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The Bible Society in Israel

 

Israelische Bibelgesellschaft

 

Israel, das Land der Bibel, kennt die Bibel nicht!

Diesen Eindruck hatten Reisende der vergangenen Jahrhunderte. Doch mit der zionistischen Rückwanderungsbewegung nach Israel im 19. Jahrhundert wurde auch Gottes Wort wieder nach Israel gebracht, durch die Bibelgesellschaft und andere protestantische Organisationen.

1821 transportierte Joseph Wolff, ein jüdischer Gläubiger, 20 Kamelladungen Bibeln ins Land. Diese Arbeit wurde durch die Bibelgesellschaft weitergeführt. Der erste Bibelladen wurde 1871 in Nazareth eröffnet, 1905 folgte einer in Jerusalem.

 

Heute führt die israelische Bibelgesellschaft drei Geschäfte in Jerusalem, Tel Aviv und Nazareth.

 

Das Ziel bleibt, möglichst viele Menschen mit Bibeln in ihrer Muttersprache zu versorgen. Die erste ganze Bibel auf Hebräisch wurde 1959 veröffentlicht. Später kam ein Neues Testament in modernem Hebräisch hinzu, im Jahr 2000 die erste Konkordanz zum Neuen Testament in modernem Hebräisch. 1993 hat die Bibelgesellschaft von der israelischen Regierung die höchste Literaturauszeichnung für ihre Bibel erhalten.

 

Die Israelische Bibelgesellschaft dient mit ihrer Arbeit Kirchen und Gemeinden aller Denominationen. Sie sieht ihren Auftrag darin, durch wissenschaftliche Arbeit, Übersetzung, Veröffentlichung und Verteilung die Bibel im ganzen Land zu verbreiten. Neben den vielen jüdischen und arabischen Menschen, die den Gott der Bibel noch nicht kennen, gibt es einige tausend jüdische Gläubige, die an Jeschua glauben, und über 100 messianische Gemeinden und Hauskreise.

Neben Bibeln und Studienhilfen in Hebräisch und Arabisch veröffentlicht die Bibelgesellschaft Bibeln und Unterlagen in unzähligen anderen Sprachen, um auch die vielen Immigranten, Gastarbeiter und Touristen im Land zu erreichen.

 

Die israelische Bibelgesellschaft gehört zur weltweiten Organisation der 140 Bibelgesellschaften.

 

 

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Hören Sie sich das Neue Testament auf Hebräisch an:

Audio_Hebrew_NT

http://www.biblesocietyinisrael.com/index2.php?option=com_content&view=article&id=44&Itemid=38&lang=e n

Victor Kalisher

http://www.youtube.com/watch?v=GSRVFIeg-cQ

 

 

 

Virtuelle Tour durch den Bibelladen in Jerusalem

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The Bible Society in Israel
P.O. Box 44
Jerusalem 91000 Israel

E-Mail: bsi@netvision.net.il

Tel. ++972-2-625-1849

Fax: ++972-2-624-8329

Veränderung in zehn Minuten

Von Victor Kalisher

Ein orthodoxer Jude erkennt in kürzester Zeit die Aktualität von Jesaja Kapitel 53.

Unsere neuste Veröffentlichung besteht aus einem kleinen Buch mit den Psalmen, in denen alle Verse, die auf den Messias hinweisen, rot markiert sind. Es ist erstaunlich, wie viele solcher Verse es gibt. Die Zielgruppe, die wir mit diesem Buch erreichen möchten, sind hauptsächlich religiöse und orthodoxe Juden. Die meisten von ihnen würden wohl kaum ein Neues Testament von uns annehmen. Da bieten sich die Psalmen geradezu an, denn sie enthalten so viele Prophetien über den Messias und werden gleichzeitig hoch geschätzt von allen Juden. Deshalb bitten wir nun Gott, dass er den Menschen die Augen öffnet und durch diese wunderbaren messianischen Verse ihre Herzen berührt.

Vor kurzem führten wir einen evangelistischen Einsatz im Süden Israels durch, wo verhältnismäßig mehr religiöse und orthodoxe Juden leben als in anderen Gegenden Israels. Abgesehen von ein paar Einzelfällen waren die Leute offen. Einmal kam ein orthodoxer Mann, der zehn Minuten zuvor das Büchlein von uns bekommen hatte, zu uns zurück und meinte: „Hier geht es doch um Jeschua, oder?“ Wir antworteten ihm: „Ja, in diesen Versen geht es um den Messias, und wir glauben, dass Jeschua der Messias der Bibel, der Messias Gottes, ist.“ Seine Reaktion war: „Denkt ihr nicht, dass ihr damit etwas zu weit gegangen seid?“ Wir zeigten ihm weitere Verse über den Messias aus dem Alten Testament und erklärten ihm, dass seine Reaktion genau übereinstimmt mit dem, was in Jesaja 53 steht: „Aber wer glaubt dem, was uns verkündet wurde, und wem ist der Arm des HERRN offenbart?“ (Jes. 53,1). Er war so erstaunt über all die Prophetien in den Psalmen und im Alten Testament, die genau auf die Geschichte Jesu passten, dass er nach einem zehnminütigen Gespräch meinte: „Das falsche Verständnis ist bei uns über Generationen hinweg gewachsen. Wahrscheinlich wird es wieder Generationen dauern, bis wir zur richtigen Auslegung zurückkommen.“ Darauf antworteten wir: „Du hast nur zehn Minuten gebraucht, um zu verstehen, und Gott kann jedem dazu verhelfen.“

Später legten wir einfach einen Stapel Bücher auf eine Bank, so dass die Leute sich beim Vorbeigehen selbst bedienen konnten. Innerhalb weniger Minuten waren alle Bücher weg, und die Leute, die keines bekommen hatten, kamen zu uns und baten um ein Exemplar.

Bis heute sind schon Tausende dieser Bücher verteilt worden. Bitte beten Sie, dass Gott diese Ausgabe der messianischen Psalmen gebraucht, um den Empfängern Augen und Herz zu öffnen.

 

 

Antworten nicht erwünscht

Von Victor Kalisher

Nach einer langen Reihe von Argumenten machte ein persönliches Zeugnis den jungen ultraorthodoxen Besucher des Bibelladens betroffen.

Ein ganz normaler Tag im Bibelladen der Bibelgesellschaft in Jerusalem neigte sich seinem Ende zu, als ein junger ultraorthodoxer Mann das Geschäft betrat. Ich überlegte mir, wie ich ihn ansprechen sollte, während er von einem Regal zum nächsten ging. Schließlich fragte ich einfach, ob ich ihm helfen könne.

Er antwortete, er suche Bücher, die den christlichen Glauben verteidigen, da er die Wahrheit suche. „Bis jetzt“, meinte er, „scheinen mir beide Religionen, Ihre und meine, falsch zu sein.“ Unsere Diskussion konzentrierte sich bald auf die Wahrheit und Vertrauenswürdigkeit des Neuen Testaments. „Wie können wir uns auf das Neue Testament verlassen?“, fragte er. „Vielleicht wurde es erst Jahrhunderte nach diesen Ereignissen niedergeschrieben.“ An diesem Punkt kam mir das kleine Museum der Bibelgesellschaft zu Hilfe. Dort stellen wir Kopien von Fragmenten aus, die in Qumran gefunden worden sind. Ihr Inhalt entspricht Aussagen, die wir im Markusevangelium und im 1. Timotheusbrief finden. „Wissen Sie“, erklärte ich, „diese zwei Fragmente sind sogar vor der Zerstörung des Zweiten Tempels datiert.“ Doch das hielt ihn nicht davon ab, mich pausenlos mit Fragen über den Glauben geradezu zu attackieren, ohne jeweils die Antwort abzuwarten. Immer wenn ich versuchte, etwas zu erwidern, meinte er: „Ja, ja, ich kenne Ihre Antwort darauf schon.“ Nachdem sich das mehrmals wiederholt hatte, sagte ich ihm, wir würden nun den Laden schließen.

Am nächsten Morgen kam er wieder. Eine seiner ersten Fragen war: „Wie zeigt sich Ihr Glaube im täglichen Leben? Was müssen Sie tun?“ Ich versuchte ihm zu erklären, dass in unserem Glauben die tägliche enge Beziehung zu Jeschua im Zentrum steht. Doch auch jetzt schien er im Grunde nicht an meiner Antwort interessiert.

Wir sprachen über die Auferstehung Jeschuas, über Leid und Gottes Souveränität darin, ebenso darüber, dass wir nur durch Jeschua gerettet werden können – egal woher wir kommen und wer wir sind. Es fiel ihm schwer zu glauben, dass niemand ohne das Blut Jeschuas in Gottes Reich kommen kann.

Am Ende fragte er mich, wie es sich denn verhalte mit jemandem, der Gottes Botschaft zwar gehört hat, aber nicht glauben kann? Ich antwortete ihm: „Solange Sie nicht bereit sind, Ihre Werke loszulassen, weil Sie verstanden haben, dass diese Sie nicht retten können, und solange Sie nicht eine persönliche Begegnung mit dem lebendigen Gott haben, werden Sie nicht glauben können. – Ich hatte vor einigen Jahren diese Begegnung. Ich glaube Gottes Botschaft nicht nur aufgrund der Fakten und der Prophetien, sondern ich glaube an Jeschua, den Messias, weil ich ihn persönlich in meinem täglichen Leben kenne und eine Beziehung zu ihm habe.“ „Dagegen kann ich keine Argumente vorbringen“, meinte er nur.

Bitte beten Sie für die Menschen, die nach Gott suchen, auch wenn sie sich immer noch vor seinem Licht fürchten.