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amzi focus israel Nachrichten: Auszüge aus der wöchentlichen Gebets- und Info-E-mail
22. Juli 2010 Asyl erhalten Mosab Hassan Yousef wurde in den USA politisches Asyl gewährt. Sein Vorgesetzter aus der Zeit beim israelischen Geheimdienst, Gonen Ben Yitzhak, riskierte sein Leben und seine Karriere (indem er seine Identität offenbarte), um zu seinen Gunsten auszusagen. Nach einer Routineüberprüfung sollte Mosab nun in den USA bleiben können. Sein Vater hatte ihn im März verstoßen. Damit könnte er bei einer Rückkehr in den Nahen Osten von jedermann als Verräter umgebracht werden. Im Juni erschien die hebräische Übersetzung von Mosabs Biografie in Israel in den Buchhandlungen. Bitte betet, dass dieses Buch ein Bestseller wird (Ende Juni lag es auf Rang 3 der säkularen Buchhandlungen) und dass die historischen Informationen, die Analyse des Terrorismus und sein persönliches Glaubenszeugnis viele Leben berühren.
1. Juli 2010 Sommercamps Am Montagmorgen wurde erneut ein Ferienlager des UN-Hilfswerks für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) überfallen. Die Angreifer, etwa 25 maskierte Männer, legten Feuer, zerstörten Zelte und Spielsachen und fesselten die Wachposten. Schon am 23. Mai war ein UN-Ferienlager angegriffen worden. Damals war sogar mit der Ermordung von UN-Mitarbeitern gedroht worden, falls die UNRWA ihre Aktivitäten für die Kinder nicht beende. Die UNRWA führt vom 12. Juni bis 5. August an über 150 Orten im Gazastreifen Sommerlager durch.
24. Juni 2010 Neue Schwierigkeiten für den „grünen Prinzen“ Mosab Hassan Yousef, der „grüne Prinz“, kam als Sohn eines Hamasführers zum Glauben an Jesus. Als sein Zeugnis um die Welt ging, freuten sich die Christen und stellten sich hinter ihn. Doch als bekannt wurde, dass er als verdeckter Agent für den israelischen Geheimdienst tätig gewesen war, zogen sich viele zurück. Zurzeit lebt Mosab in den USA, wo er einen Antrag auf politisches Asyl gestellt hat. Dieser Antrag wurde abgelehnt mit der Begründung, dass er „eine potentielle Gefahr für die Sicherheit der Vereinigten Staaten“ sei. Am 30. Juni muss Mosab vor Gericht erscheinen, um diese Entscheidung anzufechten. Sollte es bei der Ablehnung des Asylantrags bleiben, wird Mosab möglicherweise ins Westjordanland abgeschoben, wo ihm die Hamas wohl sofort nach dem Leben trachten würde.
17. Juni 2010 Angst vor steigender Arbeitslosigkeit Zu den Aktionen der „weißen Intifada“ zählen auch Maßnahmen, die wirtschaftlichen Druck auf Israel ausüben sollen. So droht die palästinensische Autonomiebehörde palästinensischen Angestellten mit Strafe, die weiterhin in den jüdischen Siedlungen in Judäa und Samaria arbeiten. Nach einer Übergangsfrist bis Ende des Jahres müssen sie mit einer Strafe von 10’800 Euro oder fünf Jahren Gefängnis rechnen. Bei der ohnehin schon hohen Arbeitslosenquote in den palästinensischen Gebieten wird diese Regelung zu einem weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit führen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass eine Umfrage ergab, dass 60 Prozent der Befragten gegen diese Entscheidung von Premierminister Fayyad sind. Sogar im Gazastreifen sind 55 Prozent dagegen. Die Organisatoren der Umfrage interpretierten das Ergebnis dahingehend, dass die Palästinenser ihrer Regierung nicht zutrauen, genügend Stellen zu schaffen, um die Arbeitsstellen in jüdischen Siedlungen zu kompensieren.
3. Juni 2010 Imageschaden für Israel Israels Image wurde am Montag durch den israelischen Einsatz auf dem Schiff „Mavi Marmara“ schwer beschädigt. Wie kam es dazu? Seit die Hamas 2007 die Kontrolle über den Gazastreifen übernommen hat, befindet sich Israel im Kriegszustand mit der Hamas, da diese nicht zu einem friedlichen Miteinander bereit ist. Nach Artikel 23 der vierten Genfer Konvention können Güter, welche ins Feindesgebiet gelangen und den feindlichen Kriegsbemühungen dienen, blockiert werden. Da die Hamas auf dem Seeweg Waffen importiert, will Israel die Güter kontrollieren und sicherstellen, dass keine Waffen oder Kriegsgeräte eingeführt werden. Im letzten Jahr wurden ca. 738’000 Tonnen Hilfsgüter nach Gaza durchgelassen. Israel bot an, die Hilfsgüter der „Mavi Marmara“ über Aschdod nach Gaza zu liefern, was jedoch abgelehnt wurde. Fünf Schiffe konnten ohne Gewaltanwendung übernommen werden. Die „Mavi Marmara“ wurde nun im Hafen von Aschdod entladen: Rollstühle, Spielzeug, Mineralwasser. Von den mitgeführten Medikamenten beschlagnahmte das israelische Gesundheitsministerium einen Teil, weil deren Verfalldatum abgelaufen war. Die Hilfsgüter füllten 20 Sattelschlepper. Jeden Tag transportieren jedoch rund 100 Lastwagen der UNO und anderer internationaler Organisationen Hilfsgüter in den Gazastreifen. So ging es wohl den Friedensaktivisten der „Mavi Marmara“ nicht primär um die humanitäre Lage, sondern um ein Durchbrechen der Seeblockade mit einem menschlichen Schutzschild. Auf der „Mavi Marmara“ wurden die israelischen Soldaten mit Gewalt empfangen, was in dem folgenden Video ersichtlich ist: http://www.youtube.com/watch?v=gYjkLUcbJWo&tr=y&auid=6420512 Nach Artikel 5 der vierten Genfer Konvention wird ein Zivilist zu einem Kämpfer, wenn er Waffen gegen einen Soldaten richtet. Die Soldaten sahen ihr Leben bedroht und haben dementsprechend reagiert. Hier noch ein Bericht über die Stimmung auf dem Schiff vor der Abfahrt nach Gaza: http://www.youtube.com/watch?v=b3L7OV414Kk
27. Mai 2010 Überfall auf UN-Feriencamp in Gaza Am vergangenen Sonntag haben maskierte Unbekannte die UN-Einrichtung, in der im Sommer Camps für Kinder durchgeführt werden sollen, angegriffen. Die Angreifer zündeten Zelte an und verwüsteten Sanitäreinrichtungen. In einem Brief, den sie im Camp hinterließen, bezeichneten sie das Ferienlager als unmoralisch und drohten mit der Tötung von UN-Mitarbeitern, falls die Sommerlager durchgeführt würden. Zwei Tage vor dem Überfall hatte eine Gruppe namens „Die Freien des Heimatlandes“ die UN-Sommerlager kritisiert, weil dort Schulmädchen Tanz- und Sportunterricht erhielten. Die UN-Sommercamps geraten jedes Jahr in die Kritik der Hamas und anderer Gruppen. Im vergangenen Jahr hatte die UNRWA, das UN-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge, an über 150 Orten im Gazastreifen Sommerlager mit rund 240'000 Kinder durchgeführt. Auf dem Programm stehen jeweils Spiele, Sport, Kunsthandwerk und andere kulturelle Aktivitäten. Auch die Hamas bietet Sommerlager an. Nach israelischen Angaben nahmen rund 120'000 daran teil. Neben Religionsunterricht gehören auch Kampftraining und der Umgang mit Spielzeugwaffen zum Programm. Al Jazeera (Englisch) berichtete kritisch über den Überfall: http://www.youtube.com/watch?v=EqoejLKD6EI
20. Mai 2010 Neue Entsalzungsanlage eingeweiht Am vergangenen Sonntag wurde in Hadera am Mittelmeer die dritte Entsalzungsanlage Israels eingeweiht. Sie zählt zu den größten der Welt und ist seit Januar in Betrieb. Die Anlage liefert rund 127 Mio. Kubikmeter Wasser pro Jahr, was etwas mehr als zehn Prozent des Bedarfs entspricht. Die Entsalzung des Meerwassers sei preiswerter als das Abpumpen und Ausliefern von Wasser aus dem See Genezareth, erklärte die Firma IDE Technologies, die Mitinhaberin der Anlage ist. Die finanziellen Mittel für den rund 1,6 Mia. Schekel (347 Mio. Euro/ 490 Mio. CHF) teuren Bau kämen mehrheitlich von europäischen Banken. Die Entsalzungsanlage werde rund 450 Gigawatt Elektrizität pro Jahr verbrauchen. Bis 2012 sollen in Israel zwei weitere Entsalzungsanlagen fertig gestellt sein, die zusammen mit den drei bestehenden dann rund zwei Drittel des Wasserbedarfs decken sollen.
6. Mai 2010 Verhandlungsfähigkeit von Terrorist Teitel in Frage gestellt Am 4. Mai hat das Bezirksgericht von Jerusalem die Verhandlung gegen Jack Teitel wegen möglicher Verhandlungsunfähigkeit vertagt. Teitel ist angeklagt, zwei Palästinenser getötet und Bombenanschläge auf die messianische Familie Ortiz und den linksgerichteten jüdischen Professor Sternhell verübt zu haben. Ein psychiatrisches Gutachten, das nun von der Staatsanwaltschaft geprüft wird, hat ihn als nicht verhandlungsfähig erklärt. Gegenüber Ynet erklärte Teitel: „Ich weiß nicht, ob ich zurechnungsfähig bin. Ich erkenne die Zuständigkeit dieses Gerichtes nicht an und fühle mich gut.“
29. April 2010 „Weiße Intifada“ Immer mehr Palästinenser setzen ihre Hoffnung auf eine „Weiße Intifada“, eine Bewegung des gewaltlosen Widerstands, die der Premierminister der palästinensischen Autonomiebehörde, Salam Fayyad, initiiert hat. Er bezeichnete diese gewaltlose Kampagne als Quelle der palästinensischen Selbstbestimmung, die den Palästinensern zur nötigen politischen Unterstützung für einen palästinensischen Staat verhelfen werde. Die Bewegung organisiert wöchentliche Märsche, Streiks und internationale Boykotte. Allerdings kommt es bei diesen Demonstrationen hin und wieder dennoch zu Gewaltausbrüchen. Fayyad sieht sich als Hoffnungsträger und möchte bis im August 2011 einen palästinensischen Staat ausrufen. Diesem Plan müssen Präsident Mahmoud Abbas und die Fatah-Partei zuerst noch zustimmen.
22. April 2010 Bevölkerungszahlen Kurz vor dem 62. Unabhängigkeitstag gab das israelische Zentralamt für Statistik die neusten Bevölkerungszahlen bekannt. Israel hat 7'587'000 Einwohner, davon 75,5 Prozent Juden, 20,4 Prozent Araber und 4,1 Prozent andere. Damit wuchs die Bevölkerung im Jahr 2009 um 1,8 Prozent. Dazu trugen 159'000 Geburten und 16'000 Einwanderer bei. 9000 Personen wurden eingebürgert. Auffallend ist, dass fast 30 Prozent der Israelis unter 14 Jahre alt sind (in westlichen Ländern im Schnitt 17%), und dass nur zehn Prozent der Bevölkerung älter als 65 Jahre sind (15% in westlichen Ländern). Heute sind über 70 Prozent der jüdischen Bevölkerung in Israel geboren, 1948 waren es noch 35 Prozent.
15. April 2010 Kollaborateure fliehen nach Israel Etwa 6000 Palästinenser aus den von Palästinensern verwalteten Gebieten sind in den vergangenen Jahren mit ihren Familien nach Israel geflohen, weil sie in ihren Heimatorten als Kollaborateure Israels verfolgt werden. Viele von ihnen erhielten von Israel Pistolen, um sich zu schützen. Die Geflohenen leben in ständiger Angst, wieder zurückgeschickt zu werden, denn alle drei Monate muss ihre Aufenthaltsgenehmigung erneuert werden. Ihr Status ist nicht genau kategorisiert. Sie haben auch keinerlei Krankenversicherungen und dürfen auch nicht arbeiten. Dies geht aus einem Bericht des Legalen Forums Israels hervor. Israel heute 8.4.10
8. April 2010 Einreise verweigert Die israelische Zeitung Haaretz berichtete am 6. April von drei christlichen Pilgern, denen am Gründonnerstag am Ben-Gurion-Flughafen die Einreise nach Israel verweigert worden war. Die drei sind amerikanische Bürger, die in Eritrea und Äthiopien geboren sind. Sie wurden in die USA zurückgeschickt, weil sie bei der Einreise erwähnten, dass sie einen afrikanischen Flüchtling kennen, der in Israel nicht Asyl erhalten hatte. Eine beigezogene Anwältin erklärte den Vertretern des Innenministeriums, dass dies kein Grund sei, die Einreise zu verweigern und eine Einreisesperre von zehn Jahren zu verhängen, hatte mit ihrem Einwand aber keinen Erfolg. Haaretz hatte das Innenministerium vor Monaten um Auskunft gebeten, wie vielen Ausländern im vergangenen Jahr die Einreise nach Israel verweigert worden war. Doch das Ministerium hat bis jetzt noch nicht geantwortet. Es wird vermutet, dass diese Zahl deutlich angestiegen ist.
1. April 2010 Der Messias in Tel Aviv In den letzen Wochen gab es in israelischen Zeitungen eine Reihe von ganzseitigen Inseraten eines selbsternannten Messias aus Tel Aviv. Der Schreiber bezeichnet sich nicht nur selbst als Messias, sondern spricht auch im Namen Gottes in der ersten Person. Er behauptet, dass die Regierung Netanjahus die letzte sein wird und dass die nächste Regierung seine eigene sein werde – die Regierung des Messias. Er behauptet, dass der Krieg von Gog und Magog unmittelbar bevorsteht und dass alle Nationen sich bereits auf einen großen Angriff gegen Israel vorbereiten. Er zitiert viele Bibelstellen, hauptsächlich der hebräischen Propheten. Er behauptet auch, dass der einzige Weg, der Zerstörung zu entfliehen, sei, allen rabbinischen Traditionen zu gehorchen und zu glauben, dass er der Messias ist. Matthäus 24,24: „Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen und große Zeichen und Wunder tun, sodass sie, wenn es möglich wäre, auch die Auserwählten verführten.“ Von Revive Israel
25. März 2010 Pessach – das Geheimnis der drei Matzen Am Abend des 29. März beginnt mit dem Sederabend das jüdische Passahfest. Jesus selbst feierte Pessach. Das letzte Abendmahl, das er mit seinen Jüngern feierte, war eine Sederfeier. Danach gab Jesus sein Leben hin, als Gottes Lamm, das die Sünden der Welt trägt (Joh. 1,29). Verschiedene Speisen erinnern beim Sedermahl an den Auszug des Volkes Israel aus der Sklavschaft in Ägypten. Ein Lammknochen erinnert an das geschlachtete Lamm, die Matzen, das ungesäuerte Brot, an den schnellen Auszug, und die Bitterkräuter an das harte Leben in Ägypten. Für viele Juden bleibt es aber ein Rätsel, weshalb bei der Sederfeier drei Matzen in einer Matzentasche auf dem Tisch liegen und weshalb ausgerechnet die mittlere Matze zerbrochen, versteckt, gesucht und nach dem Auffinden an die Menschen verteilt wird. Messianische Juden sehen darin einen deutlichen Hinweis auf Gott Vater, Sohn und Heiligen Geist. Für sie ist die zerbrochene und versteckte Matze ein Hinweis auf Jesus, der sein Leben hingab, begraben wurde, auferstand und im übertragenen Sinn sein Leben an alle Menschen weitergibt. Im Wochenlink finden Sie eine ausführlichere Erklärung (auf Englisch).
11. März 2010 Palästinenser im Ausland: Unterstützung gefordert Auf einer Konferenz in der Nähe von Bethlehem forderte vergangene Woche eine neu gegründete Organisation im Ausland lebende Palästinenser auf, beim Aufbau eines palästinensischen Staates zu helfen. Der Erfahrungsschatz der Palästinenser in der „Diaspora“ könne helfen, einen demokratischen palästinensischen Staat zu schaffen, meinte Ramzi Khoury, der Leiter von „Palestine Network“ (Palästinensisches Netzwerk). Das Ziel von Palestine Network ist, die Hälfte der rund zehn Millionen Palästinenser in aller Welt, die Fachleute, Unternehmer und Intellektuelle sind, zur Mithilfe zu motivieren. Nach Angaben von Khoury wurde die Gründungskonferenz von Deutschland und Belgien unterstützt.
4. März 2010 Noch mehr Regen Die intensiven Regenfälle des vergangenen Wochenendes haben den Wasserspiegel des Sees Genezareth zum ersten Mal seit Juli 2008 wieder über die „rote Linie“ von -213 Metern auf – 212.95 Metern unter dem Meeresspiegel steigen lassen. Die rote Linie stellte über mehrere Jahre die Grenze dar, bei der das Abpumpen von Wasser aus dem See gestoppt werden musste. Aufgrund des Wassermangels wurde diese Grenze unterschritten und eine „schwarze Linie“ eingeführt, die auf keinen Fall unterschritten werden darf. Die heftigen Regenfälle ließen den See von Donnerstag bis Montag um elf Zentimeter ansteigen. Der Wasserspiegel liegt trotzdem noch über vier Meter unter dem idealen Wasserstand von -208,74 Meter unter dem Meeresspiegel. In den Küstengebieten führt der tiefe Grundwasserpegel zur Gefahr, dass Meerwasser ins Landesinnere vordringt und die Grundwasservorkommen ungenießbar macht. An einigen Stellen ist dies schon geschehen. Von den Regenfällen „profitierte“ auch das Tote Meer. Im Februar stieg der Wasserstand um acht Zentimeter, während er über die vergangenen Jahre stetig gesunken war, im Februar 2009 um drei Zentimeter.
25. Februar 2010 Petition gegen Yad LeAchim Das Jerusalem Institute of Justice hat am 22. Februar beim Generalstaatsanwalt Israels eine Petition gegen die Organisation Yad LeAchim eingereicht. Auszüge daraus: „Wie in den Medien dargestellt, machen die Publikationen der Organisation [Yad LeAchim] auf aggressive und effekthascherische Weise Stimmung gegen Reformjuden, das Kabbala-Studienzentrum, Angehörige von ethnischen Minderheiten, Zeugen Jehovas, protestantische Christen, New-Age-Gruppen, messianische Juden und andere. … Die Organisation schürt Intoleranz, Hass und Fremdenhass und verneint, dass andere Meinungen, Ansichten und Glaubensrichtungen zulässig sind. … Yad LeAchim ist eine fundamentalistische Haredim-(ultra-orthodoxe) Organisation mit antidemokratischen Interessen. … Die Organisation macht [in einem Video] einen abscheulichen Vergleich zwischen den Aktivitäten von Christen und messianischen Juden in Israel und den Taten der Nazis im Holocaust: http://www.youtube.com/wathc?v=JalknTM_caM&feature=related. Bekanntlich hat die Zunge Macht über Leben und Tod. Wer die Aktivitäten von messianischen Juden in Israel vergleicht mit den Taten der Nazis im Holocaust, sollte nicht überrascht sein, wenn aus ihren Reihen jemand wie Jack Teitel hervorgeht, der jeden attackiert, den er für eine ‚Gefahr’ hält, die es zu beseitigen gilt. Jack Teitel hat eine Bombe hergestellt, die den 16-jährigen messianischen Jungen Ami Ortiz verletzte.“ Mehr dazu in Englisch: http://jij.org.il/articles/JIJ-AG%20Request_ENG_.pdf
18. Februar 2010 Auch Ehrenmorde sind Morde Die palästinensische Regierung in Ramallah beschloss bei ihrer wöchentlichen Sitzung eine Änderung des Strafgesetzbuches, um so genannte Ehrenmorde in Zukunft auch als Morde verfolgen zu können. Die Regierungsvertreter sprachen sich dafür aus, „zu gewährleisten, dass die Grundsätze von Gleichheit und Gerechtigkeit mit dem palästinensischen Grundgesetz, der Unabhängigkeitserklärung und der Verpflichtung der Palästinensischen Autonomiebehörde gegenüber nationalen Konventionen und internationalen Abkommen im Einklang sind.“ Außerdem wurde beschlossen, dass Produkte aus den israelischen Siedlungen nicht mehr in die palästinensischen Gebiete eingeführt werden dürfen.
11. Februar 2010 Verbindung zu Yad LeAchim? Die israelische Tageszeitung Ha’aretz berichtete am Mittwoch, dass Yaakov Teitel, der wegen des Paketbombenanschlags auf Familie Ortiz und anderen Verbrechen angeklagt ist, aktives Mitglied von Yad LeAchim gewesen sei. Teitel habe bei einem Verhör zugegeben, während fünf Jahren für die Antimissionsgruppierung aktiv gewesen zu sein. Die ultra-orthodoxe Gruppe hat in den vergangenen Jahren für ihre Aktionen gegen messianische Juden traurige Berühmtheit erlangt. Sie bezeichnet messianische Juden als eine Sekte, die Juden zu Christen konvertiert. Auf ihrem Video machen sie getaufte Juden für das Leiden des jüdischen Volkes verantwortlich (Hebräisch: http://video.google.com/videoplay?docid=2030188154671441105&q). Teitel bezeichnete nach seiner Festnahme die messianische Pastorenfamilie Ortiz als „Missionare, die schwache Juden fangen wollen“. Bei der Befragung gab er zu, dass er bei mehreren „Rettungsaktionen“ von Yad LeAchim beteiligt gewesen sei, um jüdische Frauen zu befreien, die mit arabischen Männern zusammenlebten. Yad LeAchim dementiert, dass Teitel mit ihrer Organisation verbunden gewesen ist.
4. Februar 2010 See Genezareth Der Januar 2010 war in Israel ein gesegneter Monat, was die Regenfälle betrifft. Nach einem fast zweimonatigen Streik gab die israelische Wasserbehörde Ende Januar erstmals seit dem 3. Dezember 2009 wieder den Wasserstand des Sees Genezareth bekannt. In dieser Zeit stieg der Pegel um 87 Zentimeter. Aktuell steht der See bei –213,40 Meter unter dem Meeresspiegel. Der ideale Wasserstand beträgt –208,74 Meter unter dem Meeresspiegel. Jeder Zentimeter entspricht 1,7 Millionen Kubikmeter Wasser.
28. Januar 2010 Bedürftige Kinder Die Not unter Familien, die in Israel unter Armut leiden, ist groß. 63 Prozent der bedürftigen Familien konnten aus Geldmangel benötigte Medikamente nicht kaufen. 62 Prozent der armen Familien können ihre Kinder nicht mit ausgewogenem Essen versorgen. Die Kinder leiden auch unter der Armut, weil 75 Prozent dieser Familien sich keinen Zahnarzt leisten können. Sechs Prozent der bedürftigen Kinder stehlen aus Hunger Nahrungsmittel. Jede achte bedürftige Familie gibt an, dass mindestens eines ihrer Kinder verhaltensauffällig und gewalttätig ist. In der Schule führt Armut zu sozialer Isolation und Ablehnung.
21. Januar 2010 Fatwa gegen Tunnelbau Der Scheich Mohammed Bin Salman Abu Jamea, ein muslimischer Geistlicher, verhängte auf Anfrage der palästinensischen Fatah-Regierung in den Autonomiegebieten eine Fatwa gegen den Tunnelbau. Die Anordnung verbietet es, unter der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Ägypten Tunnels zu bauen, durch die Waffen, Terroristen und Drogen geschmuggelt werden. Der Hauptgrund für diese Entscheidung sei die Gefährlichkeit der Tunnel: Schon etwa 300 Palästinenser fanden darin den Tod. Eine Fatwa ist aber kein Gesetz. Ihre Einflusssphäre beruht auf der persönlichen Autorität ihres Verfassers; das bedeutet, dass die in der Fatwa vertretene Rechtsauffassung nur bindend für diejenigen Muslime ist, die diese Autorität auch anerkennen.
14. Januar 2010 Wasser gespart Die groß angelegte Kampagne zum sparsamen Umgang mit Wasser in Israel hatte anscheinend Erfolg. Der Wasserverbrauch sank im Jahr 2009 um neun Prozent. Um den See Genezareth zu schonen, wurde weniger Wasser abgepumpt. Dafür wurden neue Brunnen gebohrt und bestehende Brunnen gereinigt oder repariert. Ein Brunnen bei Jerusalem liefert zum Beispiel seit der Reparatur wieder 45 Mio. Kubikmeter Wasser mehr als zuvor. In Jordanien und Syrien sind Organisationen daran zu erforschen, weshalb der Jarmuk-Fluss immer stärker verschmutzt ist und immer weniger Wasser führt. Der Jarmuk ist ein wichtiger Zufluss des Jordans, der wiederum den See Genezareth speist
7. Januar 2010 Kinder in Israel Der Bericht über die Situation der Kinder in Israel zeigt, dass im Jahr 2009 34 Prozent der Kinder von Armut betroffen waren. Im Jahr 1980 waren es noch acht Prozent gewesen. Eine Studie des Israelischen Nationalrates für Kinder weist darauf hin, dass die Zahl der gewalttätigen Verbrechen gegen Kinder zwischen 2005 und 2008 von 26 auf 212 angestiegen ist. Gleichzeitig wurde im vergangenen Jahr eine Verdoppelung bei der Beteiligung von Minderjährigen an Verbrechen festgestellt. Ende 2009 lebten in Israel 145'855 Kinder ohne Staatsbürgerschaft, 17 Prozent mehr als 2001. Rund 74 Prozent dieser Kinder ohne Bürgerrechte sind Einwohner Ostjerusalems. Die übrigen sind Kinder von Fremdarbeitern, Flüchtlingen oder Kinder aus Mischehen zwischen israelischen Arabern und Palästinensern. Nicht berücksichtigt sind in diesen Zahlen die Kinder von illegalen Arbeitern.
17. Dezember 2009 Bibelstudium: unbeliebtes Schulfach Die israelische Zeitung Ha’aretz berichtete am 14. Dezember über das Verhältnis der israelischen Schüler zum Bibelunterricht. Bisherige Studien hätten gezeigt, dass Mittelschüler eine negative Einstellung zu diesem Fach haben. Eine neue Umfrage hat sich jetzt auf die Viert- bis Sechstklässler konzentriert. Dazu wurden 450 Kinder in sechs säkularen jüdischen Schulen befragt. Sie zeigten eine mäßig positive Einstellung zum Bibelstudium. Die meisten fanden den Unterricht nicht langweilig und fanden, das gehöre zur Allgemeinbildung und sei deshalb wichtig für ihre Nation. Es zeigte sich auch, dass die biblischen Geschichten für die Kinder attraktiv sind, dass sie aber an der komplizierten Sprache wenig Gefallen finden. Die alte Sprache, in der das Alte Testament verfasst ist, wird als Hauptgrund gesehen, weshalb die älteren Schüler solch ein negatives Verhältnis zur Bibel haben: Wenn man die Sprache nicht wirklich versteht, ist es schwierig, den Geschichten folgen zu können. Deshalb arbeitet der messianische HaGefen-Verlag an der Herausgabe einer Jugendbibel mit einer einfacheren Sprache.
10. Dezember 2009 Ägypten baut eiserne Sperranlage an der Grenze zu Gaza Es scheint, dass Ägypten entschlossener gegen den Schwarzhandel durch Schmuggeltunnel in den Gazastreifen vorgehen will. Dazu wurde mit dem Bau einer zehn Kilometer langen eisernen Sperranlage begonnen, die bis zu 30 Meter tief in die Erde reichen soll. Damit soll der blühende Schmuggel von Waffen, Drogen, aber auch Lebensmitteln, Medizin und Benzin unterbunden werden. Fast jede Woche entdeckte und zerstörte die ägyptische Grenzpolizei unterirdische Tunnel. Dabei kamen immer wieder Palästinenser ums Leben, die sich bei der Zerstörung noch im Tunnel befanden. Die Hamas soll nach Medienberichten diesen Schwarzhandel zu ihren Gunsten nutzen und auf geschmuggelte Waren Steuern erheben.
3. Dezember 2009 Baustopp in den Siedlungen Der von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu verfügte zehnmonatige Baustopp für israelische Siedlungen im Westjordanland wirft in Israel hohe Wellen. Zahlreiche Siedler haben angekündigt, sich nicht an das Verbot zu halten. Da das Baugewerbe in Judäa und Samaria in diesen Gebieten ein wichtiger Arbeitgeber ist, wird der Baustopp Auswirkungen auf die Bauwirtschaft und zahlreiche Arbeitnehmer haben. Darunter sind auch viele Palästinenser. So könnte es sein, dass diese Maßnahme, die den Friedensprozess fördern sollte, gleichzeitig bewirkt, dass unter der palästinensischen Bevölkerung Arbeitslosigkeit und damit Armut zunehmen. Diese wiederum sind ein großes Problem auf dem Weg zu einer friedlichen Lösung des Nahost-Konflikts.
19. November 2009 Sicherheit und Korruption Zwei Studien über die Befindlichkeit in Israel zeigen interessante Ergebnisse. Auf die Frage, was ihnen am meisten Sorgen bereite, antworteten die Umfrageteilnehmer: zunehmende Gewalt (81%), nicht in Würde alt werden können (62%), wirtschaftlich von anderen abhängig werden (60%). 68 Prozent der Befragten halten Israel für das beste Land zum Leben, zehn Prozent weniger als 2008. 53 Prozent glauben, dass der Staat sie und ihre Familien im Bedrohungsfall beschützen werde. Bei der zweiten Studie stand die Korruption im Zentrum. 73 Prozent der Befragten gaben an, sie seien wegen des inakzeptablen Ausmaßes an Korruption unter hochrangigen Beamten und auf politischer Ebene weniger stolz, Israelis zu sein. 67 Prozent der Befragten sind der Ansicht, Korruption sei in Israel auf einem hohen oder sehr hohen Stand. Die Polizei halten 29 Prozent für bestechlich. 61 Prozent sind der Meinung, die politischen Parteien seien korrupt geführt.
12. November 2009 Diskriminierung von Arabern, Ultra-Orthodoxen und Äthiopiern Der israelische Finanzminister Yuval Steinitz erklärte am Dienstag, die geringe Integration von Minderheiten in den Arbeitsmarkt sei eines der größten Hindernisse für das wirtschaftliche Wachstum in Israel. Zuvor war eine Studie veröffentlicht worden, die zeigt, dass die meisten israelischen Arbeitgeber Minderheiten bei der Anstellung diskriminieren. Im Sektor Banken, Medien, Werbung sowie im öffentlichen Dienst möchten 83 Prozent der Arbeitgeber keinen israelischen Araber anstellen, 58 Prozent keinen Ultra-Orthodoxen und 53 Prozent keinen Äthiopier. Bei Beförderungen ist die Ungleichbehandlung noch stärker. Als Grund dafür werden die kulturellen Unterschiede genannt.
5. November 2009 Starke Regenfälle – ein Tropfen auf ausgetrocknetes Land Die heftigen Regenfälle in Israel haben seit vergangenem Donnerstag neben Überschwemmungen auch zu einem Anstieg des Sees Genezareth um sieben Zentimeter zur Folge gehabt. Da bis zum idealen Wasserstand noch 5,53 Meter fehlen, braucht es allerdings noch viel mehr Regen. Hilel Glasman von der israelischen Naturschutz- und Parkbehörde erklärte, der aktuelle Anstieg sei nur auf den direkt über dem See gefallenen Regen zurückzuführen. Die verschiedenen Flüsse, die in den See münden, hätten noch keinen bedeutenden Wasserzufluss zu verzeichnen, da das Land von der vorangegangenen langen Trockenzeit noch zu sehr ausgetrocknet sei. Deshalb gelange das Regenwasser noch nicht bis ins Grundwasser, sondern werde vom Boden aufgesogen.
29. Oktober 2009 Situation der palästinensischen Flüchtlinge Ein Artikel in der englischen Zeitung „The Independent“ vom 22. Oktober befasste sich ausführlich mit der Situation der palästinensischen Flüchtlinge. Im Westjordanland und im Gazastreifen leben rund 3,9 Mio. Palästinenser, in den umliegenden Ländern etwa 4,6 Mio., die oft schon seit Jahrzehnten als staatenlose Flüchtlinge in Flüchtlingslagern untergebracht sind, um als Druckmittel gegen Israel zu dienen, wie die Autoren schreiben. Im Libanon trat 2001 ein Gesetz in Kraft, das den geschätzten 250'000 bis 400'000 Palästinensern verbietet, Landbesitz zu erwerben, sowie als Arzt, Anwalt, Apotheker und in 20 weiteren Berufen zu arbeiten. Die rund 450'000 Palästinenser in Syrien dürfen sich nicht an Wahlen beteiligen, erhalten keinen syrischen Pass und dürfen keine landwirtschaftliche Nutzfläche sowie nicht mehr als ein Haus erwerben. Jordanien ist das einzige arabische Land, das eine größere Zahl von Palästinensern als vollwertige Bürger integriert hat. Dabei handelt es sich vor allem um Flüchtlinge von 1948 (rund 100'000). Von den 6 Mio. Einwohnern Jordaniens sind knapp 2 Mio. als palästinensische Flüchtlinge registriert. Sie besitzen gelbe jordanische Personalausweise und sind de facto jordanische Bürger, fürchten aber nach doppeldeutigen Erklärungen des neuen Innenministers, dass ihnen die jordanische Staatsbürgerschaft entzogen werden könnte. Originalartikel (in Englisch): http://www.independent.co.uk/news/world/middle-east/no-way-home-the-tragedy-of-the-palestinian-diaspora-1806790.html
22. Oktober 2009 Messianische Juden in den Medien Als Folge des langen Artikels in der Zeitung „Haaretz“ sind messianische Juden immer wieder ein Thema in den israelischen Medien. In einem neuen Artikel ging es um die massiven Morddrohungen, die die messianische Gläubige Pnina Conforty erhalten hatte. Sie führt eine Bäckerei und hatte vor kurzem vor Gericht erreicht, dass ihr nicht wegen ihres Glaubens die Koscher-Lizenz verweigert werden darf. In einem Leserbrief äußerte sich Segal Rozen vom Hilfszentrum für Fremdarbeiter sehr positiv über messianische Gläubige, obwohl er selbst nicht an Jesus glaubt. Er schreibt: „Ich habe schon seit mehreren Jahren eine enge Arbeitsbeziehung zu messianischen Juden. Als wir eine Unterkunft für Immigrantinnen suchten, die Opfer von Gewalt geworden waren, war einzig eine messianisch-jüdische Einrichtung bereit, diese Frauen aufzunehmen. Jahre später wurden sogar noch zahlreiche sudanesische Frauen und Kinder aufgenommen. Die Kosten dafür trug die jüdisch-messianische Gemeinschaft. … Ich habe schon viel Zeit mit messianischen Juden verbracht und über vieles gesprochen. Nie hat jemand Druck ausgeübt, dass ich Interesse an ihrem Glauben haben sollte. Außerdem ist es für mich völlig verständlich, dass sie die Zufriedenheit und das Glück, die ihnen ihr Glaube gibt, auch mit anderen teilen wollen, die nach dieser Lebensqualität suchen.“
Wasser immer noch knapp Trotz der Regenfälle im September und Oktober ist das Wasser in Israel immer noch sehr knapp. Sollte es nicht bald ausgiebige Regenfälle geben, wird wahrscheinlich im Dezember beim See Genezareth die schwarze Linie erreicht, bei der irreparable Umweltschäden für den See vermutet werden. Neben den Entsalzungsanlagen in Aschkelon und Palmahim, die ihre Wasserproduktion in diesem Jahr erhöhten, soll bald auch eine Anlage in Hadera in Betrieb genommen werden. Israel plant, bis in einigen Jahren den gesamten Wasserbedarf aus Entsalzungsanlagen decken zu können.
15. Oktober 2009 Kritischer Zeitungsartikel Am 2. Oktober erschien in der Zeitung „Ha’aretz“ ein langer Artikel, der die Verbindungen zwischen dem israelischen Innenministerium und der Antimissionsorganisation „Yad LeAchim“ aufzeigte: „Die ultraorthodoxe Organisation Yad LeAchim macht messianische Juden ausfindig, sammelt Informationen über sie und gibt sie an das Innenministerium weiter. Beamte des Ministeriums laden die beobachteten Personen dann zu einer Befragung ein und verwandeln ihr Leben in einen bürokratischen Alptraum. … Meistens handelt es sich um israelische Bürger, die in der Armee dienen, Steuern zahlen und ihren Staat lieben … – doch all dem zum Trotz fühlen sie sich bald wie eine verfolgte Minderheit.“ In den Befragungen werden die Betreffenden über ihren persönlichen Glauben ausgequetscht, ohne dass eine straf- oder zivilrechtliche Anklage vorliegen würde. In den meisten Ländern würde dies gegen die Persönlichkeits- und Religionsfreiheit verstoßen.
8. Oktober 2009 Trend zu Religion und Tradition Eine Umfrage unter 2897 Israelis zwischen 18 und 35 Jahren ergab, dass es der großen Mehrheit (84 %) wichtig ist, Religion und Tradition aufrechtzuerhalten. Knapp 60 Prozent gaben an, auf die Trennung von Milch- und Fleischprodukten zu achten. 71 Prozent erklärten, am Feiertag Jom Kippur fasten zu wollen. 43 Prozent der Befragten meinten, sie fühlten sich mehr jüdisch als israelisch. Der Chefrabbiner von Tel Aviv, Israel Meir Lau, zeigte sich erfreut und sprach von einem wachsenden Interesse am Judentum unter jungen Leuten, die nicht mit der Tora aufgewachsen sind.
24. September 2009 Rekordverdächtiger Regen in Israel Die Regenfälle vom vergangenen Wochenende brachen in Israel den Rekord für den Monat September und übertrafen sogar die durchschnittliche Niederschlagsmenge für September und Oktober zusammen. Der Norden erhielt 30 bis 40 Millimeter, die Golanhöhen 60 Millimeter und der See Genezareth immerhin 10 Millimeter. Damit stieg der Seepegel allerdings nicht, der Zufluss kompensierte gerade die abgepumpte Menge an Wasser. Der Sprecher der Wasserbehörde, Uri Schor, erklärte gegenüber der Jerusalem Post, wenn Israel im Herbst nicht ordentliche Regenmengen erhalte, werde die natürliche Wasserversorgung im November oder Dezember kritisch, weil der Wasserspiegel im See Genezareth und in den Grundwasserreservoirs unter die schwarze Linie falle, bei der irreversible Schäden drohen.
17. September 2009 Schlange stehen Rachel Netanel, Beth Netanel, Jerusalem Am vergangenen Freitag war in Israel ein allgemeiner Tag der offenen Tür. Das bedeutet, dass einzelne interessante Gebäude ausgewählt und öffentlich ausgeschrieben werden. In diesem Jahr war unser Haus auch dabei. Dieser Tag war ein unglaubliches Erlebnis. Die Leute mussten vor dem Haus Schlange stehen, bis sie in Gruppen von 50 Leuten hereingelassen wurden. Über die vier Stunden müssen es gegen 1500 Leute gewesen sein! Am Eingang hatte ich Texte aus Jesaja 53 aufgehängt. Ich begrüßte die Leute und gab immer ein kurzes Zeugnis, warum ich an Jeschua glaube. Beim Ausgang konnten sie dann ein Buch über die Prophetien bei Daniel oder eine CD von Pastor Meno Kalisher mitnehmen. Mehrere Hundert wurden mitgenommen. Ich preise Gott über die wunderbare Möglichkeit, von ihm weiterzuerzählen, und dass die Leute dafür sogar Schlange standen – das war ein Wunder Gottes.
10. September 2009 Mangel an Arbeitskräften in der Landwirtschaft Während die Wirtschaftskrise auch in Israel in vielen Wirtschaftszweigen zahlreiche neue Arbeitslose zur Folge, klagt die Landwirtschaft über einen Mangel an Arbeitskräften. Ein Hauptgrund liegt wohl darin, dass 4000 Gastarbeiter das Land verlassen mussten, weil ihre Aufenthaltsgenehmigungen abgelaufen waren und sie keine neuen erhielten. Es bestand zwar eine Vereinbarung, dass die Genehmigungen verlängert werden sollten, doch kam es dabei zu einer Verzögerung bei der Umsetzung. Dies soll für die Landwirtschaft erhebliche finanzielle Verluste zur Folge haben. Die Gewerkschaft der Bauern hat nun mit Lieferstreiks für landwirtschaftliche Produkte gedroht, falls die Regierung nicht neuen thailändischen Arbeitern für die Landwirtschaft eine Arbeitserlaubnis erteilt. Die Gewerkschaft ging in ihrer Not sogar so weit, auch Arbeiter, deren Aufenthaltsbewilligung schon abgelaufen ist, zu bitten, im Land zu bleiben und weiter in der Landwirtschaft zu arbeiten.
3. September 2009 Hamas-Sommercamps Die Hamas, die den Gaza-Streifen regiert, hat über 700 Sommerlager durchgeführt und damit gegen 100'000 palästinensische Kinder und Jugendliche erreicht. Sie erhielten in den Camps eine halbmilitärische Ausbildung und wurden intensiv in der militanten Version des fundamentalistischen Islam unterwiesen. Es wurden ihnen auch Heldengeschichten erzählt von Palästinensern, die bei Terroranschlägen in Israel ihr Leben ließen. Nach Hamas-Werbespots dienen die Sommercamps dazu, für das Soldatenleben zu werben, dem Islam zu dienen und Schülergruppen zu gründen, die in den Schulen den Islam fördern. Die Hamas betrachtete die von der UNRWA, dem UN-Hilfswerk für die palästinensischen Flüchtlinge, organisierten Sommercamps als Konkurrenz und bezeichnete sie als „Kinder-Verderber“.
27. August 2009 Verschärfte Kleidervorschriften für Schülerinnen in Gaza Im Gazastreifen hat am vergangenen Sonntag das neue Schuljahr begonnen. Rund 250'000 Schüler gehen in Schulen, die von der radikalislamischen Hamas kontrolliert werden. Weitere 200'000 Schüler – vor allem in den Flüchtlingslagern – besuchen Einrichtungen der Vereinten Nationen. Für die Schülerinnen der Hamas-Oberschulen wurden verschärfte Kleidervorschriften erlassen. Danach dürfen junge Frauen weder Jeans noch Jeansröcke tragen, sondern nur langärmlige lange Umhänge (Dschilbab) und weiße Kopftücher. Schülerinnen, die sich nicht an die neuen Vorschriften hielten, durften Schulgebäude nicht betreten.
20. August 2009 Rückkehr jüdischer Flüchtlinge nach Kurdistan? Die neue kurdische Zeitschrift „Israel-Kurd“ sorgt im Nordirak und in der ganzen arabischen Welt für Aufsehen. Der Herausgeber Dawud Baghistani empfiehlt in einem Artikel über jüdische Flüchtlinge den über 150'000 kurdisch stämmigen Juden in Israel, in den Irak zurückzukehren. Mit seiner Zeitschrift will Baghestani zur Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts beitragen. „Die größte Ursache hinter der Komplexität des palästinensischen Problems ist die ungerechte Praxis der arabischen Regime gegen die Juden – es gibt mehr als 1,5 Millionen Juden in Israel, die ursprünglich aus arabischen Ländern stammen“, sagte Baghestani weiter. „Wenn die Juden nicht zu einem Exodus getrieben worden wären, wären es auch die Palästinenser nicht“, so der 62-Jährige und wies damit auf die Flucht von etwa 700’000 Arabern aus dem Gebiet des heutigen Staates Israels während des Unabhängigkeitskrieges 1948 hin.
13. August 2009 Gebetsflug Am vergangenen Montag hob ein Flugzeug der Gesellschaft Arkia mit einer sehr speziellen Besatzung vom Ben Gurion-Flughafen bei Tel Aviv ab. An Bord waren eine ganze Reihe von Rabbinern und Kabbalisten, die dafür beteten, dass Israel vor einer weiteren Ausbreitung der Schweinegrippe verschont bliebe, während das Flugzeug über Israel kreiste. Rabbi Yitzhak Batzri erklärte: „Der Zweck des Fluges war, die Epidemie zu stoppen und weitere Todesopfer zu verhindern.“ Und er fügte an: „Wir sind überzeugt, dass wegen der Gebete die Gefahr schon überwunden ist.“ Während des Fluges wurden siebenmal die Schofarhörner geblasen und Gebete zur Abwendung von Krankheit gesprochen. Solche Gebetsflüge waren schon 1991 während des ersten Golfkriegs und 1996 nach einer Reihe von Terroranschlägen durchgeführt worden. Die Idee entstand während des Zweiten Weltkriegs, als eine Invasion der Nazis gefürchtet wurde.
6. August 2009 Zwei Drittel für Wiederaufbau des Tempels Eine Umfrage zum jüdischen Feiertag „Tischa BeAw“ (Gedenktag für die Zerstörung des Tempels, 30. Juli 2009) brachte interessante Ergebnisse. 97 Prozent der Teilnehmer wussten, woran der Feiertag erinnern soll. Auf die Frage, ob der Tempel wieder aufgebaut werden soll, antworteten 64 Prozent mit Ja. Überraschend ist dabei, dass nicht nur ultra-orthodoxe und religiöse Juden dafür sind (100 resp. 97%), sondern auch traditionelle (91%) und immerhin noch 47 Prozent der säkularen. 80 Prozent der Befragten fanden es gerechtfertigt, dass man der Zerstörung des Tempels gedenkt, auch wenn dies 2000 Jahre her ist. Das zeigt, dass der Tag den meisten Leuten wirklich etwas bedeutet.
30. Juli 2009 Ausweisung von illegalen Einwanderern Die israelische Regierung will bis zum Jahr 2013 alle illegalen Einwanderer ausweisen. Nach Schätzungen des Innenministeriums halten sich derzeit rund 280'000 Ausländer illegal in Israel auf. Darunter sind etwa 118'000 Fremdarbeiter, die entweder illegal nach Israel gelangt sind oder das Land nach Ablauf der fünfjährigen Aufenthaltsgenehmigung nicht verlassen haben. Hinzu kommen rund 90'000 Personen, die als Touristen nach Israel gekommen und nach Ablauf ihrer Visa dageblieben sind. Unter ihnen sind viele Christen, die ehrenamtlich in Israel arbeiten und kein Visum erhalten haben. Als illegal betrachtet werden auch Asylsuchende, deren Visa abgelaufen sind. Noch in diesem Jahr sollen 20'000 illegale Einwanderer ausgewiesen werden. Zu diesem Zweck ist seit Anfang Juli eine besondere Einheit des Innenministeriums im Einsatz.
Nicht wirklich koscher Nach dem Entscheid des obersten Gerichts, dass der Bäckerei „Pnina Pie“ nicht wegen des messianischen Glaubens der Inhaberin die Koscher-Lizenz entzogen werden darf, ist die orthodoxe Bevölkerung von Aschdod in Aufruhr. Die Antimissionsgruppe „Yad LeAchim“ verteilte in der Stadt Flugblätter, die warnten: „Die Koscher-Lizenz dieses Geschäfts ist vom Obersten Gericht, nicht vom Chefrabbinat.“ Die Gruppe sprach von schwerem Schaden, der dem Koscher-System zugefügt worden sei, wenn ein Gericht ein Rabbinat dazu zwingen könne, die Lizenz zu erteilen. Für die Bäckerei ist die Situation wohl auch mit Koscher-Lizenz schwierig, da orthodoxe Juden sie weiterhin meiden werden.
23. Juli 2009 Bedürftige Holocaustüberlebende Holocaustüberlebende haben in Israel grundsätzlich Anspruch auf Unterstützung durch die „Gesellschaft für Entschädigung“, die die Entschädigungsgelder verwaltet. Von den 250'000 noch lebenden Israelis, die von Holocaust betroffen waren, gelten 80'000 als hilfsbedürftig. Von den 250'000 Personen werden aber nur 80'000 gesetzlich als „Holocaust-Überlebende“ anerkannt, und von diesen sind nur 10'000 hilfsbedürftig und erhalten entsprechende Entschädigungszahlungen. Die übrigen 170'000 gelten als „Menschen, die unter dem Holocaust gelitten haben“, und die 70'000 Hilfsbedürftigen unter ihnen sind auf andere Hilfe angewiesen.
9. Juli 2009 Jerusalem Post berichtet über die Verfolgung messianischer Juden Die Zeitung Jerusalem Post schrieb am 2. Juli 2009 über die fortwährenden Probleme in Arad zwischen radikalen Juden und den messianischen Gläubigen. Eddie Beckford steht schon über ein Jahr unter Hausarrest. Vor dem privaten Haus der Familie Figueras wird Woche für Woche gegen den Glauben der Familie demonstriert. Ebenso erschien ein Artikel über den Gerichtsfall in Beerscheba. In dieser Gemeinde drangen Juden unter der Leitung einer Antimissionsorganisation in den Gottesdienst ein und provozierten die versammelten Leute. Die Originalartikel sind in Englisch unter: http://www.jpost.com/servlet/Satellite?pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull&cid=1246443701838 http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1246443701861&pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull
Der messianische Glaube macht Backwaren nicht unkoscher Der Oberste Gerichtshof in Israel entschied am Montag 29. Juni 09, dass der persönliche Glaube von Pnina Conforty, der Inhaberin von zwei Bäckereien in Aschdod und Gan Yavne, ihre Backwaren nicht unkoscher macht. Im Jahr 2006 hat der Oberrabbiner von Aschdod ihr das Kashrut-Zertifikat entzogen, weil bekannt wurde, dass sie messianische Jüdin ist. Der Originalartikel erschien am 30.6.09 im ynetnews auf Englisch: http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3739148,00.html
25. Juni 2009 Proteste von Drusen Am vergangenen Sonntag demonstrierten Hunderte vom Drusen vor dem Büro des Ministerpräsidenten in Jerusalem. Bei Zusammenstößen mit der Polizei wurden sieben Polizisten und zwei Demonstranten leicht verletzt. Der Protest richtete sich gegen die angebliche Diskriminierung dieser Bevölkerungsgruppen durch die ungleiche Verteilung der Staatsgelder an die verschiedenen Ortschaften. Die Demonstranten forderten, dass der israelische Staat der drusischen Gemeinschaft die Schulden erlässt, außerdem die Schaffung von Arbeitsplätzen. „Im Krieg sind Juden und Drusen gleich, jedoch im Haushalt sind zehn Drusenkinder einem jüdischen Kind gleich“, stand auf einem Plakat. Hamud Jabar, der Anführer der Drusen in Nordisrael, warnte davor, dass es zu einer drusischen Intifada kommen könnte, wenn diese Forderungen nicht erfüllt würden.
18. Juni 2009 Unruhen in Shefaram Seit vergangenem Samstag kommt es in der israelisch-arabischen Stadt Shefaram in Galiläa immer wieder zu Unruhen zwischen Christen und Drusen. Die Ursache soll ein Streit zwischen zwei jungen Männern, einem Christen und einem Drusen, sein. Nach einer Schlägerei zwischen den Männern mischten sich deren Familien und schließlich die beiden Religionsgemeinschaften ein. Zwölf Personen wurden verletzt, zwei davon schwer. Fenster von Geschäften und Privathäusern wurden eingeschlagen. Es ist das erste Mal, dass es in dieser sonst friedlichen Stadt zu solchen Kämpfen kommt. In Shefaram sind rund 54 Prozent der Einwohner Muslime, 27 Prozent Christen und 19 Prozent Drusen. Dienstagnacht waren wieder Schüsse zu hören, und die Kirchenglocken läuteten Sturm. Die christlichen Jugendlichen rannten in die Stadt, um die Kirche gegen drusische Jugendliche zu verteidigen. Sie fürchteten, sie würden sie in Brand setzen. Polizeikräfte wurden eingeflogen und versuchten, die Jugendlichen mit Tränengas zu trennen. Alle haben Angst, dass es zu noch schlimmeren Gewalttaten kommen könnte, wie vor vier Jahren in der Stadt Meg’ar in der Nähe von Tiberias. Wie damals machen auch jetzt Gerüchte die Runde, ein drusischer Führer sei in einem Internet-Video lächerlich gemacht worden.
Ehrenmorde Am Mittwoch wurde in einem Dorf in der Nähe von Kalkilija die Leiche eines 15-jährigen Palästinensers entdeckt. Nach Meldungen der palästinensischen Nachrichtenagentur „Ma’an“ wurde der Junge von Familienangehörigen gefoltert und erhängt, weil er angeblich ein „Spion“ für Israel gewesen sei. Nach Angaben der „Jerusalem Post“ hatten andere Kinder des Dorfes dem Onkel des Jungen erzählt, dieser habe einem israelischen Grenzsoldaten zugewinkt. Darauf habe der Onkel die Beherrschung verloren. Die palästinensische Polizei nahm mehrere Familienangehörige fest. Auch aus dem Gazastreifen wurde ein „Ehrenmord“ bekannt. Der Vater gestand, seine 21-jährige Tochter umgebracht zu haben, um die Familienehre zu wahren. Nach Angaben des Palästinensischen Zentrums für Menschrechte wurden damit in den Palästinensergebieten in diesem Jahr acht Personen „um der Ehre willen“ getötet.
11. Juni 2009 Eine Million im Müll Auf einer Abfalldeponie in Israel liegt eine Million Dollar – versteckt in einer Matratze. Gemäß israelischen Medien wollte eine Frau aus Tel Aviv ihrer Mutter eine Freude machen und ersetzte deren alte Matratze durch eine neue. Die alte Matratze war schon entsorgt, als die Mutter ihre Tochter darüber aufklärte, dass in der Matratze ihre Lebensersparnisse von umgerechnet rund einer Million Dollar versteckt gewesen seien. Bisher blieb die Matratze unauffindbar. Die Tochter wurde mit den Worten zitiert: „Man muss alles im Verhältnis sehen und Gott für das Gute und Schlechte danken.“
Christen von Bethlehem gemeinsam Am 12. Juni, kommt es in Bethlehem zu einer Premiere: Zum ersten Mal führen die orthodoxe und die katholische Kirche zusammen mit evangelikalen Gemeinden einen großen Anlass für die Christen in Bethlehem durch. Bisher war die Zusammenarbeit von den traditionellen Kirchen mit den evangelischen Christen verweigert worden. Im Zentrum des Anlasses soll die Bedeutung einer persönlichen und liebevollen Beziehung zu Gott stehen. Wir beten, dass dieser Anlass ein starkes Zeugnis für Jesus Christus wird.
28. Mai 2009 Gräber geschändet Am vergangenen Sonntag haben Unbekannte im palästinensischen Dorf Jifna bei Ramallah in der Westbank zwei christliche Friedhöfe geschändet. Bei rund 70 Gräbern wurden Grabsteine zerschlagen, Metall- und Holzkreuze abgebrochen und eine Madonnenstatue beschädigt. Vertreter der beiden Kirchen in Jifna verurteilten die Tat und erklärten, solche Übergriffe zielten darauf ab, christliche und muslimische Palästinenser zu spalten. Die palästinensische Nachrichtenagentur Ma’an meldete, die ortsansässigen Muslime seien über den Vorfall „sogar trauriger als die Christen“. Von den rund 1600 Einwohnern von Jifna bekennen sich etwa 900 zum christlichen Glauben.
22. Mai 2009 Übergriffe auf messianische Juden Am Mittwoch vergangener Woche wurde eine Gruppe messianischer Juden von ultra-orthodoxen Juden angegriffen, als sie in Rehovot Traktate verteilten. Während sich einige säkulare Passanten an dem Handgemenge beteiligten und sich über die Anwesenheit der „Missionare“ erzürnten, gaben andere einer Zeitung weiter: „Mich schockiert die Gewalt, und dass niemand von den Umherstehenden eingriff, um sie zu stoppen.“ Messianische Juden wurden geschlagen und ihre Literatur zerrissen. Viele Israelis sehen in messianischen Juden Vertreter einer fremden Religion, die Juden zum Christentum konvertieren wollen. Viele, die messianische Evangelisten attackieren, gehen von der falschen Überzeugung aus, dass dies in Israel illegal sei. Strafbar ist es aber nur, anderen einen finanziellen Vorteil zu versprechen, wenn sie einen neuen Glauben annehmen, oder wenn es sich um Minderjährige handelt.
14. Mai 2009 Immer weniger Christen Durch den Papstbesuch stehen zurzeit die Christen im Heiligen Land im Fokus der Weltöffentlichkeit. Während die Gottesdienste weltweit von Millionen von Menschen am Fernsehen verfolgt werden, bilden die rund 160'000 Christen im Land eine kleine Randgruppe, die knapp zwei Prozent der Bevölkerung ausmacht. In Israel, vor allem in Galiläa, leben 110'000 Christen, in den palästinensischen Gebieten 50'000, in Bethlehem und um Ramallah stellen sie teilweise noch rund ein Drittel der Bewohner. Allerdings nimmt ihre Zahl drastisch ab, weil Christen für sich und ihre Kinder im Land keine Zukunft mehr sehen. Rund 400'000 palästinensische Christen leben mittlerweile auf anderen Kontinenten. In Jerusalem lebten zum Beispiel vor 1948 etwa 30'000 Christen unter 200'000 Einwohnern. Heute sind von den 740'000 Einwohnern noch 12'000 Christen, davon sind 4000 nicht Palästinenser (sondern nichtjüdische Israelis).
7. Mai 2009 Kind verhört Vor einigen Wochen wurde Rivka*, die elfjährige Tochter eines messianischen Pastors aus einer Stadt im Zentrum Israels, von ihrer Schulleiterin aus ihrer Klasse geholt, um sie ins Büro der Rektorin zu begleiten. Dort erwarteten sie drei Männer, der bekannte Stadtrabbiner und zwei weitere Männer, die Aktivisten der Antimissionsgruppe „Yad LeAchim“ sein sollen. Die Schulleiterin erklärte Rivka, dass die Männer ihr helfen wollten und dass sie ihnen gehorchen sollte, und verließ den Raum. Die Männer stellten ihr Fragen wie: „Wo versammelt sich deine (messianische) Gemeinde? Um welche Zeiten habt ihr unter der Woche Treffen? Kannst du uns Namen von Gemeindegliedern geben? Kannst du uns bitte auch ihre Adressen geben? Was ist die Adresse deiner Familie?“ Als die Schulleiterin zurückkam, wies sie Rivka an, ihren Eltern nichts von diesem Treffen zu erzählen. Und da Rivka ein braves Mädchen sein wollte, sagte sie zuhause nichts davon. Erst als etwa zwei Wochen später ein Brandanschlag auf das Auto ihres Vaters verübt wurde, das direkt unter ihrem Schlafzimmerfenster stand, schüttete sie ihren Eltern ihr Herz aus. Glücklicherweise explodierte der Benzintank des Autos nicht, und das Feuer griff nicht auf das Haus über. Das „Jerusalem Institute of Justice“ hat eine öffentliche Beschwerde initiiert, die eine gründliche Untersuchung der Vorfälle fordert. *Name geändert Quelle: Jerusalem Institute of Justice
30. April 2009 Zum Tod verurteilt Nach Meldungen der palästinensischen Nachrichtenagentur „Ma’an“ hat ein Militärgericht der Palästinensischen Autonomiebehörde in Hebron am Dienstag einen Palästinenser zum Tod verurteilt, weil er Land an israelische Siedler verkauft hatte. Dies wurde als Verrat gewertet. An der Verhandlung hatten auch Verteidiger teilgenommen. Die Gerichte der Palästinensischen Autonomiebehörde hatten bisher schon Angeklagte wegen Kollaboration mit Israel verurteilt. In diesen Fällen ging es aber meist um die Weitergabe von Informationen über palästinensische Kämpfer an den israelischen Geheimdienst. Das Urteil vom Dienstag ist das erste dieser Art. Die Gerichtsentscheidungen basieren auf dem „Revolutionären Code“ der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO).
23. April 2009 Wirtschaftskrise auch in Israel Im März ist die Wirtschaftskrise auch in Israel angekommen. Allein in diesem Monat haben 20'072 Angestellte die Kündigung erhalten, was einen einsamen Rekord darstellt. Da die israelischen Unternehmen seit einem halben Jahr Stellen abbauen, haben in dieser Zeit rund 100'000 Personen ihre Arbeit verloren. Damit hat die Arbeitslosigkeitsrate in Israel 6,8 Prozent erreicht, und die Bank von Israel sagt bis zum Ende des Jahres eine Quote von 8 Prozent voraus. Am schwersten wurden Hightech- und Produktionsbetriebe getroffen, die stark vom Export abhängig sind. Pläne des Staates zur Stimulierung der israelischen Wirtschaft umfassen weit reichende Infrastrukturprojekte wie Wasserentsalzungsanlagen, neue Kraftwerke und Bohrungen nach Gasvorkommen. Gleichzeitig hat sich die neue Regierung verpflichtet, mit einem Hilfspaket israelische Sozialhilfe-Organisationen zu unterstützen, die wiederum Armen und Obdachlosen helfen. Die staatliche Hilfe scheint nun zu einer gewissen Entspannung auf dem Arbeitsmarkt zu führen. Das zentrale Arbeitsamt teilte mit, dass im März die Zahl der offenen Stellen auf 24'000 gestiegen ist. Lediglich in Nordisrael hat es im März einen Schwund an offenen Stellen gegeben, was mit der Schließung dortiger Fabriken zusammenhängt.
16. April 2009 Probleme bei der Einreise Jerusalem Institute of Justice (Jerusalemer Institut für Recht) Eine evangelikale Familie aus Hongkong, die für eine biblische Studienreise nach Israel kam, wurde am Ben Gurion-Flughafen in Tel Aviv gefragt, ob sie jemanden in Israel kennen würden. Sie antworteten Ja und nannten den Namen eines messianischen Freundes. Darauf wurden sie auf der Stelle verhaftet und ins Gefängnis gesteckt. Man sagte ihnen, sie würden mit dem nächstmöglichen Flug zurück nach Hongkong geschickt. Der Grund für ihre Verhaftung war, dass sie der „illegalen missionarischen Tätigkeit“ verdächtigt wurden, wie ihnen ein Beamter des Innenministeriums mitteilte. Durch die Anstrengungen des Teams vom Jerusalem Institute of Justice und anderer wurde erreicht, dass die Familie nach mehreren Stunden aus dem Gefängnis entlassen wurde. Dazu mussten sie eine Kaution von 30'000 US-Dollar hinterlegen und eine Erklärung unterschreiben, dass sie auf ihrer Israelreise keine „missionarische Aktivität“ unternehmen werden.
UNO Anti-Rassismus-Konferenz in Genf Die Durban II Anti-Rassismus-Konferenz findet vom 20.-24. April in Genf statt. Russland ist für den Entwurf des Resolutionstextes verantwortlich; Libyen hat den Vorsitz, und Iran ist Vize-Vorsitzender. Irans Präsident Ahmadinejad ist Ehrengast. Er ist bekannt dafür, dass er immer wieder zur Auslöschung Israels aufruft. Zugleich fällt in diesem Jahr der Beginn des Holocaust-Gedenktags in Israel auf den 20. April, genau auf den Geburtstag Hitlers. „The Israel empowerment Fund“ (Hilfsfonds Israel) hat am Mittwoch, 22. April, ab 14.00 Uhr im Raum Genf eine Veranstaltung mit unterschiedlichen Referenten geplant. Ab 17.30 Uhr wird es unter der Leitung von UNO-Watch eine Kundgebung voraussichtlich vor dem UNO-Hauptgebäude in Genf geben. Wir beten für Politiker, Verantwortliche und für Frieden über Jerusalem und den Nahen Osten.
8. April 2009 Palästinensische Christen dürfen zu Ostern nach Israel Als „Maßnahme des guten Willens“ hat Verteidigungsminister Ehud Barak bekannt gegeben, dass über die Osterfeiertage die Freiheit der Religionsausübung für Christen in Israel und in Judäa und Samaria gewährleistet sein soll. Dies schließt die unbegrenzte Einreise von palästinensischen Christen aus dem Westjordanland nach Israel zwecks Teilnahme an Gottesdiensten und Familienbesuchen über die Feiertage ein. Allein im Distrikt Bethlehem wurden bereits etwa 10'000 solcher Genehmigungen erteilt. Diese Regelung gilt voraussichtlich bis zum 15. Mai, dem Ende des Papstbesuches. Auch die Einreise von Pilgern, organisierten Touren, im religiösen Bereich Beschäftigten und Journalisten nach Bethlehem und Jericho soll durch gestraffte Verfahren vereinfacht werden. 2008 besuchte eine Rekordzahl von 1'300'000 Touristen Bethlehem.
2. April 2009 Junge Palästinenser sehen Gewalt nicht als Lösung Eine Umfrage des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen hat ergeben, dass 70 Prozent der jungen Erwachsenen unter den Palästinensern der Meinung sind, dass Gewalt kein hilfreiches Mittel ist, um den israelisch-palästinensischen Konflikt zu lösen. Nur 8 Prozent der 1200 Befragten vertraten die Ansicht, dass Gewalt ein wichtiges Mittel sei, um den Konflikt zu lösen. Als es um ihre eigene Identität ging, bezeichneten sich 47 Prozent als „Muslime“ und 28 Prozent als „Palästinenser“. Die Studie förderte auch zutage, dass sich 40 Prozent der Befragten „deprimiert“ fühlen, weitere 40 Prozent sogar „extrem deprimiert“. Die Arbeitslosigkeit unter palästinensischen Jugendlichen liegt in der Westbank bei 35 Prozent, im Gazastreifen bei 51 Prozent.
26. März 2009 Regierungsbeteiligung der Shas-Partei Da es keine klare Mehrheit gibt, ist die Regierungsbildung in Israel eine schwierige Angelegenheit. Benjamin Netanjahu von der Likud-Partei, der mit der Regierungsbildung beauftragt ist, versucht durch Vereinbarungen verschiedene andere Parteien ins Boot zu holen. Neben der Arbeitspartei ist dies u.a. auch die ultra-orthodoxe Shas-Partei, die elf Abgeordnetensitze erreicht hat. Die Abmachung sieht vor, dass die Shas-Partei das Innenministerium erhält, das über Visafragen für Juden und Christen sowie über die Einbürgerung von jüdischen Immigranten entscheidet. Für die Jesusnachfolger im Land ist dies ein schwerer Schlag, da sie ohnehin schon unter verschiedenen ultra-orthodoxen Gruppen zu leiden haben. Die Shas soll auch das Ressort „Religiöse Angelegenheiten“ erhalten, was bedeutet, dass sie Hunderte von Millionen Schekel für religiöse Propaganda in ihrem Sinn einsetzen können. Ein wichtiger Punkt der Vereinbarung ist, dass sich die Shas 975 Mio. Schekel (267 Mio. CHF/ 175 Mio. Euro) staatliche Unterstützung für ihre religiösen Schulen (Jeschiwas) pro Jahr für die nächsten zwei Jahre zusichern ließ. Außerdem garantiert die Likud-Partei der Shas-Partei, dass die nächste Regierung den Klagen nachgehen werde, wonach die illegale Missionstätigkeit in Israel zugenommen habe. Dies klingt nach weiteren Schwierigkeiten für die Menschen, die an Jeschua glauben.
19. März 2009 Auswirkungen der Krise In der israelischen Zeitung „Yediot Acharonot“ war diese Woche zu lesen, dass 4000 von 25'000 Wohltätigkeitsorganisation in Israel in der Gefahr stehen, Konkurs zu gehen. Darunter sind viele Institutionen, die Nahrung an Arme weitergeben. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Bedürftigen wegen der Wirtschaftskrise sprunghaft zu. Die Wohltätigkeitsorganisationen versuchen nun, ihre Nahrungsmittelpakete zu verkleinern. Für die Menschen, die davon abhängig sind, ist dies sehr problematisch, da die staatliche Sozialhilfe in Israel viel weniger ausgebaut ist als in der Schweiz oder Deutschland.
12. März 2009 Muslim will zu Jesus beten Elizabeth Atteih, Buch- und Bibelladen, Haifa Ein Mann kam in unseren Buchladen und fragte nach einem Gebetsbuch. „Was meinen Sie genau, eine Bibel?“, fragte ich ihn. „Nein“, antwortete er, „ich habe schon ein Neues Testament. Ich möchte wissen, wie ich beten soll.” Es stellte sich heraus, dass der Mann vor Weihnachten eines der Pakete mit christlichen Büchern erhalten hatte, die wir am Festival der Religionen verteilt hatten. „Ich habe sie alle gelesen und wurde tief im Herz berührt“, erzählte der Mann. Ich erklärte ihm, dass es kein bestimmtes Gebetsbuch gibt. Aber ich arrangierte für ihn ein Treffen mit Pastor Najeeb, meinem Mann. Najeeb erzählte im Anschluss an dieses Treffen: „Dieser Mann suchte wirklich den Herrn. Er weiß viel vom Islam, doch als er das Neue Testament las, berührte die darin beschriebene Liebe auf ganz neue Art sein Herz. Nun wollte er Jesus in sein Herz aufnehmen. Ich las ihm Römer 10,8-10 vor. Anschließend beteten wir zusammen, und er vertraute Jesus sein Leben an.” Wir loben Gott für sein Reden und Wirken!
12. März 2009 Israel – ein junges Land Die Bevölkerungszahlen, die das israelische Amt für Statistik für 2008 bekannt gab, zeigen, dass die Bevölkerung Israels im Durchschnitt wesentlich jünger ist als in anderen westlichen Ländern. 28,4 Prozent der Bewohner sind unter 14 Jahren (17% in westlichen Ländern), 9,8 Prozent über 65 (15% in westlichen Ländern). Israel hat rund 7'337'000 Einwohner, von denen 5'542'000 (75,5%) jüdisch und 1'477'000 (20,1%) arabisch sind. Von den jüdischen Einwohnern kommen 38,5 Prozent ursprünglich aus Europa oder Nordamerika, 15 Prozent aus Afrika und 11,9 Prozent aus Asien. 34,6 Prozent der Bewohner sind in Israel geboren und haben auch Eltern, die in Israel geboren wurden.
5. März 2009 Endlich Regen Nach dem trockensten Winter in Israel seit Beginn der Aufzeichnungen 1920 kam in den vergangenen Tagen endlich der lang ersehnte Regen. In Beerscheva fielen rund zwei Drittel der normalen Niederschlagsmenge für einen Winter, in der Mitte des Landes gut 80 Prozent und in Galiläa sogar rund 100 Prozent. Damit stieg der Wasserspiegel des See Genezareth um über 21 Zentimeter, was sehr erfreulich ist. Die 1,5 Meter Schnee auf dem Berg Hermon werden nach der Schneeschmelze auch noch einiges an Wasser bringen. Dennoch muss beachtet werden, dass bis zum Normalstand des See Genezareth über 5 Meter fehlen. Der Wassermangel ist also noch lange nicht behoben.
19. Februar 2009 Hoffnung schenken Rachel Netanel, Beth Netanel, Jerusalem Es ist unglaublich, wie viele Menschen durstig nach Hoffnung und Wahrheit sind. Jeden Abend lesen wir mit einigen Arabern in der Bibel und sprechen darüber. Sie sind richtig hungrig, noch mehr zu erfahren. Dieser intensive Dienst ist natürlich auch sehr anstrengend. So bin ich selbst dankbar für alle Ermutigungen. Eine solche Überraschung war ein Besucher aus Deutschland, den ich gleich mitnahm auf meine Besuchstour zu arabischen Familien. Zuerst gingen wir in den Supermarkt, um Lebensmittel zu kaufen. Für mich war es ein Geschenk des Himmels, dass der Besucher bezahlte. Dann fuhren wir in ein arabisches Dorf und besuchten mehrere Familien. Der Besucher aus Deutschland konnte kaum glauben, wie anders das Leben dieser Menschen verglichen mit seinem oder meinem ist.
19. Februar 2009 Kindergebet für Regen Kürzlich hatten wir in unseren Kinderstunden gleich zweimal ein großes Erfolgserlebnis: Wegen der langen Trockenheit beteten wir mit den Kindern ganz intensiv für Regen, und beide Male hat es dann zwei Tage später geregnet! Die Kinder lernten: Gott erhört Gebet! Weiterhin bleibt die Bitte um Regen aber noch ein wichtiges Anliegen, denn der bisher gefallene Niederschlag ist immer noch viel zu wenig.
19. Februar 2009 Mineralwasser-Stopp Der aktuelle Wassermangel ist so akut, dass die israelische Wasserbehörde mehrere temporäre Entsalzungsanlagen errichten will, um der Krise zu begegnen. Diese Anlagen sind zwar wesentlich teurer als dauerhafte, dafür sind sie aber schon nach wenigen Monaten Bauzeit einsatzbereit. Sie sollen die Zeit überbrücken, bis die sich noch im Bau befindlichen dauerhaften Anlagen fertig gestellt sind. Das Wasser ist in Israel mittlerweile so knapp, dass zwei führende Mineralwasserhersteller ihre Produktion vorübergehend eingestellt haben. „Netivot“ und „Mei Eden“ mit Sitz in den Golanhöhen und in En Gedi gaben bekannt, der Grund liege in der schlechten Wasserqualität wegen des fehlenden Regens. Für das kommende Wochenende ist ein Sturm mit viel Regen und Schnee angekündigt.
12. Februar 2009 Amnesty wirft Hamas gezielte Tötung von Kritikern vor Die Menschenrechtsorganisation „Amnesty International“ klagte diese Woche die Hamas an, seit Ende Dezember radikal gegen palästinensische Oppositionelle im Gazastreifen vorzugehen. In ihrem Bericht stellt Amnesty fest, dass seit dem 27. Dezember mindestens zwei Dutzend Männer von der palästinensischen Miliz erschossen worden seien. „Zahlreichen weiteren wurde in die Beine oder in die Knie geschossen oder andere Verletzungen zugefügt, die schwere Behinderung verursachen. Andere wurden gefoltert oder misshandelt. Die Hamas hat im Gazastreifen mit einer Kampagne von gezielten Entführungen, Tötungen, Folter und Todesdrohungen gegen Oppositionelle, Kritiker und solche, die der Kollaboration mit Israel verdächtigt werden, begonnen“, heißt es in dem Bericht. Zu den Opfern gehören nach der Menschrechtsgruppe auch Fatah-Mitglieder und Angehörige der Sicherheitskräfte der Palästinensischen Autonomiebehörde.
5. Februar 2009 Überzeugende Veränderung Rachel Netanel, Beth Netanel, Jerusalem Es ist Gottes Geschenk, dass durch unsere Arbeit in den vergangenen zwei Monaten drei Menschen zum Glauben an Jeschua gekommen sind. Am vergangenen Schabbat hat die Frau von Ibrahim, dem früheren Muslim, ihr Leben Jeschua anvertraut. Mitzuerleben, wie sich ihr Ehemann durch den Glauben an Jeschua verändert hat, war für sie so überzeugend, dass auch sie von ganzem Herzen Jeschua nachfolgen will. Gott ist groß! Leider hatte dieser Tag für mich ein schlechtes Ende: Als ich zu meinem Auto kam, war ein Reifen mitsamt der Felge zerstört. Nun fahre ich mit dem Reserverad. Da in unserer Kasse zurzeit aber absolut Ebbe ist, kann ich keinen neuen Reifen kaufen. So bete ich beim Fahren immer, dass alle Reifen halten.
Wahlen vom Dienstag, 10. Februar Am Dienstag, 10. Februar, finden in Israel die Wahlen zur 18. Knesset (Parlament) statt. Oppositionsführer Benjamin Netanjahu kündigte im Fall eines Wahlsiegs den Sturz der radikal-islamischen Hamas an. Die ultra-orthodox-sephardische Schas-Partei wirbt mit Obamas Slogan „Yes, we can!“ und verspricht jedem, der dereinst am Tor zum Paradies den Wahlzettel der Schas vorweisen kann, freien Zutritt zur Kommenden Welt, obwohl diese Art von Wahlkampf offiziell verboten wurde. Zahlreiche Umfragen deuten darauf hin, dass auch nach dem Krieg in Gaza die politische Rechte stärker wird. Jeder israelische Staatsbürger ist ab dem Alter von 18 Jahren wahlberechtigt. Er wählt die politische Partei, die ihn in der Knesset vertreten soll. Die 120 Sitze der Knesset werden gemäß dem nationalen Stimmenanteil der Parteien verteilt. Insgesamt treten 34 Parteien zur Wahl an. Um einen Sitz zu erhalten, muss eine Partei mindestens 2 Prozent der Stimmen erhalten. 70 Prozent der wahlberechtigten Israelis haben sich laut Umfragen aber noch nicht entschieden, wem sie ihre Stimme geben werden. Paulus ermutigt uns mit den folgenden Worten: „Betet besonders für alle, die in Regierung und Staat Verantwortung tragen, damit wir in Ruhe und Frieden leben können, ehrfürchtig vor Gott und aufrichtig unseren Mitmenschen gegenüber“ (1. Tim. 2,2).
29. Januar 2009 Hamas verspricht 28,6 Millionen Euro Entschädigung Nach den Kämpfen im Gazastreifen will die Hamas 28,6 Millionen Euro an geschädigte Palästinenser weitergeben, wie ein Hamassprecher vor Journalisten bestätigte. Als Ausgleich für Kriegsschäden sollen Familien, deren Wohnhaus zerstört wurde, 4000 Euro erhalten. Bei Sachschäden seien 2000 Euro vorgesehen. Außerdem erhalte jede Familie 1000 Euro für einen getöteten Angehörigen und 500 Euro für einen Verletzten.
23. Januar 2009 Wassermangel im See Genezareth Am Montag wurde das Abpumpen von Wasser aus dem See Genezareth gestoppt. Der Wasserlevel ist nur noch 40 cm über der schwarzen, kritischen Linie. Unterhalb dieser Linie ist das Abpumpen von Wasser gänzlich verboten. Seit den Messungen im Jahr 1920 gab es noch nie einen so trockenen Winter. Es sind seit Oktober nur ca. 50-70% der durchschnittlichen Regenmenge gefallen. Im Januar hat es bis jetzt nur ca. 10% vom erwarteten Monatsdurchschnitt geregnet.
Gazastreifen Im Gazastreifen leben viele Christen unter schwierigen Umständen. Als unschuldige Opfer stehen sie im ganzen Konflikt oft zwischen den unterschiedlichen Parteien und brauchen unsere Gebete und Hilfe. Wir unterstützen die Initiative der Christian Alliance Church Jerusalem, der palästinensischen, israelischen und arabischen Bibelgesellschaft und Musalaha, um die christlichen Familien im Gazasteifen zu unterstützen. Wer mithelfen will, kann die Spende mit folgendem Hinweis versehen: „Hilfe in Gaza“. Auf diese Weise können die christlichen Familien in Gaza ihre Nachbarn unterstützen und es wird ersichtlich, dass es nicht nur die Hamas sind, die den Leuten hilft.
Wurde Israel vom Opfer zum Täter? Zum Holocaustgedenktag 27. Januar 2009 Von Hanspeter Obrist „Nun sind die Opfer zu Tätern geworden“. So ertönt es im Vorfeld des Holocaustgedenktages vom 27. Januar 2009 nach dem aktuellen Gazakonflikt. Die Demonstrationen landauf, landab erinnern geradezu an den Unmut gegenüber den Juden, welcher damals letztlich im Holocaust gipfelte. Es scheint so, als geschehe nun ein Befreiungsschlag für die drückende Last vom Holocaust. „Sie, die Juden, sind auch nicht besser“. Doch verändert dies den Holocaust? Viel eher ist es eine Tragödie, dass die Menschheit noch nichts dazugelernt hat. So verkünden die Hamas, frisch, fröhlich und ungestraft, dass sie bis zur Vernichtung Israels weiterkämpfen werden. Die Israelis fühlen sich allein gelassen und sehen nur noch den Weg, die Sache militärisch in den Griff zu bekommen. Die Politiker der weiten Welt meldeten sich erst, als der Konflikt bereits eskaliert war. Warum hat vorher niemand gegen die Raketen der Hamas demonstriert und nach einer Lösung gesucht? Warum interessieren uns die Menschen kaum, die heute in unterschiedlichen Konflikten auf der ganzen Welt einen „Holocaust“ durchleiden? Der Holocaustgedenktag im Jahr 2009 ist besonders denkwürdig. Der Mensch ist nicht besser geworden. Weshalb fällt es uns so schwer umzudenken und uns von der Bergpredigt Jesu (Matthäus 5-7) inspirieren zu lassen? Lasst und umkehren. Wenden wir uns im Gebet an unseren Herrn, damit sich die Geschichte nicht wiederholt.
15. Januar 2009 Sehnsucht nach Frieden Von Hanspeter Obrist Wir sind soeben aus Israel zurückgekehrt. In Jerusalem trafen wir ein messianisches Ehepaar, das nach 14 Tagen Beschuss in Beerscheva einfach einmal ein paar Ruhetage einschalten musste. Der psychische Druck ist unerhört groß. Nie zu wissen, ob aus heiterem Himmel eine Rakete einschlägt, hinterlässt Spuren. Wir trafen auch einen arabischen Pastor, der uns von der Situation der arabischen Christen in Gaza berichtete. Es sind vor allem ehemalige Muslime, die besonders zu leiden haben. Deshalb haben verschiedene Organisationen ein Hilfsprogramm gestartet. Auch auf jüdischer Seite sind Geschwister unterwegs, um Menschen in Bunkern zu helfen. Wir beten für unsere Geschwister auf beiden Seiten. Wir beten für Frieden, der mehr ist als nur ein Schweigen der Waffen. Jesus ist der Friedefürst, der den Hass in Liebe verwandeln will.
Christen aus Gaza in Bethlehem Im vergangenen Dezember hatten einige christliche Familien aus Gaza die Erlaubnis bekommen, für das Weihnachtsfest zu ihren Verwandten nach Bethlehem zu reisen. Als sie dann in Bethlehem waren, brach der Krieg in Gaza aus und sie konnten nicht mehr zurück. Es handelt sich um etwa 35 Familien, die nun in Bethlehem sind, denen es aber an Kleidern etc. fehlt, da sie sich ja nur auf einen kurzen Besuch eingestellt hatten. Dazu kommen sieben Familien, die sich schon seit einem Jahr nicht mehr nach Gaza zurück trauten.
Gottes Schutz in allem Chaos Wir hören in diesen Tagen immer wieder von Wundern, wie Gott Menschen beschützt hat. Ein Kindergarten wurde getroffen, doch wunderbarerweise hatte die Lehrerin entschieden, dass der Unterricht an diesem Tag im Schutzbunker stattfinde. So wurde niemand verletzt, als das Klassenzimmer getroffen wurde. In Beerscheva schlug eine Rakete in einer Schule ein, nachdem der Bürgermeister Anweisung gegeben hatte, dass die Schulen geschlossen bleiben sollten. Im Norden schlug letzte Woche eine Katjuscha-Rakete in ein Altersheim ein. Da es gerade zu diesem Zeitpunkt Frühstück gab, waren alle Bewohner im Speisesaal und nicht im Zimmertrakt, der getroffen wurde. Wir danken Gott für seine Bewahrung in diesen und vielen anderen Fällen.
Zurück auf die Schulbank Rund 300'000 Kinder im Süden Israels kamen seit Beginn des Krieges in Gaza in den zweifelhaften Genuss, schulfrei zu haben. Am vergangenen Sonntag kehrten etwa 15'000 Schüler auf die Schulbank zurück. Dies sind einerseits die Abschlussklassen, andererseits Schüler, deren Schulen über genügend Schutzbunker verfügen. Gefährlich ist aber vor allem auch der Schulweg, da je nach Entfernung vom Gazastreifen bei einem Sirenenalarm nur 15 bis 60 Sekunden bleiben, um in einem Bunker Schutz zu suchen. Deshalb wurden zum Beispiel in Sderot schon vor Monaten unzählige Raketen sichere Bushaltestellen gebaut. Viele Kinder freuen sich, ihre Schulfreunde wiederzusehen, da sie wegen der Gefahr der Raketen in den vergangenen Wochen gewissermaßen Stubenarrest hatten.
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