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Erklärung der achten Internationalen Konferenz der

Lausanner Bewegung für Evangelisation unter Juden

Lausanne Consultation on Jewish Evangelism (LCJE)

www.LCJE.net     lcje.int@gmail.com

 

Die 8. Internationale Konferenz der Lausanner Bewegung für Evangelisation unter Juden (LCJE) fand vom 19.-24. August 2007 in Keszthely am Plattensee in Ungarn statt. Die Konferenz bot dem einzigartigen Netzwerk von Organisationen und Einzelpersonen eine Plattform, um Informationen zu sammeln, Strategien zu koordinieren, über Trends nachzudenken und sowohl das theologische Denken als auch die missiologische Forschung zum Nachdenken anzuregen, wie die Evangeliumsverkündigung unter Juden vorangebracht werden kann.

 

Die alle vier Jahre stattfindende Konferenz stand unter dem Thema: „Evangelisation unter Juden - Die Botschaft weitersagen.“ Doug Birdsall, der Vorsitzende des Exekutiv-Komitees der Lausanner Bewegung für Weltevangelisation (LCWE) unterstützte die Verkündigung des Evangeliums unter Juden indem er sagte: „Die Geschichte von Jesus Christus ist eine Botschaft, die der ganzen Welt verkündigt werden muss, besonders aber dem jüdischen Volk, da sie der stärkste Ausdruck von Gottes Liebesbeziehung mit seinem Volk ist.“

 

Die Teilnehmer selbst sahen die Konferenz in einem historischen Zusammenhang mit der Internationalen Konferenz über Evangelisation unter Juden 1927 in Budapest. Achtzig Jahre später waren sie mit teilweise denselben Herausforderungen konfrontiert wie ihre Vorgänger. Der Konferenzbericht von 1927 sprach über die Liebe Jesu zu seinem Volk und die hingebungsvolle Bereitschaft der Teilnehmer, dem jüdischen Volk die Gute Nachricht zu bringen.

 

Die Lausanner Bewegung für Evangelisation unter Juden ruft deshalb die ganze Kirche dazu auf, sich daran zu beteiligen, dem jüdischen Volk weltweit das ganze Evangelium von Jesus, dem Messias, zu bringen.

 

Wir bekräftigen, dass die gute Nachricht von Jesus die einzige Hoffnung für die Rettung des jüdischen Volkes ist. Wenn Jesus nicht der Messias für die Juden ist, dann ist er auch nicht der Christus für die Völker. Jesus ist entweder der Messias für alle oder er ist überhaupt nicht der Messias.

 

Wir freuen uns über die Berichte, dass jüdische Menschen zum Glauben an Jesus kommen und dass die Zahl der messianischen Gemeinden wächst.

 

Wir erklären, dass Christen kein größeres Unrecht gegenüber jüdischen Menschen begehen können, als ihnen das Evangelium vorzuenthalten, das ihre einzige Hoffnung auf Erlösung ist.

 

Wir ermutigen dazu, allen leiblichen Nachkommen Abrahams das Evangelium zu verkündigen und wir beten für alle Anstrengungen zur Versöhnung zwischen palästinensischen Arabern und israelischen Juden, die an Jesus glauben.

 

Wir verurteilen gegenwärtige Formen von Antisemitismus und Vorurteile gegenüber dem Staat Israel und bitten die ganze Kirche dringend, gemeinsam mit uns einer derartigen Gesinnung zu widersprechen und zu begreifen, dass diese jüdische Menschen daran hindert, das Evangelium von der Liebe Christi zu hören.

 

Wir empfehlen die Publikation der Lausanner Bewegung für Weltevangelisation (LCWE) „Jewish Evangelism – a call to the church”, um das Verständnis für die Evangeliumsverkündigung unter Juden zu fördern. (Lausanne Occasional Paper Nr. 60, 2004. Deutsch: Tuvya Zaretsky (Hrsg.): „Das Evangelium - auch für Juden“, Brunnen Verlag.)

 

Wir rufen uns selber dazu auf, dem Ruf Gottes aufrichtig zu dienen und bereitwillig zusammenzuarbeiten, um die Botschaft von Jesus in einer postmodernen Welt mit neuen Mitteln und auf neuen Wegen zu verbreiten.

 

Wir fordern die ganze Kirche auf, kreative und rücksichtsvolle Wege der Evangeliumsverkündigung unter dem jüdischen Volk zu unterstützen und sich aktiv als Partner daran zu beteiligen.