zu integrieren, ist ein Gebot der Stunde. Wir sind überzeugt, dass es möglich ist, Torah-Studium, Arbeit und Dienst unter einen Hut zu bringen.“ Finanzminister Yair Lapid stimmte zu und fügte an, es sei entscheidend, ultra-orthodoxe Bürger zur Arbeit zu ermutigen, weil es sowohl für sie richtig sei, als auch weil die Mittelschicht nicht mehr länger für die Ultra-Orthodoxen die Rechnungen bezahlen könne.

 

6. März 2014

Großkundgebung

Am vergangenen Montag strömten gegen 500'000 ultra-orthodoxe Juden nach Jerusalem, um an einer Kundgebung gegen die allgemeine Militärdienstpflicht, ohne Ausnahme für Ultra-Orthodoxe, teilzunehmen. Dies brachte den Verkehr in und um die Stadt für Stunden zum Erliegen. Die Demonstration verlief friedlich und hatte eher einen religiösen Charakter. So gab es keine Ansprachen, sondern die Menge rezitierte zusammen mit den anwesenden Rabbinern Psalmen. Höhepunkt war, als Rabbi Reuven Elbaz die Protestierenden zum „Schma Israel“ anleitete, gefolgt vom Lied „Der Herr, er ist Gott“. Große Zustimmung fand die von den verschiedenen Räten der Tora-Weisen gemeinsam verfasste Erklärung und Aufforderung, dass sich keine Yeschiva-Studenten zur Armee einziehen lassen sollen, auch wenn ihnen dafür eine Gefängnisstrafe droht. Die Meinungen zu dieser Frage gehen in der israelischen Gesellschaft weit auseinander.

 

27. Februar 2014

Neues Gesetz unterscheidet zwischen christlichen und muslimischen Arabern

Die Knesset hat am vergangenen Montag ein Gesetz verabschiedet, das im Hinblick auf die Förderung von Minderheiten auf dem Arbeitsmarkt zwischen christlichen und muslimischen Arabern unterscheidet. Die neue Regelung wird heftig kritisiert, weil eine Spaltung der arabisch-israelischen Gesellschaft befürchtet wird. Konkret geht es darum, dass die 160'000 christlichen Araber in Israel einen eigenen Vertreter in einem Ausschuss erhalten, der sich um Chancengleichheit bei der Beschäftigung bemüht. Neben Christen und Muslimen sind auch Drusen und Tscherkessen vertreten. Likud-Politiker Yariv Lavin, der das Gesetz eingebracht hatte, bezeichnete es als einen historischen Schritt. Der arabische Abgeordnete Jamal Zahalke bezichtigte Lavin dagegen des Rassismus und Kolonialismus.

 

13. Februar 2014

Knesset bewilligt zusätzliche Gelder für Holocaust-Opfer

Am Montag sprach sich die Knesset, das israelische Parlament, dafür aus, die Unterstützung für gesetzlich anerkannte Holocaustüberlebende zu erhöhen. Das von Finanzminister Jair Lapid vorgelegte Gesetz wurde ohne Gegenstimmen angenommen. Es sieht vor, umgerechnet rund 12 Mio. Euro zusätzlich für Holocaust-Opfer bereitzustellen. In Zukunft sollen 18'500 Überlebende der Schoah umgerechnet knapp 1000 Euro jährlich zusätzliche Unterstützung erhalten. Bislang profitierten nur 6000 Israelis von dieser Einkommenshilfe. Die Zahlung für 2014 soll noch in diesem Monat erfolgen, ebenso eine rückwirkende Zahlung für 2013, wie die Zeitung Jerusalem Post berichtete.

 

6. Februar 2014

Trockener Januar

Der Januar war in Israel sehr trocken, in einigen Regionen war es sogar der trockenste Januar seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, wie der israelische Wetterdienst bekannt gab. Seit den sintflutartigen Regenfällen in der ersten Dezember-Hälfte, auf die ein heftiger Schneesturm gefolgt war, hat es kaum mehr geregnet. In Jerusalem war es mit nur einem Millimeter Niederschlag der trockenste Januar seit 1860. Der Durchschnittswert liegt bei 200 Millimetern. Die ungewöhnliche Trockenheit im Norden und in der Mitte des Landes führte dazu, dass der See Genezareth im vergangenen Monat nur um elf Zentimeter anstieg, während es im Januar 2013 rund ein Meter Anstieg gewesen war. Das Tote Meer sank um acht Zentimeter. Die Wasserentsalzungsanlagen an der Mittelmeerküste verhindern, dass es zu einer Wasserknappheit kommt.

Wasserstand im See Genezareth

 

30. Januar 2014

Schoah-Opfer brauchen Hilfe

Das Durchschnittsalter der Holocaust-Überlebenden, die in Israel leben, liegt bei 85 Jahren. Es liegt auf der Hand, dass diese Generation „wegstirbt“: Alle 45 Minuten stirbt in Israel ein Schoah-Überlebender, wie die Stiftung für die Unterstützung von Schoah-Geschädigten am Montag bekannt gab. Heute gibt es noch etwa 193'000 Überlebende in Israel, 123'000 von ihnen werden von der Stiftung unterstützt. Von den 60'000 Personen, die finanzielle Unterstützung erhalten, leben 86 Prozent von weniger als 5000 Schekel (gut 1000 Euro/ 1250 CHF) im Monat, 66 Prozent von 3000 Schekel (630 Euro/ 770 CHF) oder weniger.

Rony Kalinsky, der Leiter der Stiftung, mahnte: „Dass uns 60'000 Holocaust-Überlebende pro Jahr um Hilfe bitten, sollte für unsere Gesellschaft ein klares Zeichen sein, uns besser um ihre Bedürfnisse zu kümmern. Es bleiben vielleicht noch fünf Jahre, um diesen Menschen einen würdigen Lebensabend zu verschaffen. Heute leben viele von ihnen arm und krank in Einsamkeit, und es werden immer weniger.“

 

23. Januar 2014

Palästinenser spenden 33'000 Dollar für Flüchtlinge in Syrien

Palästinensische Kinder im Westjordanland haben 33'000 Dollar für ein Flüchtlingslager in Syrien gesammelt. Die Summe kam binnen einer Woche zusammen, nachdem sie im Raum Nablus Spendenbüchsen aufgestellt hatten. Das Geld ist für das Flüchtlingslager Jarmuk bestimmt, dessen Bewohner unter schwierigen humanitären Bedingungen leiden. Der Gouverneur von Nablus, Dschibril al-Bakri, lobte die Aktion der Kinder und dankte allen Mitwirkenden. Dies meldet die palästinensische Nachrichtenagentur „Ma‘an“.

Jarmuk befindet sich außerhalb der syrischen Hauptstadt Damaskus. Im Dezember 2012 verstärkten sich dort die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Rebellen. Im Juli 2013 begannen die regimetreuen Kämpfer eine Belagerung. Dem Bericht zufolge sind mehrere Versuche, Hilfe nach Jarmuk zu bringen, in den vergangenen Wochen wegen der Kampfhandlungen gescheitert. Doch am Montag konnten Helfer die palästinensischen Flüchtlinge mit medizinischer Ausrüstung, Lebensmitteln und Kindernahrung versorgen.

Hussam Arafat von der Organisation „Volksfront für die Befreiung Palästinas – Generalkommando“ teilte mit, 550 Körbe seien geliefert worden. Auch hätten die Helfer mehrere kranke und alte Menschen evakuiert. Die Gruppe unterstützt das Regime von Baschar al-Assad.

Israelnetz, 21.01.2014

 

9. Januar 2014

Erlass- und Sabbatjahr

Gott hat seinem Volk den Auftrag gegeben, im verheißenen Land jedes siebte Jahr als Sabbatjahr zu halten, das Land ruhen zu lassen und es nicht zu bebauen (3. Mose 25). Ebenso soll jedes siebte Jahr ein Erlassjahr sein, bei dem alle Schulden getilgt werden (5. Mose 15). Das in rund neun Monaten beginnende Jahr 5775 ist ein solches Erlass- und Sabbatjahr, auf Hebräisch Schmittah-Jahr. Da streng gläubige Juden in Israel in diesem Jahr nichts anbauen dürfen, bereiten die israelischen Behörden sich jetzt schon auf dieses Jahr vor. Außerdem gaben Eli Ben-Dahan, der stellvertretende Minister für religiöse Angelegenheiten, und Uri Orbach, Minister für Rentner, bekannt, dass die Schulden von älteren Einwohnern getilgt werden sollen, um dem biblischen Gebot zu folgen. Das Schmittah-Jahr soll es den Menschen ermöglichen, danach wieder neu zu beginnen.

 

12. Dezember 2013

Regen und Schnee

Die beiden Oberrabbiner Israels, Jitzhak Josef und David Lau, die vergangene Woche zum Gebet um Regen aufgerufen hatten, ließen nun verlauten: „Dankt nun Gott für den Regen, der gefallen ist!“ Der Regen hatte schon am vergangenen Donnerstag begonnen, doch gestern Mittwoch fegte ein richtiger Wintersturm über das Land und brachte neben Regen und Wind den höher gelegenen Orten wie Jerusalem sogar Schnee. Von Mittwochmorgen bis Donnerstagmorgen fielen in Jerusalem 103 Millimeter Niederschlag, so viel wie sonst im ganzen Monat Dezember. Durch den Schnee wurde Jerusalem lahm gelegt. Überschwemmungen führten in verschiedenen Regionen zu Behinderungen und Beschädigungen.

 

5. Dezember 2013

Gebet um Regen

Die beiden Oberrabbiner Israels, Jitzhak Josef und David Lau, haben zum Gebet um Regen aufgerufen. Heute Donnerstag soll man sich zum Gebet um Regen an der Klagemauer versammeln. Die Rabbiner entschieden, dass der fast ganz ausgebliebene Regen im Herbst und zu Beginn des Winters nach jüdischem Gesetz einer Trockenheit entspricht, die besonderes Gebet erforderlich macht. Deshalb riefen sie die Gläubigen dazu auf, ihren regelmäßigen Gebeten die Bitte um Regen anzufügen und besondere Psalmen zu rezitieren.

Nach zwei niederschlagsreichen Wintern in Folge hatten sich Israels Wasservorräte nach Angaben der Wasserbehörde erholt. Die Niederschlagsmenge in diesem Jahr liegt jedoch deutlich unter dem Mittelwert. Üblicherweise beginnt die Regenzeit in Israel Ende Oktober und dauert bis Anfang April. Auch wir beten um den dringend nötigen Regen.

 

28. November 2013

Chanukka

Gestern Abend begann Chanukka, das acht Tage dauernde Tempelweih- und Lichterfest. Der Ursprung des Chanukkafestes liegt in der Geschichte Israels. 198 v. Chr. kam Israel unter die Herrschaft der Seleukiden, die die jüdische Religion verboten. Der Höhepunkt der Unterdrückung kam, als Antiochus IV. im Tempel in Jerusalem einen Zeusaltar errichten ließ, Schweine opferte und ungestraft in das Allerheiligste des Tempels eindrang. Unter der Führung von Judas Makkabäus wurde die vielfache Übermacht des syrischen Militärs geschlagen und das jüdische Land von den Feinden befreit. Am 25. Kislew 164 v. Chr., vier Jahre nach der Schändung des Tempels, wurde das Fest der Einweihung des gereinigten Tempels gefeiert: Chanukka. Es dauerte acht Tage (2. Makk. 10,1-8).

Der Höhepunkt war das Neuanzünden des goldenen siebenarmigen Leuchters im Tempel. Bei der Reinigung des Tempels, so erzählt es der Talmud, fand sich ein Krug mit Öl, das von den Nichtjuden unberührt und damit rein geblieben war. Anstatt nur einen Tag, wie erwartet, brannte das restliche Öl im Leuchter ganze acht Tage lang, bis neues Öl nach den Vorschriften hergestellt war. Als Zeichen für dieses Wunder trägt der Chanukkaleuchter acht Arme. Jeden Tag zündet man ein Licht mehr an. Als neuntes Licht in der Mitte brennt die Dienerkerze, die dazu bestimmt ist, die anderen Lichter anzuzünden.

 

21. November 2013

Neues Adoptionsgesetz

Am 3. November wurde ein Gesetzesentwurf zur Beratung an die Knesset überwiesen, der es nichtorthodoxen israelischen Eltern erlauben soll, nichtjüdische Kinder zu adoptieren. Damit soll das Kindeswohl über die Religion gestellt werden. Gemäß dem noch geltenden Recht können nur orthodoxe Ehepaare nichtjüdische Kinder adoptieren, weil in diesem Fall vorausgesetzt werden kann, dass sie das Kind konvertieren lassen und unter Einhaltung aller halachischen Gesetze jüdisch erziehen. Nichtorthodoxe Ehepaare müssen entweder jüdische Kinder adoptieren oder den Beweis dafür erbringen, dass sie sich künftig an die Religionsgesetze halten, das Kind angemessen zum Judentum konvertieren lassen und es in einem religiös praktizierenden Haushalt erziehen. Der Grund dafür ist ein Passus im geltenden Recht, der verlangt, dass das adoptierte Kind der gleichen Religion angehört wie die Eltern. Im neuen Gesetzesentwurf wird das Kindeswohl höher gewichtet.

 

14. November 2013

Ein Oberrabbiner reicht

Derzeit gibt es in Israel zwei Oberrabbiner: einen aschkenasischen, der vor allem Juden osteuropäischer Herkunft vertritt, und einen sephardischen, der für orientalische Juden verantwortlich ist. Justizministerin Zippi Livni und der Minister für religiöse Angelegenheiten, Naftali Bennett, sind der Meinung, einer reiche. Deshalb haben sie am Montag einen entsprechenden Gesetzesvorschlag veröffentlicht. Gemäß der Tageszeitung Jerusalem Post begründete Livni den Antrag folgendermaßen: „Israel hat einen Premierminister, einen Staatspräsidenten, einen Präsidenten des Obersten Gerichtshofes und einen Generalstabschef der Armee. Es ist Zeit für uns, nur einen Rabbi für eine Nation zu haben. Der Staat Israel sollte einen Oberrabbiner haben, um alle Teile der israelischen Gesellschaft zu vereinen, und ein Rabbinat, das allen Teilen des jüdischen Volkes zu Diensten steht, statt ein formale, altmodische Trennung beizubehalten.“ Bennett sprach von einem wichtigen Schritt, der die nationale Einheit symbolisiere: „Die einzige Frage ist, warum dies nicht früher geschehen ist. Wenn heute Aschkenasen Sepharden heiraten und Jemeniten und Menschen jeder anderen Herkunft, gibt es keinen Anlass für zwei Oberrabbiner.“

 

7. November 2013

„Antisemitismus heute – wie judenfeindlich ist Deutschland?“

Am 9. November 2013 jährt sich die Reichspogromnacht zum 75. Mal: der unheilvolle Auftakt zum Massenmord an europäischen Juden. Wie sieht es heute aus mit der Judenfeindlichkeit in Deutschland? Um diese Frage zu beantworten, begeben sich drei Autoren auf eine Reise durch Deutschland. Sie beleuchten Hintergründe und Motivationen judenfeindlicher Gesinnungen in ganz unterschiedlichen Teilen der Gesellschaft.

http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/hr/28102013-die-story-im-ersten-antisemitismus-heute-100.html

 

24. Oktober 2013

Mutige Christen

Anfang Oktober berichtete die Zeitung Yisrael HaYom über die neuesten Entwicklungen, was die Integration von christlichen Arabern in die israelische Gesellschaft betrifft. Pater Nadaf von der griechisch-orthodoxen Kirche sprach bei einer Konferenz darüber, dass die christliche Gemeinschaft in Israel viel älter sei als die muslimische arabische Gesellschaft. Christliche Araber hätten in diesem Land seit der Zeit Jesu gelebt; die muslimische Eroberung sei erst im 7. Jahrhundert nach Christus geschehen. „Wir sind keine Araber“, sagte Nadaf, „wir sind einfach Christen, die arabisch sprechen. Das Christentum kommt aus dem jüdischen Glauben und ist in der Bibel verwurzelt. Was im 7. Jahrhundert geschah, war eine arabische Eroberung, die viel Leid verursacht hat auch für die Christen.“ Nadaf wiederholte sein Argument, dass Israel der einzige Ort im Nahen Osten sei, wo die christliche Minderheit nicht verfolgt werde. Nadaf und seine Unterstützer erlebten eine Menge Widerstand aus der eigenen Gemeinschaft. „Aber wir haben die Angst überwunden. Jetzt ist es Zeit, unsere Loyalität dem Staat Israel gegenüber zu beweisen, unsere Pflicht zu tun und unsere Rechte in Anspruch zu nehmen.“ Juden und Christen kämen aus dem gleichen Bund, bekräftigte Nadaf.

 

17. Oktober 2013

Gefährliche Tunnel

Am 7. Oktober entdeckten Soldaten der israelischen Armee (ZAHAL) den Eingang eines Tunnels, den Terroristen aus dem Gazastreifen bis in die Nähe eines israelischen Dorfes gebaut hatten. Der Tunnel verläuft über etwa 1,7 Kilometer in 18 Metern Tiefe. Es ist der dritte derartige Tunnel, der im vergangenen Jahr am Sicherheitszaun zwischen Israel und dem Gazastreifen gefunden wurde.

Schmugglertunnel wie dieser wurden in der Vergangenheit von Terroristen genutzt, um Anschläge gegen Zivilisten und Armeeangehörige zu verüben – wie im Jahr 2006, als Soldaten der ZAHAL bei einer Routinepatrouille angegriffen wurden. Zwei Soldaten wurden dabei getötet, ein dritter, Gilad Shalit, als Geisel genommen.

Der Befehlshaber der Gaza-Division, Brigadegeneral Mickey Edelstein, sagte: „ZAHAL geht davon aus, dass es weitere Tunnel in der Gegend gibt, die Zivilisten und Sicherheitspersonal gefährden.“

Für den Tunnel wurden etwa 500 Tonnen Zement und Beton verbaut. Die Hamas und andere Terrororganisationen im Gazastreifen investieren Millionen von Dollar und Ressourcen, um ein gut gehendes illegales Tunnelsystem zu unterhalten, das mit Israel verbunden ist. Es gibt eindeutige Hinweise darauf, dass die Terroristen dafür systematisch Baumaterial verwenden, das von Israel als humanitäre Hilfe in den Gazastreifen gebracht wird.

 

3. Oktober 2013

Studie über amerikanische Juden

Das Pew Research Center in den USA hat in den vergangenen Tagen die Ergebnisse einer umfangreichen Umfrage unter amerikanischen Juden veröffentlicht. In den USA leben mit rund 6,8 Millionen weltweit am meisten Juden. Aus der Umfrage geht hervor, dass in den USA vor allem die jüngeren Juden Probleme haben, sich religiös zu identifizieren. Die Unterschiede zwischen den Generationen sind erheblich: 93 Prozent der jüdischen Amerikaner, die zwischen 1914 und 1927 geboren sind, geben an, religiös zu sein. Aber nur 68 Prozent der nach 1980 geborenen Juden sehen sich als religiös. Insgesamt 22 Prozent der US-Juden bezeichnen sich selbst als Atheisten, Agnostiker oder sind keine Anhänger einer bestimmten Religion. Weiter gibt ein Drittel der Juden, die in einer Mischehe leben, an, ihre Kinder nicht jüdisch-religiös zu erziehen, so die Ergebnisse der Umfrage.

Eine Entwicklung verläuft in den USA ebenso wie im Heiligen Land: Orthodoxe und ultraorthodoxe Familien haben am meisten Kinder, ihr Anteil an der jüdischen Gesamtbevölkerung nimmt stetig zu.

Link zur Studie: http://www.pewforum.org/files/2013/10/jewish-american-survey-full-report.pdf

 

26. September 2013

Palästinensische Polizei für Gewalt an friedlichen Demonstranten kritisiert

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) wirft den Sicherheitskräften der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) vor, mit Gewalt gegen friedliche Demonstranten vorgegangen zu sein. Dazu legte die Organisation am Montag einen 29-seitigen Bericht vor. Dargelegt wird u.a. der Fall, dass es am 30. Juni und 1. Juli 2012 bei friedlichen Demonstrationen in Ramallah zu Tumulten gekommen sei. Die Palästinenser protestierten gegen ein Treffen von PA-Präsident Mahmud Abbas mit einem israelischen Minister. Palästinensische Polizisten hätten auf die Teilnehmer eingeschlagen und sie angegriffen. Eine 23-jährige Frau teilte AI mit: „Ich wurde von einem Polizeioffizier in Zivil angegriffen, der mich packte, mit seinen Nägeln am Arm kratzte und mir gegen meine Beine trat … Dann wurde ich von einem Polizeioffizier in Uniform angegriffen, der mir mit einem Schlagstock auf den Kopf schlug, so dass ich auf den Boden fiel.“ Mindestens fünf Demonstranten mussten im Krankenhaus behandelt werden.

„Trotz der Ergebnisse des unabhängigen Untersuchungskomitees hat die PA keinen ihrer Polizisten oder Sicherheitskräfte wegen der begangenen Gewalt gegen friedliche Demonstranten und anderem rechtswidrigem Verhalten am 30. Juni und 1. Juli vergangenen Jahres in Ramallah strafrechtlich verfolgt“, stellt Philip Luther, der Chef von AI im Nahen Osten und Nordafrika, fest.

 

19. September 2013

Bericht über die Situation der Christen in Ägypten http://cbn.com/tv/2631059319001

 

12. September 2013

Drusen auf dem Golan

Der immer schlimmer werdende Bürgerkrieg in Syrien hat die 20'000 Drusen, die auf den Golanhöhen leben, dazu gebracht, öffentlich zu bekräftigen, dass sie lieber unter israelischer Souveränität bleiben möchten als nach Syrien zurückzukehren. Israel hatte die Golanhöhen 1967 im Sechstagekrieg erobert und den strategisch wichtigen Höhenzug 1981 annektiert. Seither zeigten sich die Golan-Drusen eher anti-israelisch, wahrscheinlich aus Furcht, eines Tages wieder unter syrischer Herrschaft zu stehen, wenn der Golan an Syrien zurückgegeben würde, wie der Sinai an Ägypten zurückgegeben wurde.

 

5. September 2013

Arbeit in Siedlungen

Eine neue Studie des palästinensischen Amtes für Statistik hat sich mit der Beschäftigungssituation in den Palästinensischen Gebieten befasst. Wenig überraschend zeigte sich, dass die Arbeitslosenrate hoch ist: 27,9 Prozent im Gazastreifen und 16,8 Prozent im Westjordanland. Von den Leuten, die eine Arbeitsstelle haben, waren im Gazastreifen 36,2 Prozent im öffentlichen Sektor angestellt, im Westjordanland 16,4 Prozent. Der durchschnittliche Tageslohn von Angestellten beträgt im Westjordanland 88,6 Schekel (CHF 23/ EUR 18), im Gazastreifen 63,2 Schekel (CHF 16/ EUR 13).

Die Zahl der Palästinenser, die in Israel (inkl. Siedlungen) arbeiten, stieg von 93'000 im ersten Quartal auf 96'000 im zweiten Quartal an, in den Siedlungen stieg die Zahl der palästinensischen Angestellten von 16'000 auf 20'000. Die meisten von ihnen arbeiten im Bausektor. Die Studie ergab, dass 34'000 Palästinenser ohne gültige Arbeitserlaubnis in Israel arbeiten. Ein weiteres Ergebnis war, dass Palästinenser in Israel (inkl. Siedlungen) mehr als doppelt so viel verdienen wie in palästinensischen Betrieben.

 

15. August 2013

Geschlechtergetrennte Klassenzimmer

Vergangene Woche kam es zu einer weiteren Runde in der zunehmend bissig geführten Debatte zwischen Religiösen und Säkularen in Israel. Ausgelöst wurde sie diesmal durch die Ankündigung des Erziehungsministeriums, in staatlich geführten religiösen Grundschulen für geschlechtergetrennte Klassenzimmer für die Sechstklässler zu sorgen. Die Kosten betragen für das kommende Schuljahr 10 Mio. Schekel (2,1 Mio. Euro/ 2,6 Mio. CHF). In den kommenden Jahren sollen die getrennten Klassenzimmer auch für vierte und fünfte Klassen eingeführt werden. Während Befürworter hoffen, dass dadurch mehr Kinder aus religiösen Familien in staatlichen Schulen bleiben, wenden Gegner ein, dies werde die Kluft zwischen säkularen und religiösen Israelis eher vergrößern, und die einseitige Unterstützung der besonderen Bedürfnisse einer Bevölkerungsgruppe sei den anderen gegenüber diskriminierend.

 

8. August 2013

Schmuggeltunnel zerstört

Col. Ahmed Mohammed Ali, ein ägyptischer Militärsprecher, gab bekannt, die ägyptische Armee habe im vergangenen Monat 102 Schmuggeltunnel in den Gazastreifen sowie 40 Lagereinrichtungen mit 2,7 Mio. Liter Treibstoff, die nach Gaza geschmuggelt werden sollten, zerstört. Außerdem seien auf der Sinai-Halbinsel 60 Terroristen getötet und 103 verhaftet worden. Gleichzeitig verloren bei diesen Aktionen auch 20 Polizei- und Armeeangehörige ihr Leben. Seit der Absetzung des ägyptischen Präsidenten Mursi am 3. Juli haben die Spannungen zwischen Ägypten und dem von der Hamas regierten Gazastreifen deutlich zugenommen.

 

2. August 2013

Friedensgespräche

Die Entwicklung der wiederaufgenommenen Nahost-Friedensgespräche ist mehr als offen. Noch vor Beginn der Gespräche in Washington berichteten Reuters und andere Medien, der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas habe am Montag vor Journalisten in Ägypten deutlich gesagt, in einem palästinensischen Staat sei kein Platz für einen einzigen Israeli, weder für Soldaten noch für Zivilisten. Alle Siedlungen jenseits der Grenzen von 1967 seien illegal.

Demgegenüber äußerte sich US-Außenminister John Kerry gestern optimistisch, dass sich beide Seiten darüber einigen könnten, 85 Prozent der israelischen Siedlungsblöcke unter israelischer Souveränität zu belassen. Dies berichteten Medien unter Bezugnahme auf US-Kongressabgeordnete.

 

18. Juli 2013

Wirbel unter christlichen Arabern

Ende Juni spitzte sich der Konflikt um Pater Gabriel Nadaf aus Nazareth zu, als das Jerusalemer Patriarchat ihm verbot, weiter mit der Presse zu sprechen, und ihm mit Kündigung drohte. Der griechisch-orthodoxe Priester hatte schon seit Monaten junge christliche Araber in Israel dazu aufgerufen, in der israelischen Armee Dienst zu tun. Dies aus der Erkenntnis, dass es der christlichen Minderheit in Israel so gut gehe wie in keinem anderen Land des Nahen Ostens und dass es daher wichtig sei für junge Christen, sich in die israelische Gesellschaft zu integrieren. Dafür wird Nadaf scharf kritisiert, findet aber unter arabisch-christlichen Israelis auch viel Zustimmung. So wurde die Gründung einer politischen Partei angekündigt: „Die Söhne des Neuen Bundes – die israelisch-christliche Partei“, die die Haltung Nadafs vertritt. Die Partei soll eine Antwort sein auf die heute aktiven arabischen Parteien, die die Anliegen der Christen ungenügend vertreten würden.

 

27. Juni 2013

Keine Ladenöffnung am Schabbat

Das Oberste Gericht Israels hat am Dienstag entschieden, dass die Stadt Tel Aviv-Jaffa die Öffnung von Lebensmittelläden am Schabbat neu regeln muss. In Israel gelten die jüdischen Feiertage und der Schabbat als Ruhetage, an denen die Öffnung von Geschäften gesetzlich verboten ist. In Tel Aviv hat sich in den vergangenen Jahren jedoch die Praxis durchgesetzt, dass zwei große Lebensmittelketten ihre Läden grundsätzlich dennoch geöffnet hatten und die Zahlung von Geldstrafen einfach in Kauf nahmen, weil sich das Geschäft lohnte. Gegen diese Praxis hatten die Betreiber kleinerer Lebensmittelgeschäfte geklagt und argumentiert, sie selbst könnten sich die Zahlung einer regelmäßigen Geldstrafe schlicht nicht leisten und die Handhabung gegenüber den Lebensmittelketten stelle daher einen unzulässigen Marktvorteil dar. Das Oberste Gericht hat nun den Klägern Recht gegeben: Ziel des Gesetzes sei es, eine Öffnung der Geschäfte am Schabbat zu verhindern, heißt es in der Urteilsbegründung. Die Stadt Tel Aviv nehme mit der von ihr angewandten Praxis nicht nur in Kauf, dass die Läden geöffnet bleiben, ja, sie profitiere sogar durch die regelmäßigen Einnahmen davon. Das Oberste Gericht hat der Stadt nun 60 Tage Zeit gegeben, eine Lösung zu finden.

 

20. Juni 2013

Weiterer „Preisschild“-Anschlag

Unter „Preisschild“-Anschlägen versteht man Gewalttaten, die sich gegen die arabisch-palästinensische Bevölkerung in Israel oder gegen die israelischen Sicherheitskräfte richten und durch radikale israelische Siedler verübt werden. Die Bezeichnung „Preisschild“ kommt daher, dass im übertragenen Sinn ein Preis gefordert wird als Vergeltung für Aktionen gegen die Siedlerbewegung.

Am Dienstag traf es das arabische Dorf Abu Gosh westlich von Jerusalem. Bei 28 Autos wurden die Reifen aufgestochen, und Wagen und Häuser wurden versprayt mit Sprüchen wie „Araber, geht nach Hause“ und „Rassismus oder Assimilation“. Abu Gosh ist bekannt für seine guten Beziehungen zu den jüdischen Nachbarn. Es ist mit seinen Restaurants ein beliebter Ausflugsort für jüdische und arabische Familien. Ein Augenzeuge erklärte gemäß der Jerusalem Post, dem Anschlag seien Auseinandersetzungen zwischen arabischen und jüdischen Jugendlichen vorausgegangen. In der Vergangenheit trafen die Anschläge auch oft Kirchen und Klöster.

 

13. Juni 2013

Geldsorgen

Nach ihrer ersten Kabinettssitzung gab die neu vereidigte Regierung der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) bekannt, dass sich die Schulden der PA auf umgerechnet 3,16 Milliarden Euro belaufen. Muhammad Mustafa, der stellvertretende Premierminister für wirtschaftliche Angelegenheiten, sprach von einer „großen finanziellen Krise“. „Wir werden anfangen, nach Einnahmequellen Ausschau zu halten“, kündigte Mustafa laut der palästinensischen Nachrichtenagentur „Ma‘an“ an. „Außerdem werden wir die Ausgaben überprüfen und Steuern einziehen, um unsere Schulden rechtzeitig zu zahlen.“ In der Vergangenheit war die Regierung mit ihrem Vorhaben gescheitert, die Einkommenssteuern zu erhöhen, um der Finanzkrise zu begegnen. Die PA ist von Geberländern und von Zolleinnahmen abhängig, die Israel erhebt und nach Ramallah überweist.

 

30. Mai 2013

Judy Pex in der Zeitung

Wie das Caspari-Center berichtet, erschien in der Lokalzeitung Yediot Eilat ein Artikel über das neue Buch von Judy Galblum-Pex über sudanesische Flüchtlinge in Israel, das vor kurzem auf Hebräisch veröffentlicht wurde. Der Artikel beschreibt, wie Judy persönlich mit den sudanesischen Flüchtlingen in Elat zu tun hat und daher in „atemberaubender“ Weise von ihrer Reise vom Sudan durch Ägypten über den Sinai bis nach Israel berichten kann. Der Journalist erklärt auch, wie Galblum-Pex aus dem Neuen und Alten Testament zitiere, entspreche ihrer „messianisch-christlichen Überzeugung“. Bei den beschriebenen Flüchtlingen handle es sich um die, die im „Shelter“, der von John und Judy Pex geführten Herberge, ankamen. Das Ehepaar Pex nennt er „messianische Christen, die alle Bedürftigen mit offenen Armen aufnehmen“. Der Journalist gesteht dem Ehepaar Pex zu, nach den Worten aus Matthäus 25,35.36.40 zu leben, und zitiert die Verse vollständig: „Denn ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir zu essen gegeben…“ Diese Worte seien zwar vor Tausenden von Jahren geschrieben worden, aber immer noch gut für diejenigen, die in ihrem Leben tun wollten, was gerecht und richtig vor Gott und Menschen sei.

Sudanesische Kinder in der Shelter-Gemeinde in Elat http://youtu.be/4q-gC-B28ro

 

23. Mai 2013

See Genezareth „voll“

In der vergangenen Woche gab es in vielen Teilen Israels nochmals Regen, und das nach einem Winter mit so viel Regen und Schnee wie seit Jahren nicht mehr. Das nasse Wetter hat den See Genezareth so weit ansteigen lassen, dass die Wasserbehörde damit beginnen kann, 1000 Kubikmeter pro Stunde aus dem See Genezareth in den Jordanfluss abzuleiten. Dadurch sollen jährlich 30 Millionen Kubikmeter Wasser zusätzlich durch den Jordan fließen, was auch den Wasserspiegel des Toten Meeres anheben wird.

Wasserstand im See Genezareth

 

16. Mai 2013

Heuschreckenplage zurück

Während der Pessach-Woche Ende März waren riesige Schwärme von Heuschrecken aus Ägypten eingefallen und, wie es schien, erfolgreich bekämpft worden. Doch nun ist die westliche Negevwüste von gegen 30 Millionen Heuschrecken bedroht. Es wird angenommen, dass die Heuschrecken im März Eier gelegt hatten, aus denen nun junge Tiere schlüpften. Diese bedrohen jetzt die landwirtschaftlichen Kulturen im Süden Israels, denn die Insekten fressen alles, was grün ist. Lior Katari vom Landwirtschaftsministerium meinte: „Zurzeit kann man sie noch relativ leicht bekämpfen, aber in wenigen Tagen werden sie flugfähig sein.“ Mit Hilfe des Militärs werden die Heuschreckenschwärme mit Pestiziden bekämpft, doch der Schaden ist jetzt schon groß.

http://youtu.be/C-RCwe3IVgQ

 

2. Mai 2013

Für palästinensische Menschenrechte

Jerusalem Institute of Justice

Während die Welt den Palästinensern sehr viel Aufmerksamkeit entgegenbringt und sie mit großen Geldsummen unterstützt, wird von ihren Führern kaum Rechenschaft gefordert oder überprüft, ob die Gelder positive Auswirkungen auf das Leben der einfachen Leute haben. Dies ist mit ein Grund, weshalb wir uns für die Menschenrechte der Palästinenser einsetzen. Wir sind erstens der Meinung, dass sie etwas Besseres verdient haben. Zweitens halten wir es für wichtig, dass wir als Israelis dieses Thema international ansprechen, um der sich schnell verbreitenden Sichtweise entgegenzutreten, dass das Verhalten Israels der Hauptgrund für das Leiden der Palästinenser sei. Calev Myers sprach dazu vergangene Woche an der „Woche für palästinensische Menschenrechte“ in Helsinki und meinte unter anderem: „Den historischen Zionismus zu vertreten und damit ganz für Israel zu sein, verträgt sich durchaus mit dem Einsatz für palästinensische Menschenrechte, denn dies wird Israel stärken, nicht schwächen.“

Referat von Calev Myers (Englisch): http://youtu.be/FkibmEIzReI

 

25. April 2013

Weiterer Schulstreit

Der israelische Erziehungsminister, Shai Piron, erklärte vor kurzem gegenüber Journalisten, seine Reformpläne sähen vor, dass ultra-orthodoxe Schulen sich weiterhin weigern könnten, Grundfächer wie Englisch und Mathematik zu unterrichten, dass ihnen in diesem Fall aber die staatliche Unterstützung gestrichen werde. Der Rat der Tora-Weisen der ultra-orthodoxen Dachorganisation Agudat Yisrael erklärte darauf: „Wir müssen den Versuchen der Behörden widerstehen, die uns, Gott bewahre, durch staatliche Gelder verführen oder durch die Drohung, diese zu streichen, Veränderungen aufzwingen wollen.“ Die Erklärung untersagt auch allen Schülern ultra-orthodoxer Schulen, einen Schulabschluss oder einen akademischen Grad anzustreben, der von Agudat Yisrael nicht anerkannt ist.

 

18. April 2013

Todesfluch

Wie Times of Israel (11.04.2013) berichtete, erhielt der neue israelische Wirtschaftsminister Naftali Bennett einen anonymen Brief mit der Botschaft, über ihm und seiner Familie sei wegen seiner politischen Haltung in einem mystischen Ritual ein Todesfluch ausgesprochen worden. Die Verfasser erklärten, sie hätten ein „Pulsa Dinura“ (Feuerpeitsche) genanntes Ritual ausgeführt, um Bennett zum baldigen Rücktritt zu zwingen. Im Brief wurde ihm verheißen, er würde wie Ariel Scharon enden, der seit einem Gehirnschlag 2006 im Koma liegt. „Von heute an wirst du keinen Frieden mehr haben, dein Leben ist ruiniert.“

Das Pulsa-Dinura-Ritual hat im jüdischen Mystizismus Tradition und wurde auch schon mehrfach gegen Politiker ausgesprochen, etwa gegen Yitzhak Rabin kurz vor seiner Ermordung, aber auch gegen Ariel Scharon, der jetzt im Koma liegt.

 

11. April 2013

Strafe für Teitel

Das sich über mehrere Jahre hinziehende Gerichtsverfahren gegen Jack (Yacov) Teitel ist mit der Verkündung des Strafmaßes zu einem vorläufigen Ende gekommen. Der Schuldspruch war schon im Januar verkündet worden. Teitel wurde wegen zweifachen Mordes, zweifachen Mordversuchs und weiteren Gewalttaten zu zweimal lebenslänglich plus 30 Jahre Gefängnisstrafe verurteilt. Den Familien der Opfer muss er 180'000 Schekel (38'000 EUR/ 46'000 CHF) sowie den Überlebenden seiner Anschläge 150'000 Schekel (31'500 EUR/ 38'400 CHF) Schmerzensgeld bezahlen. Ein solcher Überlebender ist Ami Ortiz aus Ariel. Beim Paketbombenanschlag, der gegen seinen Vater David, einen messianischen Pastor, gerichtet gewesen war, war er im März 2008 lebensgefährlich verletzt worden. Ami leidet zwar immer noch unter den Auswirkungen der erlittenen Verletzungen, kann aber wieder Basketball spielen und studiert zurzeit in den USA.

Da Jack Teitel nie Reue für seine Taten gezeigt hatte, äußerte sich Amis Mutter, Leah Ortiz, dankbar, dass dieser gefährliche Mann nun für viele Jahre hinter Gittern bleiben wird. Prof. Zeev Sternhell, ein weiterer Überlebender eines Anschlags von Teitel, unterstrich, dass dieses Urteil deutlich macht, dass politisch und ideologisch motivierte Verbrechen in Israel nicht geduldet werden.

 

21. März 2013

Protest-Chuppa

Nicht-orthodoxe jüdische Denominationen sind in Israel nicht anerkannt, was zur Folge hat, dass ein nicht-orthodoxer Rabbiner keine rechtlich geltenden Trauungen durchführen kann. Um auf diesen Mangel an Anerkennung aufmerksam zu machen, wurde am Montag vor der Knesset, dem Parlamentsgebäude, in Jerusalem eine „Protest-Chuppa“, ein Hochzeitsbaldachin, aufgestellt, unter der ein Reformrabbiner eine Trauung durchführte. Knessetmitglied Stav Shaffir, der der Zeremonie beiwohnte, fragte rhetorisch: „Wird diese Regierung unsere Religion von den monopolistischen Kräften befreien, die sie dominieren?“ Damit bezog er sich auf die Tatsache, dass die ultra-orthodoxen Parteien in der neuen Regierung nicht mehr vertreten sind, weshalb nicht-orthodoxe jüdische Strömungen auf einen Wandel hoffen.

 

14. März 2013

Regierung ohne Ultra-Orthodoxe

Während gestern Abend in Rom die Wahl des neuen Papstes bekannt gegeben wurde, kam in Israel die neue Koalitionsvereinbarung zustande. Diese umfasst neben der von Netanyahu angeführten Likud-Partei mit Yesh Atid von Yair Lapid und Beit Yehudi von Naftali Bennett zwei neue Parteien sowie weitere Kleinfraktionen. Lapid soll Finanzminister werden, Bennett Vizepremier und Wirtschafts- und Handelsminister. Neu ist vor allem, dass die ultra-orthodoxen Parteien zum ersten Mal seit Jahren in die Oppositionsrolle gedrängt werden. Entsprechend äußerte sich Arye Deri, Co-Leiter der ultra-orthodoxen Shas-Partei, sehr kritisch, er werde diese Regierung bald möglichst zu Fall bringen. Für messianische Juden könnte es positive Auswirkungen haben, wenn die ultra-orthodoxen Kräfte weniger Macht haben.

 

7. März 2013

Heuschreckenplage im Negev

Ausläufer der Heuschreckenschwärme, die zuvor in Ägypten großen Schaden angerichtet hatten, sind am Dienstag über die Sinai-Halbinsel nach Israel gekommen. Weniger als drei Wochen vor dem Passahfest, an dem sich Israel an den Auszug aus Ägypten erinnert, mutet eine Heuschreckenplage etwas seltsam an. Denn Heuschrecken waren eine der zehn Plagen, die Gott den Ägyptern geschickt hatte, weil der Pharao Gottes Volk nicht ziehen ließ.

Da Heuschrecken jeden Tag Grünzeug entsprechend ihres eigenen Körpergewichts fressen können, führen Millionen der Tiere zu kahlgefressenen Kulturen, wo immer sie einfallen. Einzig Dattelpalmen und Olivenbäume werden verschont. Deshalb begannen die Behörden am frühen Mittwochmorgen, mit Pestiziden gegen die Tiere vorzugehen, bevor sie wieder ausflogen.

http://youtu.be/2g20bxTSAqg?t=3s

 

28. Februar 2013

Glaube und Aberglaube nehmen zu

Eine Untersuchung des Samuel-Neaman-Instituts (Haifa) ergab, dass im hoch technisierten Israel immer mehr Bewohner an Irrationales glauben – also an Überzeugungen, die sich nicht wissenschaftlich begründen lassen. Dazu zählen sowohl Glaube als auch Aberglaube. Vor 15 Jahren glaubten 44 Prozent an Irrationales, nun sind es 50 Prozent. 26 Prozent der Befragten halten die Wissenschaft für mehr schädlich als nützlich.

Der Anteil der Juden, die das Kommen des Messias demnächst erwarten, stieg von 33 Prozent im Jahr 1998 auf nunmehr 44 Prozent. Dass bestimmte Menschen, insbesondere Rabbiner oder spirituelle Leiter, übernatürliche Kräfte haben, bejahten 29 Prozent. Vor 15 Jahren waren es nur 22 Prozent. Der Anteil der Juden, die an den „Bösen Blick“ oder ein Leben nach dem Tod im Himmel oder in der Hölle glauben, nahm von 42 auf 46 Prozent zu.

Was religiöse Traditionen angeht, gibt es einen gegenläufigen Trend. Demnach befürworten immer mehr Juden, dass am Schabbat öffentliche Verkehrsmittel fahren (66 Prozent) und Kinos geöffnet werden sollen (72 Prozent). Eine klare Mehrheit von 70 Prozent ist nach den Erkenntnissen der Statistiker auch für die Anerkennung einer zivilen Ehe, die nicht von den Rabbinern geschlossen werden muss.

 

21. Februar 2013

Purim

Am 24. Februar wird mit dem Purimfest Gottes Bewahrung des Volkes Israel im persischen Exil gefeiert, als es in der Gefahr stand, ausgerottet zu werden. Haman, ein Vizekanzler von König Ahasveros von Persien, wollte aufgrund seiner persönlichen Konflikte mit dem Juden Mordechai das ganze jüdische Volk vernichten (Est. 3,9). Nach einem geworfenen Los (persisch „Pur“) wurde dafür der 13. Adar bestimmt. König Ahasveros war jedoch mit der jüdischen Hadassa verheiratet, der Kusine von Mordechai. Ester, so ihr persischer Name, war mit besonderer Schönheit ausgestattet. Nachdem sie von Mordechai über die Lage informiert worden war, beschloss sie, etwas gegen dieses Vorhaben zu tun: „Wie kann ich dem Unheil zusehen, das mein Volk treffen würde?“ (Est. 8,6). Sie nahm allen Mut zusammen, fastete und trat gegen alle Regeln der Gesellschaft dem König entgegen und offenbarte ihm, dass auch sie Jüdin sei. So nahm die Geschichte eine unverhoffte Wende (siehe Buch Ester). Im Gedenken an dieses Wunder feiert man heute am 14. Adar Purim.

Königin Ester: http://youtu.be/brH_mANLa6c

 

14. Februar 2013

Englisch für Orthodoxe, Talmud für Säkulare

Yair Lapid, dessen neue Partei „Yesh Atid“ bei den israelischen Parlamentswahlen überraschend erfolgreich war und zur zweitstärksten Kraft im Parlament wurde, sprach am Montag zum ersten Mal in der Knesset. In seiner Rede machte er sich stark dafür, dass alle Einwohner des Landes gleichberechtigt die nationalen Lasten tragen. Er kritisierte, dass in manchen Gesellschaftsgruppen das Gesetz nicht wirklich gelte. Dabei bezog er sich auf arabische Städte und Dörfer, in welche sich die Polizei nicht mehr hineinwagt, auf extreme Nationalisten, die mit ihrem „Price-Tag-Vandalismus“ (Schmierereien) straflos davonkommen, sowie auf ultra-orthodoxe Kreise, die sich weigern, Militärdienst zu leisten oder einer Erwerbsarbeit nachzugehen, aber von staatlicher Unterstützung leben. Von Ultra-Orthodoxen als „Schuft, der Jeschiwas [Talmudschulen] hasst“ beschimpft, sprach sich Lapid auch dafür aus, dass orthodoxe Schüler in Englisch unterrichtet werden, während säkulare Kinder Talmud-Unterricht erhalten sollen, damit auf beiden Seiten das gegenseitige Verständnis wächst.

 

7. Februar 2013

Ultra-orthodoxe benachteiligt

Der israelische Staat versucht mit verschiedenen Maßnahmen, den Anteil der Berufstätigen unter ultra-orthodoxen Männern zu steigern. Ein Bericht des Jerusalem Institute for Israel Studies erklärt nun, dass dies gar nicht so einfach ist. Es zeigte sich, dass es für ultra-orthodoxe Juden mit einem Bachelor-Abschluss schwieriger ist, eine Arbeitsstelle zu finden, als für andere Bürger mit dem gleichen Studienabschluss. Und wenn Ultra-Orthodoxe eine Arbeit gefunden haben, verdienen sie oft weniger als gleich gestellte Mitarbeiter. Positiv sei die Entwicklung, heißt es in dem Bericht, dass die Anzahl der Ultra-Orthodoxen an Hochschulen zugenommen habe. Nun sei es wichtig, die ultra-orthodoxen Studienabgänger bei der Arbeitssuche zu unterstützen, damit jüngere Ultra-Orthodoxe sehen könnten, dass sich die Anstrengungen für eine Ausbildung lohnen.

 

31. Januar 2013

Bethlehem: Kontakt mit Israel eingeschränkt

Der Gouverneur der Provinz Bethlehem, Abdel Fattah Hamayel, hat am vergangenen Sonntag eine Anordnung erlassen, die palästinensischen Institutionen in seinem Distrikt den direkten Kontakt mit Israel verbietet. Der Befehl richtet sich gemäß eines Berichts der israelischen Zeitung Jerusalem Post an alle städtischen und gemeindlichen Behörden sowie an Nichtregierungsorganisationen und Handelsfirmen. Die Begründung lautet, die israelischen Behörden hätten den offiziellen Weg für Gespräche mit Palästinensern über das palästinensische Distrikt-Koordinations-Büro (DCO) unterlaufen. Solche direkten Kontakte seien nun verboten. Treffen oder Gespräche seien nur über die Kanäle der Palästinensischen Autonomiebehörde erlaubt. In vergangenen Jahren lautete der Vorwurf gegen Organisationen, die sich nicht an ähnliche Erlasse hielten, sie würden die „Normalisierung“ der Beziehungen zu Israel fördern.

 

24. Januar 2013

Rüge für Zerreißen des Neuen Testaments

Im vergangenen Sommer zerriss der israelische Parlamentarier Michael Ben Ari vor laufenden Fernsehkameras ein Neues Testament. Die Bibelgesellschaft hatte einigen Knessetangehörigen die neu produzierte Bibel mit Querverweisen geschenkt, was Ben Ari als Missionierung empfunden und daher so heftig reagiert hatte. Die Ethikkommission der Knesset rügte Ben Ari nun, er habe „die religiösen Gefühle von Christen und anderen Gläubigen schwerwiegend verletzt und Hass und Abscheu geweckt, wodurch ein Schatten auf die Knesset als Ganzes gefallen“ sei. Ben Ari erklärte, er habe nicht das „christliche Neue Testament zerrissen, sondern missionarisches Material zerstört [das im gleichen Buch war wie das NT], das eine protestantische Missionsorganisation verschickt hat, um Juden zu konvertieren.“

 

17. Januar 2013

Bauern aus Gaza in Israel

Anfang Januar nahmen etwa 30 Landwirte aus dem Gazastreifen an einer Landwirtschaftsmesse im Süden Israels teil. Sie sahen keine Probleme darin, nach Israel zu fahren und Geschäfte mit israelischen Firmen zu machen. „Im Gegenteil“, zitiert Yediot Aharonot palästinensische Besucher der Messe. „Unser Interesse ist es, uns weiter mit der israelischen Seite zu koordinieren und unsere Produkte nach Israel selbst zu exportieren. Wir betrachten die Dinge nicht aus politischer Sicht. Wir und ihr schauen auf den wirtschaftlichen Nutzen.“ Die Hamas-Regierung in Gaza mische sich nicht in die Angelegenheiten der Bauern ein. „Wir stimmen uns nicht mit ihr ab. Wir stimmen uns nur mit der Palästinensischen Autonomiebehörde und mit Israel ab.“

Der Vorsitzende des Bauernverbandes in Gaza-Stadt, Ahmad Schafi, sagte: „Export von landwirtschaftlichen Erzeugnissen geschieht Tag für Tag vom Gazastreifen nach Europa. Wir exportieren Paprika, Erdbeeren, Blumen, Cherrytomaten und Gewürze.“ Seit dem Ende der Militäroperation „Wolkensäule“ Mitte November wurden 200 Tonnen Erdbeeren, 130 Tonnen Tomaten, fünf Tonnen Gewürzkräuter und eine Million Blumen aus dem Gebiet ausgeführt. Al-Nadschar wies darauf hin, die Waffenruhe komme den Landwirten zugute: „Die Leute können ihre Ländereien aufsuchen, die sich in der Nähe der Grenze befinden und sie bearbeiten. Es gibt Export nach Europa, aber unser Hauptziel ist es, unsere Erzeugnisse wieder nach Israel und ins Westjordanland zu exportieren, wie es vor der Machtübernahme der Hamas war.“ Das sei für sie der beste Markt.

„Wenn die Wirtschaft funktioniert, sind die Leute zufrieden, und es gibt keine politischen Probleme“, lautete das Fazit der Messebesucher aus dem Gazastreifen.

 

10. Januar 2013

Regen

Was für den See Genezareth ein Segen ist, ist für andere Landesteile zu viel des Guten: Heftige Niederschläge sorgten in den vergangenen Tagen in Zentralisrael für Überschwemmungen mit hohen Schäden. Viele Flüsse traten über die Ufer. So sorgte der überfließende Ayalon dafür, dass die Ayalon-Schnellstraße, eine zentrale Verkehrsader Tel Avivs, gesperrt werden musste. In Bat Chefer bei Netanya verursachte ein Abwasserkanal große Schäden, als er sich durch die Straßen wälzte. In Jerusalem brachte der Sturm Schnee, was bei Kindern zu einem schulfreien Tag, im Straßenverkehr zu Chaos führte. Der See Genezareth ist dafür schon beinahe wieder auf dem Stand des vergangenen Frühlings.

Schnee in Jerusalem http://youtu.be/gkxQVdkBzDs

Tel Aviv http://youtu.be/CwdNIL-N3Bs

 

3. Januar 2013

Erfreulicher Anstieg

Nach den ausgiebigen Regenfällen am Ende des Jahres glaubt die israelische Wasserbehörde, dass die Region in diesem Winter mehr Regen als erwartet bekommen wird und der See Genezareth dadurch so weit ansteigen wird wie in den letzten zehn Jahren nicht mehr. Dr. Amir Givati von der Wasserbehörde erklärte gegenüber der Zeitung Ma’ariv, durch die früh einsetzenden Regenfälle sei der Wasserstand des See Genezareth schon Ende Oktober wieder angestiegen, mehr als einen Monat früher als üblich. Deshalb geht Givati zumindest für den Norden des Landes von einem überdurchschnittlichen Winter aus, was die Niederschläge betrifft. Selbst mit nur durchschnittlichen Regenfällen sollte der See eine Höhe von 210,8 Metern unter Meereshöhe erreichen. Den bisherigen starken Anstieg (25 cm in vier Tagen) hat der See vor allem dem überdurchschnittlichen Zufluss durch den Jordan und die Flüsse von den Golanhöhen zu verdanken. Gestern stand der Pegel bei 211,89 Meter unter Meereshöhe (http://www.amzi.org/html/genezareth.html).